Einzelhandel: Flexible Öffnungszeiten sollen Händler retten

Einem Bericht der Ruhrnachrichten zufolge warnt der Deutsche Städte- und Gemeindebund vor der Schließung dutzender Geschäfte in den Innenstädten. Schuld daran ist der Onlinehandel, da sämtliche Produkte vermehrt online gekauft werden. Zudem erklärt Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Verbandes: „Leere Schaufenster in unseren Innenstädten führen zu einer Abwärtsspirale, die Zentren verlieren an Attraktivität“. 

Um dem entgegenzuwirken sollen die Öffnungszeiten angepasst werden, da der Onlinehandel rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, geöffnet hat. Einzelhändler vor Ort sollten demnach zum „Erlebniskauf“ anregen, damit sind zusätzliche Angebote wie Kinderbetreuung oder ausgefallene Verkaufsaktionen gemeint.

Bad Hersfeld_Innenansicht_ mit_Amazon_Logo

Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt vor dem Problem. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth bestätigte gegenüber den Ruhrnachrichten: „Vor allem kleine und mittelständische Händler geraten immer mehr unter Druck. Bis 2020 könnten in der Folge des Strukturwandels bis zu 50 000 Standorte vom Markt verschwinden.“ Einen Lichtblick für den Einzelhandel gibt es aber nach wie vor, denn bei Einkäufen oberhalb der 500 Euro legten die Deutschen nach wie vor Wert auf eine persönliche Beratung, gerade dann, wenn es um größere Käufe wie Möbel oder Elektrogeräte geht. Darüber hinaus legt jeder zweite Verbraucher Wert darauf, die Waren vor dem Kauf auch auszuprobieren.

 

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Moritz Brünnemann
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33 Kommentare zu dem Artikel "Einzelhandel: Flexible Öffnungszeiten sollen Händler retten"

  1. Kicki Le Puf 30. Dezember 2015 um 17:32 Uhr ·
    Who cares.
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  2. Kasimir 30. Dezember 2015 um 17:41 Uhr ·
    Warum darf in Deutschland nicht jeder seinen Laden so lange öffnen, wie er will?
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    • ixxi 30. Dezember 2015 um 21:04 Uhr ·
      Du arbeitest sicher nicht im Einzelhandel, oder? Dann möchte ich dich mal sehen, als Verkäufer in einem der netten Elektronikfachmärkte, wenn Du dann nach 22:00 Uhr dem Kunden freundlich gegenüber stehst, ihm die Vorzüge eines iPhones klarmachst, während deine Kumpels abends auf Tour gehen. Für mich gibt es nichts schöneres als eine kompetente Beratung und ein anschließender Kauf in einem Fachmarkt. Wenn der Preis dann etwas höher ist als in irgendeinem Onlineversandhaus ist mir das völlig schnuppe. Vor allem sind Garantieabwicklungen wesentlich einfacher vor Ort. Dafür zahle ich gerne auch etwas mehr, wenn ich einem ortsansässigem Einzelhändler unterstützen kann. Ich bin allerdings auch eine andere Generation die das persönliche Gespräch noch schätzt.
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      • Stefan 30. Dezember 2015 um 22:21 Uhr ·
        Ich muss auch im Schichtdienst arbeiten. Warum nicht ein Verkäufer im Einzelhandel?
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      • Tirolerin 30. Dezember 2015 um 23:08 Uhr ·
        Du wolltest deinen schicht dienst bzw. hast es gewusst als Du den Beruf gewählt hast. Ich nich Als ich 1988 mit der ausbildung begonnen habe. Da waren die Öffnungszeiten noch so dass man ein Familienleben hat. 9-18:30. das würde doch auch reichen. Und viele lassen sich beraten und gehen dann heim und bestellen online. Wenn man nicht kauf solten beratungen was kosten . Die Beamten lassen doch Freitags Mittags ihren Kulli fallen. Die sollten mal samstags offen haben. Nicht immer nur der Einzelhandel.
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      • Kasi 30. Dezember 2015 um 23:17 Uhr ·
        Ich bin Dienstleister und arbeite an 7 Tagen der Woche. Gott sei dank, darf ich mein Geschäft öffnen, wann ich will. Ein paar Feiertage ausgenommen.
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      • Grm 30. Dezember 2015 um 23:30 Uhr ·
        Weil es die Lebensqualität senkt. Insgesamt sollte man den Einsatz von Schichtdiensten dort reduzieren, wo er nicht nötig ist. Es gibt eben Berufe, wo es nicht anders geht.
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      • Einfachkoch 30. Dezember 2015 um 23:34 Uhr ·
        Und wo war jetzt die Erklärung zu seiner Frage, weshalb nicht jeder sein Geschäft öffnen kann wie er will!? Ich bin seit fast 20 Jahren Koch und seit 2 Jahren Selbstständig. Es ging mir schon früher gegen den Zeiger, wenn der typische Deutsche seine heiligen Sonntag feierte oder eben um Schlag 18/20 Uhr den laden schloss! Das mit den Kumpels ist doch ein alter Hut und kommt von Leuten die sich noch nie sinnvoll mit dem Thema beschäftigt haben. Denn geht man in eine Großstadt in Asien bspw. so findet man Einkaufszentren die ebenso rund um die Uhr geöffnet Und jetzt kommt der Knaller, dadurch eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten und Bedürfnisse für Kinderbetreuung, Banken, Dienstleister etc. Ich staune das sie jetzt versuchen ihren Ar…. Hoch zu bekommen, wo ihnen die Sch…… bis zum Hals steht!
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      • Samy 31. Dezember 2015 um 00:37 Uhr ·
        Danke an @einfachkoch . In der Gastronomie ist es Gang und Gebe das Lange und oft offen ist! Wenn das Geschäft bis 0 Uhr offen hat, dann arbeitet eine Spätschicht hier. Warum soll diese nicht motiviert sein?
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      • Flo 31. Dezember 2015 um 09:11 Uhr ·
        Wo gibt es eine schneller und/oder kulantere Garantieabwicklung als bei Amazon?
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      • Einfachkoch 31. Dezember 2015 um 23:31 Uhr ·
        @Tirolerin Wenn diese bescheidenen Öffnungszeiten gänzlich abgeschafft wären und sich jegliche Dienstleistung sowie Geschäft auf 24h einpendeln würde, dann ist auch dein Argument obsolet. Denn dann fängst du eben erst um 15Uhr an, wenn du bis Mitternacht arbeitest. Und dein Familienleben könntest du davor haben, so machen wir Gastronomen das ja auch. Und nein, unseren Schichtdienst haben wir nicht gekannt als wir uns mit 16/17 Jahren eine Ausbildung suchten
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      • TNCW 2. Januar 2016 um 15:14 Uhr ·
        @Tirolerin Beamte sitzen nicht nur hinter Schreibtischen, sie arbeiten u.a. auch für schwerkranke Menschen in Spitälern, und das rund um die Uhr auch an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen…und sie müssen damit auch klarkommen! Also bitte schmeiß nicht alle in einen Topf!!!
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      • Wolfgang 2. Januar 2016 um 22:00 Uhr ·
        TNCW wo lebst du denn, in krankenhäuser sitzen keine beamte. Die sitzen in amtsstuben und arbeiten nur 3 tage die woche. Ich habe noch keinen beamten gesehen der einem kranken oder pflegefall den arsch abputzt.
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  3. Nicolai 30. Dezember 2015 um 18:28 Uhr ·
    Also ich versuche inzwischen bewusst wieder etwas mehr im Geschäft einzukaufen, um einfach die Beratung die ich nicht vermissen möchte zu belohnen aber nur wenn mir der Preisunterschied das wert ist und das ist leider echt schwer…
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    • Einfachkoch 30. Dezember 2015 um 23:37 Uhr ·
      Gebe ich dir schon recht, aber oft genug wird man auch vom Einhelhandel in unserm Land immer wieder enttäuscht.
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      • Informatigger; 31. Dezember 2015 um 01:58 Uhr ·
        Das kenne ich :) Ich habe einfach zu oft eine schlechte Beratung im Einzelhandel bekommen (wurde auch teilweise von Verkäufern angelogen) und kaufe deshalb kaum noch in Fachgeschäften ein. Wenn sie Kunden behalten wollen ist lügen nicht die beste Taktik :/ Informationen über ein Produkt bekomme ich durch verschiedene Quellen im Internet viel schneller. Ich brauche niemanden der mir zusätzlich zum Gerät noch eine Versicherung aufschwatzt.
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      • Einfachkoch 31. Dezember 2015 um 23:36 Uhr ·
        Einmal das m, oder auch eine pampige Aussage weil jemand offenkundig keine. Bock hat! Das sollte mir mal bei einem Gast passieren, dann ist das Geshrei auf jeden gängigen Bewertungsportal im iNet groß und ich bin ganz schnell meinen Job los. Aber der Einzelhandel darf natürlich auf eine Nachfrage, ob man eine Anzughose auch in 50/52 (Männergrosse) hat, mit den Worten antworten… „Man führe keine Übergroßen!“
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  4. Fischer5182 30. Dezember 2015 um 19:09 Uhr ·
    „Erlebniskauf“ wird es, wenn der Preis deutlich höher ist als der Online Preis UND/ODER der Laden die gewünschte Wäre garnicht da hat und man 100 Läden abklappern muss um den gewünschten Artikel zu bekommen. Zudem noch 100te km fahren muss…dann lieber gleich online!
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    • Fischer5182 30. Dezember 2015 um 19:11 Uhr ·
      Ware…es soll Ware heißen ;)
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      • Electrical 30. Dezember 2015 um 20:31 Uhr ·
        Nerv nicht
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      • Fischer5182 30. Dezember 2015 um 21:07 Uhr ·
        Was hast du denn für ein Problem?
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  5. Student 30. Dezember 2015 um 19:30 Uhr ·
    Gutes Thema für die Bachelorarbeit.
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    • Hagen 31. Dezember 2015 um 13:13 Uhr ·
      ???
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  6. inu 30. Dezember 2015 um 19:35 Uhr ·
    So lange der Autoverkehr in den Zentren (weiter) behindert wird, werden diese auf jeden Fall (weiter) an Attraktivität verlieren. Warum sollte ich denn dort kaufen, wo ich schlecht, und/oder teuer, bis überhaupt nicht parken kann?: Da orientiere ich mich doch lieber gleich anders – und zwar generell!
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  7. Jonas 30. Dezember 2015 um 20:43 Uhr ·
    Es sollte viel mehr zuhause verkauft werden, wie auf Tupperpartys. Das klappt inzwischen mit Schmuck, Haushaltsreinigern, Staubsaugern, Tupperware, Kerzen, Sex-Toys usw. da ist noch viel Potential! Nirgendwo kauft man so gut beraten, wie zuhause im eigenen Wohnzimmer.
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    • ikarlin 30. Dezember 2015 um 21:28 Uhr ·
      Und du bist dann derjenige, der die ganzen Flat-Screens in die Wohnungen/Häuser trägt?
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      • Michael 30. Dezember 2015 um 22:47 Uhr ·
        Oder Möbel :D Stell dir vor, sie bringen dir 5 verschieden Sofas zum „probieren“ mit :D
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  8. Megarush 30. Dezember 2015 um 21:33 Uhr ·
    Parkhausgebuehren, parkplatzsuche, unfreundliche Verkäufer Achtung Kunde droht mit Kauf, Fehlberatung, Widerruf/Umtausch nicht selbstverständlich, oft höhere Preise, schon oft gehabt, das der Artikel vor Ort nicht vorrätig war. Man sollte vielleicht nicht die Öffnungszeiten ändern, sondern auch an obige Gründe, man muss halt ein Mehrwert haben gegenüber dem onlinehandel, denn der Kunde ist bequem, und bei Same Day Lieferung hat der örtliche Händler sicher noch ein Problem mehr. Dennoch sehe ich es auch, dass der Händler vor Ort unterstützt werden sollte. Es kann ja nicht sein, dass der große Amerikaner demnächst alles liefert und eine Monopolstellung hat. Ich kaufe ganz bewusst auch auf anderen Plattformen oder Shops
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  9. Sven 30. Dezember 2015 um 21:57 Uhr ·
    So lange längere und/oder flexiblere Öffnungszeiten zu mehr Beschäftigung führt, soll mir das recht sein! Aber es in Deutschland führt es eher dazu, dass die vorhandenen Arbeitskräfte über eine dann längere Öffnungszeit gestreckt werden und die Qualität der Beratung (aufgrund längerer Wartezeiten) noch mehr leidet. Was wieder mehr Konsumenten in den onlinehandel treibt. So lange deutsche Arbeitgeber in Angestellten nur einen Kostenfaktor sehen und ihn/sie nicht als Chance begreifen, wird sich daran auch nichts ändern. Völlig egal wie die Öffnungszeiten sind. Mein Vorschlag: Gebt die Öffnungszeiten komplett frei, 24/7 ABER nur, wenn zu jeder Sekunde der Öffnungszeit mindestens 75% des Personals UND eine beschlussfähige Geschäftsführung anwesend ist.
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    • Grm 30. Dezember 2015 um 23:36 Uhr ·
      Warum sollte man 24/7 freigeben? Da bedeutet, dass die Angestellten zu mehr Zeiten arbeiten müssen. Nutzt das jemanden? Nein. Ebenso ist es schon jetzt überflüssig, dass an manchen Sonntagen geöffnet werden kann. Braucht keiner. Es gibt Berufe, die am Sonntag arbeiten müssen – z.B. Ärzte, Krankenschwestern, Pfarrer usw. – aber das sollte immer eine Ausnahme bleiben. Nur, weil man nachts um 4 Uhr etwas bei Amazon bestellt, heißt es nicht, dass man zu der Zeit einkaufen fahren würde. Der Einzelhandel strauchelt eher an unfreundlichen und unqualifizierten Angestellten, ebenso an überteuerten und knappen Parkplätzen. Nachdem man alle Informationen gegooglet hat, weil man eh falsch beraten wird, fährt man bestimmt nicht zum Kaufhaus, zahlt dort eine höhere Parkgebühr als das Paket kostet und kauft dort das Produkt.
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  10. Devil97 31. Dezember 2015 um 00:13 Uhr ·
    Völliger Blödsinn, es würde sich nix ändern. Abgesehen davon kosten längere Öffnungszeiten nur mehr Geld. Dagegen kann das Geld eines Käufers trotzdem nur einmal ausgegeben werden. Der kauft deshalb nicht mehr. Und höchstwahrscheinlich auch trotzdem weiter online.
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  11. Samy 31. Dezember 2015 um 00:46 Uhr ·
    Ich erinnere nur an die Zeit als Geschäfte noch montags ganz und Mittwochs Mittags zu hatten. 18 Uhr war eh Schicht. Ein Aufschrei ging durch die arbeitende Gesellschaft als auf einmal Mo-Sa 7-20 Uhr offen war. Oder Rewe gar bis 24 Uhr! Und jetzt ? Geht mal an egal welchem Tag um 23Uhr zu Rewe…. Die Läden sind zumeist voll! Es wird genutzt. Und es gibt auch Leute die lieber abends arbeiten! Ich finde das sollte freigegeben werden. Oder der „heilige“ Sonntag gilt für alle. Aber wenn das „Goldene Lamm“ am Sonntag zu hat ist das Theater groß…..
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  12. Voldemort 2. Januar 2016 um 12:14 Uhr ·
    U guys r lifeless
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