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Chaos und Kultur der Angst: Apple Health in der Kritik

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Apples Gesundheitsinitiative ist offenbar in schwieriges Fahrwasser geraten: Zahlreiche hochrangige Mitarbeiter zeigten sich besorgt und empört über die Zustände bei Apple Health. Sie sprechen von einem repressiven Führungsstil seitens Apple, einige Mitarbeiter verließen die Initiative.

Apples Health-Funktionen für Apple Watch und iPhone haben in den letzten Jahren zweifellos viel gutes bewirkt. Gerade die Apple Watch half unbestritten oft Menschen, teils gefährliche gesundheitliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen, doch Apples Health-Initiative scheint in Turbulenzen geraten zu sein: Seit geraumer Zeit sind kaum noch nennenswerte Fortschritte zu beobachten, der voriges Jahr auf der Apple Watch eingeführte Sauerstoffmesser ist kein medizinisches Produkt – zu ungenau sind seine Messergebnisse.

Diese Stagnation im Hinterkopf, sind einige Aussagen aktiver und ehemaliger Apple-Mitarbeiter fraglos aufschlussreich, die der Business Insider zuletzt aufgriff. Elf teils noch immer im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter sprachen zuletzt über ihre Erfahrungen bei Apple Health, zudem gewähren dutzende interner Dokumente interessante Einblicke.

Danach herrscht ein bedrückendes Klima bei Apple Health. Mehrfach erklärten Mitarbeiter, beobachtet zu haben, wie Kollegen Entscheidungen ihrer Vorgesetzten kritisierten und daraufhin mit beruflichen Sanktionen belegt worden waren.

Beschwerden an Tim Cook und Jeff Williams

Auch äußerten verschiedentlich Mitarbeiter Bedenken über den Umgang mit Gesundheitsdaten von Personen wie Studienteilnehmer bei der Entwicklung von Health-Programmen bei Apple. Übermäßig unter Druck gesetzt, sollen einige Mitarbeiter irreführende Berichte über den Fortschritt von Entwicklungen an COO Williams geschickt haben, der Apple Health verantwortet, klagt etwa Dr. Will Poe in einem Brief an Apple, der zugleich sein Rücktrittsschreiben ist. Auch andere Mitarbeiter suchten den Draht nach ganz oben, um ihre Bedenken zu äußern.

Apple Health mangele es ganz allgemein an einer sinnvollen Strategie, wird von verschiedener Seite erklärt. Aus den Unterlagen geht hervor, dass sich die Situation bei Apple Health seit 2019 kontinuierlich verschlechtert habe, Jeff Williams hat schließlich zu einer Aussprache mit einigen Health-Managern eingeladen, ob oder was dieses Meeting erbracht hat, bleibt jedoch unklar.

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Roman van Genabith
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3 Kommentare zu dem Artikel "Chaos und Kultur der Angst: Apple Health in der Kritik"

  1. Fabio B. 6. Oktober 2021 um 17:05 Uhr ·
    Finde ich schade. Der Health Baustein ist meiner Meinung nach einer der interessantesten in ganz Apple.
    iLike 4
  2. Stanger 6. Oktober 2021 um 20:51 Uhr ·
    Es sollte Blut Messung von Zucker und Blutdruck
    iLike 3
  3. Krustenviech 7. Oktober 2021 um 08:28 Uhr ·
    Das merkt man leider auch an der App. Die Daten zu sammeln ist das eine, sie aber dann richtig zu analysieren und dem User zu präsentieren, damit man was damit anfangen kann das andere. Ich bin schon seit Jahren enttäuscht wie schlecht die Appstruktur ist. Andere wie Garmin machen das angenehmer und präsentieren dem User sinnvolle Daten und Hilfestellungen, wie er diese verbessern und für sich nutzen kann.
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