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War politisch motiviert: Apples seltsame Argumentation gegen Wettbewerbsstrafe

Gericht Symbolbild

Apple wirft der französischen Wettbewerbsaufsicht vor, mit einer Milliardenstrafe hauptsächlich ein politisches Statement setzen zu wollen. Diese hatte die Geldbuße gegen Apple verhängt, nachdem sie zu der Ansicht gekommen war, dass Apple den Wettbewerb zwischen Wiederverkäufern von Apple-Produkten durch erpresserische Taktiken habe einschränken wollen. Die Verteidigung von Apple wirkt angesichts der Klarheit der Vorwürfe aus Frankreich blass.

Apple hat seine Verteidigung gegen eine Entscheidung der französischen Wettbewerbsaufsicht vorgebracht. Diese hatte vergangenes Jahr eine rekordverdächtige Strafe in Höhe von 1,1 Milliarden Euro gegen Apple verhängt.

Der Grund: Die Behörde sah es als erwiesen an, dass Apple den Wettbewerb unter Verkäufern und Einzelhändlern, die Apple-Produkte führen, massiv beeinflusst hatte. Indem man Unternehmen, die Apples Preisempfehlungen unterbieten wollten, den Ankauf von Großhandelsbeständen verweigert hatte, habe Apple für eine Art de facto-Preisabsprache bei Apple-Produkten gesorgt, so die Behörde. Wer nicht Apples Preise verlangt, bekommt keine Lieferungen mehr, so soll Apple zum Nachteil des Kunden auf dem französischen Markt gewirkt haben.

Apple bringt seltsame Verteidigung vor

Während diese Anschuldigung recht klar ist, wirkt die Verteidigung, vorgetragen von Apples Unternehmensanwältin Melanie Thill-Tayara, wenig stichhaltig. Der Behörde sei es hauptsächlich darum gegangen, einen prominenten Schlag gegen einen GAFA zu führen, damit gemeint sind die vier Tech-Giganten Google, Apple, Facebook und Amazon. Einzig um zu zeigen, dass man es auch mit Big Tech-Konzernen aufnehmen könne, habe die Autorité de la Concurrence eine völlig überzogene Strafzahlung verhängt, schreibt die Agentur Bloomberg. Ob das Pariser Berufungsgericht auf diese Argumentation einsteigt, ist denkbar zweifelhaft. Schon ein US-Gericht würde wahrscheinlich mit Skepsis auf diese Rhetorik reagieren, dass ein Pariser Gericht dem Vorwurf der politischen Entscheidungsfindung einer französischen Behörde folgt, ist kaum wahrscheinlich.

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Roman van Genabith
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4 Kommentare zu dem Artikel "War politisch motiviert: Apples seltsame Argumentation gegen Wettbewerbsstrafe"

  1. Torro 5. November 2021 um 20:48 Uhr ·
    „Während diese Anschuldigung recht klar ist…“! Ich kann auch jemanden beschuldigen, aber wenn ich keine klaren Beweise habe…🤔
    iLike 2
  2. Mark 6. November 2021 um 08:18 Uhr ·
    Vielleicht geht es bei der Verteidigung ja auch nur um die Höhe der Strafe, die als unverhältnismäßig gesehen wird!? Und diese (Geldsumme) wiederum könnte durchaus politisch motiviert sein.
    iLike 2
  3. sonnydc43 7. November 2021 um 03:47 Uhr ·
    Warum erfährt man eigentlich nicht das fortnite auch im playstore gebannt wurde??dachte das wäre nur beim AppStore der Fall
    iLike 0
  4. Gast1 8. November 2021 um 13:39 Uhr ·
    Mark…. na klar ist das politisch motiviert , die sind so gut wie Pleite und brauchen jeden Euro. Ähnlich der EU die so gern die Milliarden aus Steuernachzahlungen von Apple gehabt hätten , nix geworden. Die Gier nach Geld ist schon sehr ausgeprägt bei Politikern. Wir bekommen das gerade schön fett serviert in Form der Energiepreise und das max. ist noch lange nicht erreicht.
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