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Neues Tim Cook-Porträt: Von unglaublichen Preisverhandlungen und Diplomatie

In einem neuen Bloomberg Businessweek-Artikel haben Mark Gurman und Austin Carr sehr interessante Hintergründe und Details über den aktuellen Apple CEO zusammengetragen. Wie arbeitet Tim Cook, was sind seine Stärken und Prioritäten? Wie hat er Apple zu einem 2-Billionen-Dollar-Unternehmen gemacht?

Wir möchten aus dem sehr ausführlichen und hochwertigen Artikel nur einige Details wiedergeben. Schließlich befindet er sich hinter der Paywall und die hervorragende Arbeit von Gurman und Co. könnt ihr am besten bei Bloomberg direkt lesen.

Tim Cook: Zwischen Kostenfreak und Diplomat

DER DIPLOMAT

Die beiden führen zum Beispiel aus, wie es Tim Cook hervorragend verstanden hat, mit Präsident Trump umzugehen, ohne dessen Ansichten direkt zu teilen. Er lieferte ihm zum Beispiel die Mac-Pro-Fabrik in den USA als Beispiel, dass Apple in den USA produzieren würde.

Trump machte daraus alle möglichen falschen Versprechungen, wonach Apple mehrere Fabriken bauen werde. Außerdem habe er die Mac-Pro-Fabrik eigenhändig eröffnet, so der damalige Präsident. Keine von Trumps aussagen stimmten jedoch. Die Mac-Fabrik stand schon länger da und Apples Pläne über mehrere Fabriken existierten nicht. Alles das ließ Cook jedoch so stehen. Es hatte zur Folge, dass Trump grundlegend zufrieden mit Apple war, sich für Apple aber nichts weiter änderte. Seine Fähigkeit, Leuten das zu geben, was sie wollen, hatte er bereits unter Steve Jobs hervorragend ausgespielt.

DER KOSTENFREAK

Cooks Rolle als Kontrolleur und Kostenfreak wurde erneut in einem unglaublichen Ausmaß deutlich. So berichten Mitarbeiter, sie würden für Apple im Bereich der sechsten Nachkommastelle Preisverhandlungen mit Zulieferern führen. Allerdings sei Apple bereits, auch das Dreifache der Konkurrenz zu bezahlen, wenn man spezielle Bauteile benötigt.

Es gibt laut dem Bericht weiters Personen, die alleine dafür bei Apple eingestellt sind, die Verhandlungen für den Preis von Klebstoff zu führen. Außerdem beherrscht es Cook wie kaum jemand, innerhalb kürzester Zeit Fabrikkapazitäten zu organisieren.

DER TOP-MANAGER

Bloomberg zitiert Warren Buffett, dessen Unternehmen mit über 100 Milliarden in Apple investiert ist. Er kenne kaum einen CEO, der die Welt im Detail und so gut verstehe wie Tim Cook. Er kann zwar keine iPhones bauen oder Designs bewerten wie Steve Jobs, aber seine anderen Stärken wären enorm. Und diese seien heute wichtiger als CEO von Apple, so Buffett.

Tim Cook ist in vielen Bereichen das Gegenteil von Steve Jobs. Allerdings hat er den Konzern erfolgreich in das nächste Jahrzehnt geführt und zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Mit Abstand.

Welche Eigenschaften von Tim Cook findet ihr faszinierend oder erschreckend? Seid ihr zufrieden mit seiner Leistung?

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Lukas Gehrer
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1 Kommentar zu dem Artikel "Neues Tim Cook-Porträt: Von unglaublichen Preisverhandlungen und Diplomatie"

  1. Deformator 13. Februar 2021 um 11:11 Uhr ·
    Ich finde die Visionslosigkeit von Tim Cook erschreckend. Er mag ein hervorragender Planer und wirtschaftlich herausragend sein. Jedoch vermisse ich die Übernahme genialer Ideen, die Verbesserung solcher, oder eigene Innovationen. Das kann er nicht. Zudem die Softwaresparte richtig schlecht gemanaged wird. Das wird über kurz oder lang den Ruf dauerhaft schaden. Das hat sich schon bei vielen großen Techunternehmen gezeigt. Die Investition in Abos und unmögliche Verhalten im App-Store zeigt, dass die Hardware vielleicht gut ist, es aber unter der Haube nicht so ganz durchgängig rund läuft. Die Apple-Geräte sind inzwischen gängig und entsprechend langweilig. Und hier den Kunden dann auf Abobasis derart zu veräppeln, zeugt dann doch von Kurzsichtigkeit dem Kunden gegenüber.
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