Entwickler verärgert: Umgetauschte Apps gehen auf den Geldbeutel

Da staunte Dave Howell nicht schlecht: Der iOS-Entwickler der App Air Display 2 verkaufte Anfang 2015 gute 500 Bildungsversionen seiner Anwendung an einen Kunden. Nun aber – knapp anderthalb Jahre nach dem Verkauf – belastete Apple sein iTunes Konto mit dem Gegenwert und erstattete dem Käufer seinen Kaufpreis zurück. Offenbar hat der Käufer die App einfach wieder „zurückgegeben“. Ein Service, den Apple auf Drängen der EU anbieten muss.

Das Ganze geht leider zu Lasten des Entwicklers, bei 500 Exemplaren, mit einem Kaufpreis zwischen 2 und 8 Euro, nicht ganz unerheblich.

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Howell selbst vermutet bei Twitter, dass irgendein Schulbezirk auf Android umgestiegen ist und die entsprechenden Test-iPads zurückgegeben hat. Auf eine Erklärung seitens Apple wartet der Entwickler vergebens, ebenso blieb eine vorherige Ankündigung aus.

Aufgrund der ausgelösten Twitter-Diskussion berichtete James Owen, ebenfalls iOS Entwickler, von einem ähnlichen Fall. Ihm seien nachträglich die Einnahmen von 900 verkauften Bildungsversionen seiner App belastet worden, wobei er den Käufer nur zufällig herausfand, um das Problem zu lösen.

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Moritz Brünnemann
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26 Kommentare zu dem Artikel "Entwickler verärgert: Umgetauschte Apps gehen auf den Geldbeutel"

  1. smoga1 3. Mai 2016 um 12:57 Uhr ·
    Und was ist jetzt daran so schlimm? Ist doch die logische Konsequenz, wenn ich etwas zurückgebe das Geld zurückbekomme und Apple sich das Geld wiederholt. Oder dachten die Herren Entwickler sie dürften das Geld behalten? Ich seh da keine Probleme oder Gründe sich aufzuregen. Im übrigen hätten die Entwickler für Woche Fälle Rücklagen bilden müssen, das macht man so in der Geschäftswelt
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    • Hans 3. Mai 2016 um 13:25 Uhr ·
      Ja ja klar macht man so in der Geschäftswelt. Gib mal nach 1,5 Jahren ein iPhone zurück und dann mach deine Augen zu dann siehst du was du dafür bekommst.
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      • o.wunder 3. Mai 2016 um 22:26 Uhr ·
        Nach 1,5 Jahren eine Eückgabe mit Erstattung des vollen Kaufpreises! Wo gibt es das sonst? Total ungerechtfertigt. Bei Online Verkäufen hat man. Ur eine Frist von 2 Wochen für eine Rückgabe!
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    • Mirko 3. Mai 2016 um 13:29 Uhr ·
      Naja, Software 1,5 Jahre benutzen und dann zurückgeben ist nun nicht so gängig. Dann könnt ich ja auch meine Programme sobald eine neue Version da ist zurückgeben und das Geld dafür bekommen, oder ;)
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      • Megarush 3. Mai 2016 um 21:40 Uhr ·
        Der Witz ist bei Amazon klappt es teilweise. Gerade bei Händlern die einlagern Lightning Kabel kaputt kein Problem ein Anruf und man bekommt ein neues, der schickt zurück und bekommt das Geld. Der Händler oder Entwickler ist Amazon als auch apple egal, Hauptsache der Kundeist zufrieden,
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    • :) 3. Mai 2016 um 14:38 Uhr ·
      Du bist bestimmt auch so einer, der denkt, dass Apps in 5 min gemacht sind und die Entwickler eigentlich kein Geld verlangen sollten…diese „Ich geb alles zurück“ Einstellung ist schon auf große Zeit gesehen echt blöd.
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  2. Mirko 3. Mai 2016 um 12:58 Uhr ·
    Vor allem scheint es ja so zu sein, dass der Entwickler die vollen 100% tragen muss und Apple seine 30% behält. Wenn das wirklich der Fall sein sollte wäre es eine noch größere Frechheit Seitens Apple. Aber auch so ist das ein absolutes NoGo von Apple…
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    • Sascha 3. Mai 2016 um 13:30 Uhr ·
      Wieso soll Apple den Rückerstatten Betrag tragen? Apple ist nur das Warenregal und wurde von der EU zu diesem Mist gezwungen, also ist es doch logisch das Apple als Anbieter des Hostingplatzes die Rückerstatten Kosten dem wieder abzieht der auch das Geld bekommen hat. Immer dieses Affentheater.
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      • Mirko 3. Mai 2016 um 13:43 Uhr ·
        Beispiel: – der Entwickler verkauft Apps für 100 EUR – Apple bekommt davon 30 und dem Entwickler bleiben 70 EUR – nach 1,5 Jahren gibt einer die Apps zurück und der Entwickler muss 100 EUR zahlen – somit entgeht ihm nicht nur die Einnahmen von 70 EUR, nein er muss auch noch 30 EUR drauf zahlen… also macht er ein Minus von 30 EUR -> Apple aber behält die Einnahmen aus dem Verkauf… …ist das gerecht?
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      • smoga1 3. Mai 2016 um 14:14 Uhr ·
        Ja ist gerecht, weil die 30% für die Dienstleistug anfällt, also das bereitstellen der App, Übernahme des Zahlungsverkehrs und die Weiterleitung an den Entwickler der gekauften App. Wenn der User die App zurückgibt, weil es laut EU sein Recht ist, dann kann Apple ja nichts dafür, die Dienstleistung hat Apple ja erbracht, unabhängig davon ob die App zurückgegeben wird, oder eben nicht
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      • Äppler 3. Mai 2016 um 15:31 Uhr ·
        Die Bereitstellung der App im App Store wird über den Entwickleraccount geregelt dort muss man auch bezahlen (dafür( gerecht ist das nicht
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  3. Tito1 3. Mai 2016 um 13:32 Uhr ·
    Nach einem Zeitraum von anderthalb Jahren ein absolutes no Go! Hier muss es eine Frist von vier Wochen geben, oder so. Außer evtl nach nicht funktionierenden Updates, welche die App unbrauchbar werden lassen oder so.
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    • iPadator 3. Mai 2016 um 13:45 Uhr ·
      Ich dachte das die Frist 14 Tage beträgt. War zumindest bei mir immer so.
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      • Apple Fan 3. Mai 2016 um 15:16 Uhr ·
        Nein es sind 9 Monate
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      • Mirko 3. Mai 2016 um 16:53 Uhr ·
        @Apple Fan: 90 Tage (3 Monate) ;)
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    • Mirko 3. Mai 2016 um 13:54 Uhr ·
      Dann könnte man ja sein altes iPhone zurückgeben, wenn es aufgrund einer neuen iOS Version nicht mehr benutzbar ist ;D Der Gedanke gefällt mir :D
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  4. bmbsbr 3. Mai 2016 um 13:35 Uhr ·
    1 1/2 Jahre die app benutzen und dann zurück geben und Geld erhalten. Nettes EU-Ding. Kommt bestimmt bald auch für mp3, Kinobesuche und Getränke.
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    • Thomas 3. Mai 2016 um 14:21 Uhr ·
      Oder Steuern.
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    • Xy 3. Mai 2016 um 15:53 Uhr ·
      100% kommt es bei der Musik- und Filmindustrie nicht. Sonst wäre es ja wieder gerecht… ?
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      • Megarush 3. Mai 2016 um 21:43 Uhr ·
        Müsste man mal in iTunes Store ausprobieren, warum sollte es nicht funktionieren und nur im AppStore
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  5. Peter Birnenkuchen 3. Mai 2016 um 14:16 Uhr ·
    Absolut nicht okay sowas. Dass die EU sowas zulässt, zeigt wieder mal, was für Trottel das Sagen haben. Dann sollte man über eine Leihgebühr oder sowas nachdenken. Microsoft macht das doch mit dem Office 365, falls ich das richtig mitbekommen habe. Aber wie auch immer, so ist das ja ein schlechter Witz. Immerhin wurde eine Leistung in Anspruch genommen, das sollte auch vergütet werden. Man muss sich da echt was einfallen lassen. Vielleicht immer nur die Basissoftware günstig herausgeben und dann mit den Inappkäufen kombinieren.
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  6. Mirko 3. Mai 2016 um 14:29 Uhr ·
    Warum wird hier eigentlich auf EU Recht verwiesen? Die Apps wurden in den USA gekauft und wieder zurückgegeben ;)
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  7. Mirko 3. Mai 2016 um 14:31 Uhr ·
    „…Der Konzern spricht in den Bedingungen für iOS-Entwickler nur von einer Rückgabefrist von 90 Tagen…“ -> auch sehr interessant ;)
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  8. Phillip 3. Mai 2016 um 14:37 Uhr ·
    Schade das ich meine alten ps4 spiele nicht zurück geben kann nachdem ich sie durchgespielt habe ?
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  9. Apple Tom 3. Mai 2016 um 14:46 Uhr ·
    Ich dachte diese Rückgabe Geschichte geht nur 2 Wochen ?? Also 14 Tage ??
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  10. inu 4. Mai 2016 um 04:18 Uhr ·
    GEILLL!!: am Ende ALLE Apps kostenfrei! ES LEBE DIE EU! :->
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