Arbeitsbedingungen: Zwei Selbstmorde bei Foxconn innerhalb kürzester Zeit

In den letzten 16 Monaten haben sich 14 Arbeiter in den Foxconn-Werken selbst das Leben genommen. Eine erschreckende Bilanz, die Kritiker unlängst zum Aufhorchen bewegt. Jetzt setzten zwei weitere Selbstmorde ein Zeichen.

In dem Foxconn-Standort Zhengzhou werden aktuell Apples iPhone 5 Modelle gefertigt. Es ist die Fabrik, wo zwei junge Arbeiter Selbstmord begangen. Am 24. April stürzte sich ein 24-Jähriger vom Yukang Schlafsaal in den Tod und nur drei Tage später sprang eine 23 Jahre junge Frau nach Feierabend vom zwölften Stock des Gebäudes. Die anderen Arbeiter mussten einen Vertrag unterschreiben, über Selbstmorde in den Medien nicht zu reden. Verschleiern kann Foxconn damit solche Tragödien aber nicht.

Die Arbeitsbedingungen in den Werken sorgen ständig für Negativ-Schlagzeilen. Apple kündigte zwar an, sie zu verbessern, aber zu spüren war davon nicht allzu viel. [PatentlyApple]

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Philipp Tusch
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17 Kommentare zu dem Artikel "Arbeitsbedingungen: Zwei Selbstmorde bei Foxconn innerhalb kürzester Zeit"

  1. Mark 29. April 2013 um 15:50 Uhr ·
    Foxconn kann darauf nicht stolz sein
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  2. Nick 29. April 2013 um 16:20 Uhr ·
    Mal eine kleine Rechung: Laut Wikipedia begehen in Deutschland jährlich ca. 10144 Menschen Suizid (2011). Das sind 12,4 je 100.000 Einwohner. Foxconn hat ca. 1 Millionen Mitarbeiter. 12,4*10 = 124. Heißt also, dass sich nach deutschen Verhältnissen bei Foxconn 124 Menschen jährlich umbringen könnten… Da scheinen die 16 hier fast lächerlich. Damit möchte ich in keinster Weise die Arbeitsbedingungen bei Foxconn schön reden. Nur hört damit auf mit diesen blöden Suiziden pro Jahr zu argumentieren, die angesichts der Größe der Firma einfach kaum eine Aussagekraft haben.
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    • iass 29. April 2013 um 16:25 Uhr ·
      Ist es wirklich so normal für dich das sich Menschen selbst Töten ? In egal welcher Firma auf der Welt, darf sowas nicht einfach mal so passieren !
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      • Nick 29. April 2013 um 17:01 Uhr ·
        Wo genau hab ich geschrieben, dass das normal für mich ist? Das kann ich beim besten willen und auch mit blühnder Fantasie nicht aus meinem obigen Kommentar herauslesen. Das einzige was ich gemacht habe: Ich habe die immer wieder durchgekaute, wiederausgespuckte und gebetsmühlen-artige Wiederholung der Argumentation angezweifelt. Zur Untermauerung habe ich die Daten, die von Foxconn bekannt sind, mit den Statistiken aus Deutschland verglichen: Mit dem Ergebnis, dass die Argumentation, die ALLEIN auf den Suiziden bei Foxconn beruht, kaum Sinn ergibt, da die Zahlen AN SICH noch nichts besonderes darstellen. Der Tod eines Menschen ist immer schlimm, vor allem für die Angehörigen und ich wünsche es keinem auf der Welt, dass sich ein Mensch der einem nahesteht – warum auch immer – umbringt. Das ändert jedoch nichts an dieser Argumentation! Erst recht lasse ich mir nicht in den Mund legen, dass ich die Arbeitsbedingungen bei Foxconn so i.O. sind. Auch das habe ich mit keinem Wort gesagt!
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    • apfel 29. April 2013 um 16:40 Uhr ·
      Das problem ist ja das sie sich wegen den Arbeitsbedingungen umbringen und da kann man ruhig sagen wie wie viele es im jahr sind
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      • Nick 29. April 2013 um 16:56 Uhr ·
        Ja man kann es sagen. Als einziges Argument ist es aber doch ein bisschen mau! Vor allem wenn man die Zahlen (wie oben geschehen) mit anderen Daten vergleicht.
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    • Anton 29. April 2013 um 16:45 Uhr ·
      Und wieso springen sie ausgerechnet dort runter?? Sie könnten ja auch irgendwo anders Selbstmord begehen. Eins ist auf jeden Fall klar: Die Arbeitsbedingungen dort sind schrecklich! Würdest du von Montag bis Samstag STUNDEN irgendwo sitzen, immer nur das gleiche machen und minimales Geld dafür bekommen? Eher nicht… Und wenn sie sich doch aus anderen Gründen umgebracht haben, heißt es lange nicht, dass die Arbeitsbedingungen gut sind.
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      • Nick 29. April 2013 um 16:55 Uhr ·
        Genau aus dem Grund schrieb ich – und ich zitiere dabei meinen obigen Beitrag: „Damit möchte ich in keinster Weise die Arbeitsbedingungen bei Foxconn schön reden.“ Natürlich sind die Arbeitsbedingungen beschissen. Nur sollte man die Argumentation anders aufbauen und nicht ausschließlich auf Zahlen zurückgreifen, die nahezu garkeine Aussage haben!
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      • Genau 29. April 2013 um 19:59 Uhr ·
        Foxconn ist wie eine kleine Stadt , die leben dort.
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    • Big K 29. April 2013 um 19:15 Uhr ·
      ja das ist auch verständlich, ich habe in letzter zeit auch Depressionen bei dem Gehalt das ich bekomme muss 6 tage die Woche arbeiten bekomme grade mal 900-1000€ am Monatsende (Steuerklasse 1) und muss denn ganzen tag Kisten heben (Fahrzeugteile ca.15-20Kg) und Trotzdem Fährt jeder 3er Volkswagen, interessiert ja auch keinen wie die Autos gebaut werden nur weil VW Arbeiter gutes Geld bekommen heißt nicht das auch die Zulieferanten und Logistik firmen die für VW arbeiten gutes geld bekommen wir müssen auch alle leiden! :(
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  3. M1 29. April 2013 um 16:41 Uhr ·
    Wenn Menschen sich wegen der Arbeit umbringen läuft was falsch. Da sollte sich der Arbeitgeber mal ganz schnell Gedanken machen. Aber wenn das schon passiert ist es eh schon zu spät
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  4. Flo 29. April 2013 um 17:03 Uhr ·
    Werden die eigentlich gezwungen dort zu arbeiten, oder können die auch Kündigen, bevor sie sich unmbringen?
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    • apfel 29. April 2013 um 17:33 Uhr ·
      Ja können kündigen aber sie hätten dann kein geld und so. Oft ist foxconn dir letzte möglichkeit
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  5. Flo 29. April 2013 um 17:04 Uhr ·
    Werden die eigentlich gezwungen dort zu arbeiten, oder können die auch kündigen, bevor sie sich umbringen?
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    • Genau 29. April 2013 um 20:05 Uhr ·
      Ich finde das sollte man alles bisschen realistischer sehen! Klar sind die Arbeitsverhältnisse jetzt nicht gerade Big Time aber das sind sie nicht nur bei Foxconn, ich wage sogar zu behaupten dass in anderen Branchen und Unternehmen die Arbeitsbedingungen schlechter sind. Egal China ist im Wandel und die Löhne steigen! Mittelfristig lohnt sich China als Produktionsstandort auch nichtmehr. Aber den Arbeitern geht es trotzdem besser als wenn die auf der Straße illegale Geschäfte arbeiten oder auf dem Land leben. Das sollte man mal nicht ganz aus den Augen verlieren wie stark das Gefälle in dem Land überhaupt ist! Über die Armen Bauern auf dem Land beschwert sich nie jemand, und die kämpfen ums überleben!
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  6. iConstantin 1. Mai 2013 um 11:29 Uhr ·
    Und, wer wird schuldig dargestellt? Apple!
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