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Offener Brief der Filmemacher an Apple: Final Cut Pro könnte mehr leisten, braucht aber mehr Zuwendung

Final Cut Pro Bild: Apple

Final Cut Pro ist zwar Apples Videolösung für Profis, diese verzweifeln jedoch am schlechten Image der Software in der Filmbranche. Teilweise fehlt es Final Cut Pro an Funktionen, die in großen Projekten dringend erforderlich sind, teils werde Final Cut Pro von den Verantwortlichen der Sender und Studios aber auch unterschätzt. In einem offenen Brief fragen nun über 100 Redakteure, ob Apple Final Cut Pro in der Zukunft stärker fördern wird.

Apples Lösung für professionellen Videoschnitt ist Final Cut Pro, eine Software, die bereits 1999 in einer ersten Version vorgestellt wurde. Jetzt, 23 Jahre später, wird sie zwar von YouTubern und im Rahmen kleinerer Projekte gern genutzt, in der Filmbranche ist es jedoch schwierig, mit Final Cut Pro zu arbeiten. Das hat verschiedene Gründe, die in einem offenen Brief ausgeführt werden, den über 100 international tätige Redakteure der Film- und Fernsehbranche verfasst haben.

Zunächst seien da praktische Einschränkungen: Es fehle an Funktionen, die für große Produktionen zwingend erforderlich seien, so etwa der gemeinsame gleichzeitige Zugriff auf Medienbibliotheken während der Projekterstellung. Die Datenbankstruktur von Final Cut Pro gebe das noch immer nicht her. Apple müsse endlich aufhören, nur Einzelanwender in den Blick zu nehmen, so Steven Sanders, der für Fox die Serie „War of the Worlds“ produzierte. Andere von der Branche genutzte Tools wie Avid Media Composer und auch DaVinci seien hier schon weiter.

Apple sollte mehr Werbung machen

Zugleich werde Final Cut Pro aber auch unterschätzt. Große Studios hätten teilweise die Befürchtung, bei Final Cut Pro handle es sich um eine Art iMovie Pro und entsprechend würden auch die Ergebnisse ausfallen. Apple wäre gut beraten, offensiver die Qualitäten und Vorzüge von Final Cut Pro hervorzuheben. Damit einher wird die Frage aufgeworfen, ob Apple seine Videosoftware in Zukunft stärker bewerben wird.

Vorteilhaft wäre hier etwa ein offenes Beta-Programm für Entwickler, wie es für iOS, macOS und sogar Safari aufgelegt worden ist. Ob der Anruf aus dem Lager der Filmemacher bei Apple auf offene Ohren stoßen wird, ist höchst fraglich.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "Offener Brief der Filmemacher an Apple: Final Cut Pro könnte mehr leisten, braucht aber mehr Zuwendung"

  1. Macgenie 19. April 2022 um 22:02 Uhr ·
    Wie Mehrbenutzer supereinfach funktionieren kann, zeigt Apple bei Pages, Keynote und Numbers. Doch auch hier gibt es einen Haken – es funktioniert nur mit iCloud und nicht im Lokalen Netzwerk. Was mir persönlich auch seit Jahren fehlt, ist eine FinalCut Mobil Version für das iPad Pro. Derzeit behelfe ich mir auf dem iPad mit LumaFusion, die auch auf M1-Macs läuft und via XML Projekte an FinalCut übergeben kann.
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