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15. Dezember 2025

Patrick Bergmann

Der Personalausweis kommt auf das iPhone: So ist der Zeitplan

Die aktuelle Bundesregierung unter der Führung von Friedrich Merz hat laut letzten Umfragen einen maximal schweren Stand bei den Bürgern. Zu viel Bürokratie, zu planlos und im Hinblick auf Digitalisierung trotz extra eingeführtem Bundesministerium noch immer zu behäbig. Doch genau an dieser Stelle gibt es eine kleine, aber feine Änderung. 

Kommt im Januar 2027

Ab dem 2. Januar 2027 sollen sich Bürgerinnen und Bürger in Deutschland erstmals vollständig per Smartphone ausweisen können. Darauf hat CDU-Digitalminister Wildberger in der ZDF-Sendung „Deutschlands Bürokratiehürden – Schaffen wir die digitale Wende?“ hingewiesen.

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Eine bundesweit nutzbare Lösung für digitale Ausweisdokumente rückt damit erstmals konkret in Sichtweite, welche jedoch mit einigen Hürden in der Praxis verbunden sein dürfte. Hinter dem Zeitplan steckt auch eine EU-Vorgabe: Alle Mitgliedstaaten sind verpflichtet, bis Ende 2026 eine digitale Identitäts-Wallet bereitzustellen. Der nun genannte Starttermin Anfang 2027 passt somit ins Bild.

Bund arbeitet an neuer Insellösung

Zum Start soll eine digitale Brieftasche des Bundes zur Verfügung stehen. In dieser sollen zunächst Personalausweis, Führerschein, Fahrzeugschein und Versicherungskarten gespeichert werden können. Weitere Dokumente will man schrittweise ergänzen. Die Wallet ist als besonders sichere Plattform vorgesehen und soll zahlreiche Prozesse vereinfachen – darunter die Identifikation bei Banken, die Eröffnung von Konten, der Abschluss von Mobilfunkverträgen oder andere digitale Behördengänge.

Kritik an separater App statt Wallet-Integration

Trotz der grundsätzlich positiven Entwicklung gibt es aus unserer Kritik am geplanten Ansatz. Offenbar setzt Deutschland erneut auf eine eigene App mit separater Infrastruktur, statt die Lösung direkt in Apple Wallet oder Google Wallet zu integrieren. Beide Plattformen sind weitverbreitet, technisch ausgereift und bereits auf digitale Ausweise vorbereitet. Ein paralleles System bringt mehrere Nachteile mit sich:

  • höherer Entwicklungs- und Wartungsaufwand
  • geringere Nutzerfreundlichkeit
  • mögliche Akzeptanzprobleme durch mehrere Wallets auf einem Gerät.

Gerade für Nutzer von iPhone und Android-Geräten wäre eine direkte Integration in die bestehenden Wallet-Systeme der naheliegendere und deutlich komfortablere Schritt gewesen. Nicht zuletzt muss man die Kosten im Auge haben, die 2027 irgendwo in den Bundeshaushalt untergebracht werden müssen.,

 

24 Gedanken zu „Der Personalausweis kommt auf das iPhone: So ist der Zeitplan“

  1. Ja, ABER: Die bestehenden Wallet-System sind US-Lösungen und beruhen auf US-Plattformen. Da habe ich arge Bedenken. Wenn es schon keine europäischen Lösungen gibt, ist dieses wohl der einzige mögliche Weg.
    • Aber nur solange, wie eine US-Regierung nicht plötzlich den Stecker für europäische Nutzer zieht oder von Apple/Google verlangt alle Wallet Daten (inclusive Nutzung) offenzulegen….. Unwahrscheinlich? Naja, hätte früher auch gedacht, dass die USA nie von Europäern verlangen würde sämtliche Email-Accounts und SocialMedia-Profile der letzten Jahre offenzulegen, bevor sie einreisen dürfen (natürlich um die jeweiligen Emails und Posts zu scannen)
      • Die Kritik, nicht alles in die Hände von US-Firmen zu legen, ist absolut berechtigt. Andererseits sagt es sich so leicht, auf einen europäischen Ansatz zu setzen – der in den vergangenen Jahren nicht funktioniert hat oder in Sachen Datenschutz genauso prekär war. Hier sei an die Luca-App erinnert, die ePA entwickelt sich zum Desaster. Offenkundig kann man in Europa solche digitalen Dienstleistungen nicht entwickeln, wo Datenschutz UND Benutzerfreundlichkeit gleich viel Aufmerksamkeit bekommen.
  2. Wo soll da die Digital Offensive sein 🤣. Es gibt fast kein Formular das mit dem ePA funktioniert. Und die Insellösung wird wieder wie beim letzten Versuch scheitern. Außerdem wo soll der Vorteil sein? Zur Person-Identifizierung werden trotzdem die Originalen Dokumente benötigt. Und bei der schlechten IT Sicherheit wird kein Mensch seine Daten da speichern.
      • Wie oft kommt das den vor mein Portmonee wurde schon zweimal geklaut und einmal verloren. Trotz AirTag, der nicht geladen war. LOL Handy noch nie. Und den Pflasterausweis hat man doch zusätzlich sie wollen ja weiterhin Geld verdienen.
  3. Ich glaube das ist ein Zahlendreher mit eigener App kommt es nicht vor 2072 😜 sicherlich macht es am Ende eine US KI da Mann ja unabhängig sein will
  4. Naja der Artikel zeigt, dass der Autor nicht verstanden hat, wie die Implementierung läuft. EUCSS ist viel mehr als eine ID in einer Wallet… und vorallem lässt sich damit das komplette US Oekosystem im Bereich AAA ersetzen.
  5. Wenn ich die Kommentare schon wieder lese… „Handy leer“ oder „Geldbeutel verloren/geklaut“ 1. Wem geht denn 2025 noch der Akku aus?! An jeder Ecke gibt es ein USB-C Kabel und Gen Z (und ihr auch) hat min. zwei Powerbanks dabei. 2. Wie oft verliert ihr bitte euren Geldbeutel? Die digitale Version ist ja einfach nur eine Ergänzung genau für die Personen, die mittlerweile digital sind. Im Gegensatz zu manchen Dinosauriern hier. Genau wegen solchen Denken kommen wir hier einfach nicht weiter mit der Technik durch Ignoranz, Bürokratie und Angst in Deutschland. Es ist zum Schreien.

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