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iOS 18 Siri Thumb

3. März 2026

Roman van Genabith

Für Gemini-Siri: Apple bittet Google um KI-Server

  • Apple bittet Google um Serverkapazität für Siri.
  • In Cupertino befürchtet man eine drohende Überlastung eigener Systeme, sobald die verbesserte Siri mit KI-Funktionen startet.
  • In den vergangenen Jahren wurde nur sehr zurückhaltend in den Ausbau der eigenen Cloud-Infrastruktur investiert, das rächt sich jetzt.

Apple prüft offenbar eine engere Zusammenarbeit mit Google bei der Weiterentwicklung von Siri. Wie The Information berichtet, hat der iPhone Konzern Google gebeten zu untersuchen, ob Server in Apples Rechenzentren eingerichtet werden können, um eine künftige, auf Gemini basierende Version von Siri zu betreiben.

Derzeit verarbeitet Apple komplexere KI Anfragen über das System Private Cloud Compute. Dabei kommen firmeneigene Server mit Apple Silicon Chips zum Einsatz. Nach Angaben des Berichts ist die Auslastung dieser Infrastruktur bislang vergleichsweise gering. Im Durchschnitt werden demnach nur rund zehn Prozent der Kapazitäten genutzt, einige für das KI System vorgesehene Server seien noch gar nicht installiert. Mit der Einführung einer leistungsfähigeren Siri Generation könnte der Bedarf an Cloud Rechenleistung jedoch deutlich steigen.

Apples interne Cloud Infrastruktur unter Druck

Dem Bericht zufolge hat Apple über Jahre hinweg vergleichsweise zurückhaltend in den Ausbau eigener Cloud Kapazitäten investiert. Diese Haltung soll unter anderem dazu geführt haben, dass erfahrene Cloud Spezialisten das Unternehmen verlassen haben. Auch die bestehende KI Infrastruktur sei zeitweise veraltet gewesen, während ältere Nvidia basierte Server außer Betrieb genommen wurden.

In Kombination mit Kostendruck habe Apple verstärkt auf externe Anbieter wie Amazon zurückgegriffen. Gleichzeitig blieb der Fokus des Unternehmens stark auf Hardware und Endgeräte gerichtet, während unterstützende Cloud Technologien weniger Priorität erhielten.

Annäherung an Google Cloud

Lange Zeit untersagte Apple seinen KI Ingenieuren die Nutzung von Googles Cloud Technologien aus Datenschutzgründen. Der für Software zuständige Manager Craig Federighi habe Google Cloud wiederholt als Option abgelehnt. Erst nach Anpassungen an Googles Sicherheitsarchitektur im Jahr 2023 habe Apple begonnen, Teile seiner KI Workloads über Googles Infrastruktur abzuwickeln.

Ein weiteres Problem betrifft laut Bericht die technische Auslegung von Private Cloud Compute. Die eingesetzten Chips wurden ursprünglich für Consumer Geräte entwickelt und sind nicht speziell für große KI Modelle optimiert. Zudem gelten Updates der Server als vergleichsweise aufwendig. Für anspruchsvolle Modelle wie Gemini seien diese Systeme daher nur eingeschränkt geeignet.

Technische Infrastruktur für neue Gemini-basierte Siri muss jetzt Google-kompatibler werden

Vor diesem Hintergrund will Apple offenbar sicherstellen, dass eine neue, leistungsstärkere Siri Version mit Gemini Technologie reibungslos betrieben werden kann. Die Idee, Google Server direkt in Apples Rechenzentren einzusetzen, soll helfen, einen möglichen Anstieg der KI Nutzung auf iPhone, iPad und Mac abzufedern.

Eine offizielle Bestätigung der Pläne liegt bislang nicht vor. Sollte Apple diesen Schritt gehen, würde man sich damit in eine noch deutlichere Abhängigkeit von Google hinein begeben.

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