iPads nicht lebenswichtig: Covid-19 lässt dem Kaufwunsch nach Tablets die Luft ab

iPad 10,2 Zoll 2019 - Apple

Dem iPad könnten harte Zeiten bevorstehen. Die Covid-19-Krise dürfte bei vielen Verbrauchern ein radikales Umdenken bei ihren Konsumentscheidungen verursachen, vermuten Marktforscher. Die Folge wären deutlich sinkende Absätze auf Jahre hinaus.

Die Covid-19-Krise könnte dem Tabletmarkt wie vielen anderen Wirtschaftszweigen auch hart zusetzen. Eine aktuelle Einschätzung sieht einen erheblichen Einbruch der Verkäufe für das laufende Jahr. Laut der Prognose der Marktforscher von Canalys werden bis Ende des Jahres rund 367,8 Millionen PCs und Tablets weltweit verkauft werden, das würde einem Minus bei den Verkäufen von rund 7% im Vergleich zum Vorjahr entsprechen, 2019 waren noch gut 395 Millionen Einheiten weltweit verkauft worden.

Tablet- und PC-Verkäufe 2019 / 2020 - Infografik - Canalys

Tablet- und PC-Verkäufe 2019 / 2020 – Infografik – Canalys

Die Verkäufe Anfang des Jahres brachen weltweit bereits um rund 9% ein, Grund hierfür waren einerseits verringerte Kapazitäten bei der Fertigung und im weiteren eine zurückgegangene Nachfrage der Verbraucher. Canalys rechnet mit einer Erholung der Verkäufe im zweiten, dritten und vierten Quartal 2020, jedoch auf niedrigem Niveau.

Käufer konzentrieren sich auf wichtige Produkte

Auf dem PC-Markt könnte eine verstärkte Nachfrage nach Bürocomputern seitens großer Enterprisekunden im nächsten Jahr eine kräftigere Konsolidierung der Verkäufe bringen. Für die Tablets und damit auch Apples iPad sieht es laut Canalys dagegen düster aus. Die Marktforscher machen hier eine simple, aber bestechend plausible Rechnung auf: Durch die Covid-19-Krise sei den Verbrauchern nachhaltig die Lust am Kauf nicht wesentlicher Produkte vergangen.

Ein Tablet hat zwar seinen Daseinszweck in den letzten Jahren unter Beweis gestellt, bietet aber keinen Mehrwert, den ein anderes Gerät neben weiteren Faktoren ebenfalls bietet. Folglich könnten Verbraucher ihre Kaufentscheidung in nächster Zukunft zu Ungunsten von Unterhaltungsgeräten treffen. Dieser Trend könnte bis ins Jahr 2022 anhalten, dann rechnen die Marktforscher mit einem neuerlichen kräftigeren Wachstum. Dieser könnte dann bei rund 4% liegen.

In einer weiteren Meldung hatten wir bereits über den Rückgang der Verkäufe von Smartphones berichtet, hier kommt Apple allerdings recht gut weg.

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Roman van Genabith
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12 Kommentare zu dem Artikel "iPads nicht lebenswichtig: Covid-19 lässt dem Kaufwunsch nach Tablets die Luft ab"

  1. allex2 3. Juni 2020 um 20:38 Uhr ·
    Schwachsinn
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  2. AppleJuenger 3. Juni 2020 um 20:44 Uhr ·
    Die Leute halten nachhaltig ihr Geld zurück, so ziemlich alle Branchen sind betroffen 🤷‍♂️
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  3. Lucario 3. Juni 2020 um 20:48 Uhr ·
    Vor kurzem wurde berichtet, dass es zu massenhaften iPad Käufen kam und jetzt ist es auf einmal unwichtig?🤔
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    • SirStephen 3. Juni 2020 um 20:58 Uhr ·
      Irgendwas müssen sie doch alle schreiben
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      • Gutter, Hans 3. Juni 2020 um 22:16 Uhr ·
        Betonung auf „irgendwas“.
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  4. Danieln88 3. Juni 2020 um 22:16 Uhr ·
    Gerade noch eins gekauft 🤷🏼‍♂️
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  5. Crackers 3. Juni 2020 um 22:40 Uhr ·
    Kann es nicht irgendwie egal sein wann oder was jemand zu welcher Zeit kauft oder nicht, gibt viele Menschen die haben andere Sorgen als sowas
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  6. gast22 3. Juni 2020 um 22:47 Uhr ·
    „Der kalifornische Konzern hat einem Bericht von BusinessKorea zufolge nämlich den Hersteller LG Display gebeten, die für iPads benötigten Panels schneller zu liefern. Das südkoreanische Unternehmen hat deshalb die Produktion hochgefahren und lastet derzeit die Bänder in seinen Fertigungsstätten voll aus. Hintergrund ist laut dem monatlich in Seoul erscheinenden Wirtschaftsmagazin die steigende Nachfrage nach iPads im Zuge der COVID-19-Pandemie. Diese wird insbesondere in Südostasien durch die damit in Verbindung stehende Ausweitung etwa von Homeschooling oder der Arbeit im Homeoffice beflügelt. “ MacTechNews, heute um 15:10 Mehr braucht man dazu nicht sagen…..
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    • Roman van Genabith 3. Juni 2020 um 22:49 Uhr ·
      Oh das sehe ich ganz anders:) über diesen Umstand hatten wir vor einigen Tagen auch berichtet, ich selbst habe die Meldung geschrieben, und wenn man sie liest, stellt man fest, dass sich hier kein Widerspruch ergibt.
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  7. farpian 4. Juni 2020 um 08:49 Uhr ·
    Wie wird man eigentlich Marktforscher? Nix können und dafür Geld bekommen will ich auch!
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  8. Blub 4. Juni 2020 um 12:29 Uhr ·
    Zum Glück bekommen wir jetzt 3% Mehrwertsteuer geschenkt und können uns jetzt alle davon ein iPad leisten. Mal im Ernst, es mag sein dass es hier und da erhöhten Bedarf an Tablets gab, in der Summe werden die Verkäufe aber bestimmt zurückgehen. Wer in Kurzarbeit ist wird kein iPad und Co. kaufen genauso wenig wie andere Dinge die viel Geld kosten. Die beschlossene Mehrwertsteuer Senkung ist echt ein Witz und fördert nur wieder die, die sowieso genug haben. Kurzarbeit kann im schlimmsten Fall auch anschließende Arbeitslosigkeit bedeuten. Wäre ich in Kurzarbeit würde ich definitiv nichts großes kaufen. Kurzarbeit bedeutet einen Gehaltsverlust von bis zu 40%, wer soll da noch Autos und Apple kaufen? Die hätten besser den Kurzarbeitern geholfen anstatt die Mehrwertsteuer zu senken. Ich bin zwar nicht betroffen kann aber deren Lage sehr gut nachvollziehen. Was ist mit denen die Häuser gekauft haben? Da ist in ganz vielen Fällen kaum Geld da um Monate zu überbrücken. Da wird noch einiges auf die Leute zukommen, an Luxusgütern wir meist zuerst gespart.
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  9. Ichbins 4. Juni 2020 um 17:40 Uhr ·
    Naja – der Vergleich hinkt halt irgendwie. Klar wird es zukünftig weniger Käufe von Dingen geben, die nicht zum Alltagsbedarf gehören, aber wieso nun gerade das ipad dabei ganz vorne stehen soll, erschließt sich mir nicht. Ein neues ipad ist immer noch günstiger als ein neues iphone oder ein neuer TV oder ein Notebook – ist natürlich abhängig von der Lebenssituation, aber so weit hinten sehe ich das ipad nicht.
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