Nach der Einstellung von Aperture überließ Apple das Feld für professionelle Bildbearbeitung de facto Drittanbietern, allen voran Pixelmator. Diese App kaufte man 2024 und nutzte dies als Grundlage dafür, das Apple Creator Studio im Februar 2026 zu lancieren. Das Bundle ist durchaus umfangreich, dennoch mit Lücken. Eine davon ist professionelles Colorgrading, was diese Übernahme umso interessanter macht.
Apple kaufte Color.io zu Anfang des Jahres
Konkret geht es um die Übernahme des Deutschen Jonathan Ochmann, der die Firma Patchflyer gründete und darüber die Colorgading-Software Color.io anbot. Es handelt sich dabei um ein webbasiertes Farbkorrektur-Tool für Fotografen und Filmemacher. Trotz enormer Leistungsfähigkeit des Tools gilt dieses als überraschend einfach zu bedienen.
Wie nun aus EU-Veröffentlichungen hervorgeht, hat Apple das Unternehmen bereits zu Anfang des Jahres vollständig übernommen. Konkrete Details zum Kaufpreis sind indes nicht bekannt. Ochmann selbst dürfte aber nun Teil von Apple sein. Bereits im November 2025 erklärte er, zu einem Unternehmen zu wechseln, dessen Kreativwerkzeuge ihn über Jahre geprägt hätten – ein Hinweis, der im Nachhinein ziemlich eindeutig auf Apple zeigt. Nutzer wurden aufgefordert, Bilder, Presets, LUTs und Projektdaten rechtzeitig zu exportieren. Für Pro-Nutzer stellte Color.io zusätzlich eine offline nutzbare Legacy-Version bereit – da die Software zum 31. Dezember 2025 eingestellt werden würde.
Dürfte ins Apple Creator Studio wandern
Was sich mit der Übernahme von Pixelmator Pro 2024, Apfelpage berichtete, abgezeichnet hat, scheint sich nun stärker zu konkretisieren. Zusammen mit anderen Übernahmen wie von Motion VFX, ebenfalls von Apfelpage berichtet, möchte Cupertino ganz offenkundig ein hauseigenes Gegenangebot zur Adobe Creative Cloud aufbauen. In dieses Bild passt auch diese Übernahme von Color.io. Es braucht dazu wenig Fantasie, sich vorzustellen, dass die Tools, wie auch immer, in das Apple Creator Studio i,plementiert werden.


