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iPhone-Entsperrung: Richter urteilt bei Drogenfall für Apple

Schon Monate bevor das FBI gerichtlich Apple dazu aufforderte, das iPhone des islamistischen Attentäters in San Bernardino zu entsperren, hatte die amerikanische Regierung Zugriff auf die Daten eines Apple-Handys von einem Drogenhändler gefordert. In diesem Fall ist nun eine gerichtliche Entscheidung getroffen, die zeitlich genau in die hitzige Debatte zwischen den beiden Parteien fällt.

In New York hat ein Bundesrichter nun der Regierung einen herben Rückschlag erteilt. Man könne einen Handy-Hersteller demnach nicht dazu zwingen, das Gerät zu knacken. Schon im Oktober hatten dies die Behörden gefordert, um einem Drogenring auf die Schliche zu kommen.

I conclude that under the circumstances of this case, the government has failed to establish either that the AWA permits the relief it seeks or that, even if such an order is authorized, the discretionary factors I must consider weigh in favor of granting the motion.

After reviewing the facts in the record and the parties’ arguments, I conclude that none of those factors justifies imposing on Apple the obligation to assist the government’s investigation against its will.

Während es sich bei dem Streit um einen deutlich weniger brisanten Fall dreht, als in dem aktuellen Verfahren, dürfte das Urteil Apple Rückenwind geben.

Im Laufe des heutigen Tages wird Apples Anwalt Brice Sewell vor Gericht die Argumente gegen eine durch die Regierung forcierte Entsperrung des iPhones vorlegen. Das Urteil aus New York dürfte ihn dabei stützen.

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Philipp Tusch
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23 Kommentare zu dem Artikel "iPhone-Entsperrung: Richter urteilt bei Drogenfall für Apple"

  1. Dominik M. 1. März 2016 um 06:37 Uhr ·
    Richtig so
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    • Calle 1. März 2016 um 08:47 Uhr ·
      Fast.. Der gute Mann heißt Bruce Sewall .. Nicht Brice
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  2. Lothar 1. März 2016 um 06:58 Uhr ·
    Hart bleiben?
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  3. Brudi8 1. März 2016 um 07:19 Uhr ·
    Ich kann nicht verstehen, wieso Apple in Ausnahmefällen wie in diesen ein iPhone nicht entsprerrt?! Solange Apple das hinter verschlossenen Türen macht und nicht gang und gäbe wird, sehe ich persönlich kein Problem damit. Man muss dem FBI ja nicht einen Schlüssel geben, um das bei jedem iPhone machen zu können. …aber wer sind wir schon -.-
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    • dsTny 1. März 2016 um 08:23 Uhr ·
      Richtig, WENN man es nicht immer macht. Aber WENN das doch viel leichter ist, als das Gerät selber knacken zu müssen, wird man es in JEDEM Fall machen.
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      • dsTny 1. März 2016 um 08:24 Uhr ·
        Ach ja, stehe natürlich voll auf Apples Seite! Hoffentlich kämpfen sie bis zum Umfallen weiter!
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    • DiscoDenis 1. März 2016 um 08:24 Uhr ·
      Ist einmal ein Hintertürchen eingebaut werden sich alle bedienen, auch wenn Apple sich das vorbehalten möchte. Menschen sind käuflich, für gute Hacker gibt es praktisch keine Hürden. Die einzige Möglichkeit für wirklichen Datenschutz ist einfach, wenn es technisch keine Möglichkeit gibt… für niemanden.
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    • Informatigger; 1. März 2016 um 08:25 Uhr ·
      Das ist ja das Problem :) wenn es hinter verschlossenen Türen geschieht kann man so schlecht sehen/kontrollieren ob es „gang und gäbe ist“ oder nicht :)
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    • o.wunder 1. März 2016 um 08:36 Uhr ·
      Apple hat selber keine Möglichkeit das iPhone zu entsperren. Dafür brauchen sie den Entsperrcode des Benutzers. Sie können die Software knacken, bzw eine Hintertür einbauen, was dann aber für alle iOS Geräte wirksam wäre und in falschen Händen eine Katastrophe wäre. Die beste Lösung wäre eine sichere Speicherung der Entsperrcodes und AppleID Zugangsdaten bei Apple.
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    • Trumph 1. März 2016 um 10:00 Uhr ·
      Kapierste nicht , wa ? Einmal auf immer auf .!!Egal ob das hinter verschlossenen Türen gemacht wird , das Programm bekommt irgendwann Beine . Und das zum glûck der liebe Herr Cook , kein Bock hat das das fbi in seinem Handy schnüffelt , bleibt es zu …
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    • ZeroCool1002 1. März 2016 um 10:54 Uhr ·
      Weil die Leute, die das dann können letztlich bestechlich sind und gekauft werden können. Deswegen kann es lieber keiner, ansonsten ist der Griff zu deinen Daten nicht weit.
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    • inu 1. März 2016 um 10:57 Uhr ·
      Brudi8, ich kann Deinen Kommentar nicht verstehen. Hinsichtlich einer Entsperrung eines Handys (hier: iPhones) darf/kann es keine Ausnahmen geben. Hast Du schon einmal etwas von „Präzedenzfall“ gehört?: Entsperrt man ein einziges iPhone, muß und wird das eindeutige Begehrlichkeiten für weitere „Ausnahmefälle“ (mit oder ohne Anführungszeichen) wecken. Ist Dir das denn nicht klar ???
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  4. IFön 1. März 2016 um 07:24 Uhr ·
    Wie siehts denn aus, wenn die Behörden das iPhone des Drogendealers jailbreaken? Hätten sie dann Zugriff?
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    • o.wunder 1. März 2016 um 08:36 Uhr ·
      Ja wenn es für die iOS Version einen Jailbresk gibt.
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  5. Koch mit Hund 1. März 2016 um 07:35 Uhr ·
    Wir wehren uns für das Recht der Menschheit.
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    • o.wunder 1. März 2016 um 08:38 Uhr ·
      Ich hätte prinzipiell nichts gegen eine Freigabe der Daten in berechtigten Fällen, allerdings dürfte es nicht die Sicherheit des Systems beeinträchtigen!
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      • Mac Taylor 1. März 2016 um 09:29 Uhr ·
        und wer berechtigt das? Wer zieht die Grenze? Welcher Staat in welchem Land?
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      • Mac Taylor 1. März 2016 um 09:32 Uhr ·
        und wer gibt das frei? Das jeweilige Land, die jeweilige Regierung? Von welchen Ländern? Sobald Software existiert, die das kann, gerät sie auch in falsche Hände… schwieriges Thema – findest Du nicht?
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      • Mac Taylor 1. März 2016 um 09:37 Uhr ·
        aber wer gibt das frei? Die Regierung eines Landes? Ich finde das höchst bedenklich
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      • Mister Mac 1. März 2016 um 09:45 Uhr ·
        aber wer berechtigt denn zu der Freigabe… das jeweilige Land? Die jeweilige Regierung? Ich finde das höchst gefährlich!
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  6. C. 1. März 2016 um 07:55 Uhr ·
    Apple hin oder her – die Entscheidung ist für meine Verhältnisse richtig. Alle die hier über Apple meckern,sind bestimmt im Besitz mindesten eines Apple Produktes …..
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  7. Bmodi 1. März 2016 um 08:56 Uhr ·
    Unglaublich wie viele immer noch nicht kapieren, dass es nicht darum geht ob Apple die eventuell im Hintertürchen macht…….es ginge um den Fakt, dass man sie dazu zwingen kann. Nicht um das wie. Dies hätte ungeahnte Folgen…..
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  8. Leser 1. März 2016 um 11:46 Uhr ·
    Nur mal so als Info, Apple hatte in der Vergangenheit schon 70 iPhones für die Behörden entsperrt, das ging aus Gerichtsdokumenten in oben besagtem Gerichtsfall hervor. So viel zum Thema standhaft bleiben und Privatsphäre schützen. Also alles doch nur eine Marketing-Kampagne des Apfelkonzerns.
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