Home » Apple » Apple warnt polnische Staatsanwältin vor Pegasus auf ihrem iPhone

Apple warnt polnische Staatsanwältin vor Pegasus auf ihrem iPhone

Sicherheit - Symbolbild

Apple hat offenbar eine polnische Staatsanwältin gewarnt und darüber informiert, dass ihr iPhone von der Pegasus-Spyware befallen war. Die Staatsanwältin hatte eine Untersuchung von Unregelmäßigkeiten bei einer polnischen Briefwahl angestrengt und war daraufhin ins Visier der Behörden geraten.

Apple hat nicht nur Klage gegen den Spyware-Entwickler NSO Group eingereicht, wie wir in einer früheren Meldung berichtet hatten, das Unternehmen wird in Zukunft auch regelhaft Personen warnen, die zum Opfer von Pegasus geworden sind, Apfelpage.de berichtete. Aber auch in der Vergangenheit sind schon verschiedentlich Aktivisten und Amtsträger von Apple über Spionageaktivitäten gegen sie gewarnt worden.

Eine Warnung hat auch Ewa Wrzosek erhalten, sie ist polnische Staatsanwältin und hatte im April 2020 eine Untersuchung einer Briefwahl in dem osteuropäischen Land eingeleitet. Hier soll es im Vorfeld zu erheblichen Unregelmäßigkeiten gekommen sein, die Wahl fand schließlich nicht statt, erwies sich für den Steuerzahler aber als kostspielig.

Polen hat offenbar Pegasus eingesetzt

Die Staatsanwältin sah sich nach Einstellung ihrer Untersuchung durch höhere Stellen einem Disziplinarverfahren ausgesetzt. Sie hatte sich wiederholt kritisch zu den Justizreformen geäußert, die in Polen seit 2015 erfolgten und die EU nun veranlasst haben, den Rechtsstaatlichkeitsmechanismus erstmals in nennenswertem Umfang zur Anwendung zu bringen. Zuletzt wurde ein tägliches Zwangsgeld von einer Million Euro gegen Polen verhängt, das das Land allerdings nicht zahlen möchte, sodass die Sanktion schließlich im Wege des Einbehalts von EU-Geldern vollstreckt werden könnte.

Ewa Wrzosek erklärte nun auf Twitter, eine Warnung von Apple wegen möglicher staatlicher Spionagetätigkeiten auf ihrem iPhone erhalten zu haben.

Pegasus wurde offiziell nicht von NSO an Polen geliefert, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass das Land doch die Software bezogen hat, mit der sich Smartphones aus der Ferne kompromittieren lassen.

-----
Willst du keine News mehr verpassen? Dann folge uns auf Twitter oder werde Fan auf Facebook. Du kannst natürlich in Ergänzung unsere iPhone und iPad-App mit Push-Benachrichtigungen hier kostenlos laden.

Oder willst du mit Gleichgesinnten über die neuesten Produkte diskutieren? Dann besuch unser Forum!

Gefällt Dir der Artikel?

Roman van Genabith
twitter Google app.net mail

Kommentarfunktion ist leider ausgeschaltet.