Neben neuen Macs hat Apple heute auch ein umfangreiches Update für das Creator Studio angekündigt. Im November hält KI in fast allen Apps des Kreativ-Abos Einzug, und Final Cut Pro bekommt die Inhalte von MotionVFX fest eingebaut. Abonnenten erhalten die Neuerungen ohne Aufpreis. Das Wichtigste in Kürze
- Final Cut Pro mit MotionVFX: Tausende Vorlagen, Titel und Übergänge sowie Werkzeuge für Rotoscoping, Tracking und Farbkorrektur sind fest integriert. Bisher waren dafür oft Plug-ins nötig.
- Generate Fill in Pixelmator Pro: Bildbereiche lassen sich per Textbeschreibung verändern. Licht, Perspektive und Textur passt die Software automatisch an.
- KI-Assistenten für Logic Pro und iWork: Logic Pro auf dem Mac sowie Keynote, Pages und Numbers erhalten Assistenten als Beta. Der Logic-Assistent spricht vorerst nur US-Englisch und setzt macOS 27 voraus.
Final Cut Pro: MotionVFX wandert in die Timeline
Die größte Neuerung betrifft Final Cut Pro für den Mac. MotionVFX ist künftig direkt in die Schnittsoftware integriert. Damit stehen Tausende Vorlagen, Grafiken, Titel und Übergänge bereit, außerdem Werkzeuge für Rotoscoping, Tracking und Farbkorrektur. Für diese Aufgaben waren bisher oft kostenpflichtige Plug-ins nötig. Apple hat dabei deutlich schneller geliefert als zuletzt: Die Übernahme von MotionVFX bestätigte der Konzern erst im März. Bei Pixelmator vergingen zwischen Kauf und Integration noch rund 14 Monate.
Der Content Hub enthält nun zusätzlich Stockvideos. Einzelne Bilder aus der Timeline lassen sich direkt in Pixelmator Pro bearbeiten und landen nach dem Speichern automatisch wieder im Projekt. Neu sind außerdem eine Bildgenerierung per Textbeschreibung und mehr Optionen für das Keyframe-Easing. Clips lassen sich zudem unabhängig von der primären Handlung frei platzieren, und die Transkription beherrscht 23 weitere Sprachen.
Pixelmator Pro: Generate Fill rückt Bildbereiche zurecht
Pixelmator Pro erhält mit Generate Fill ein generatives Werkzeug. Ihr umkreist einen Bereich, beschreibt die gewünschte Änderung, und die Software erledigt den Rest. Für genauere Auswahlen gibt es weiterhin die bekannten Werkzeuge wie Schnellauswahl oder Magnetische Auswahl. Licht, Perspektive und Textur passt Generate Fill laut Apple automatisch an die Umgebung an. Super Resolution soll die generierten Inhalte in jeder Größe scharf halten. Wer möchte, legt das Ergebnis als eigene Ebene mit intelligenter Maske an und kann es später noch anpassen.
Logic Pro: Assistent als Beta, Browser mit Köpfchen
Logic Pro für Mac und iPad bekommt ein Liquid-Glass-Design. Auf dem Mac kommt ein Assistent hinzu, der auf eigenen Apple-Modellen und OpenAI basiert. Er legt zum Beispiel neue Songs an oder richtet per Texteingabe eine Gesangsspur ein. Allerdings startet er nur als Beta, nur in US-Englisch und nur unter macOS 27 auf einem Mac mit Apple Intelligence.
Im Alltag dürfte der neue Browser mehr bringen. Er bündelt Loops, Instrumente und Patches an einer Stelle und bindet auch eine Splice-Bibliothek ein. Die Analyse-Engine Music Understanding arbeitet lokal auf dem Gerät und verschlagwortet eigene Sounds automatisch. Zieht ihr einen Loop in den Browser, schlägt Logic Pro passendes Material vor. Der Stem Splitter isoliert jetzt auch Schlagzeugparts. Neu sind außerdem ein Producer Pack des 20-fachen Grammy-Gewinners Sergio George sowie Studio Sound für Sprachmemos auf unterstützten iPhones. Voraussetzung für Logic Pro auf dem Mac ist macOS 26.1 oder neuer auf Apple Silicon.
Motion, Compressor und iWork ziehen nach
Motion bekommt eigene MotionVFX-Plug-ins für Farbkorrektur und 3D-Kamera-Tracking. Compressor kodiert künftig Aufnahmen im Kinomodus von iPhone 18 Pro und iPhone Duo. Keynote, Pages und Numbers erhalten KI-Assistenten als Beta, welche den Kontext eines Dokuments erfassen. Dazu kommt Unterstützung für das Model Context Protocol, über das externe KI-Agenten Inhalte lesen und bearbeiten können. Freeform muss sich noch gedulden, seine neuen Funktionen folgen im Dezember.


