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7. Januar 2026

Patrick Bergmann

Abo teurer, Dienst schlechter? Disney+ verliert Dolby Vision

Es mehren sich die Hinweise, dass der Streamingdienst Disney+ still und leise an der Bildqualität seiner Streamingplattform schraubt – und dabei Funktionen entfernt, die viele Abonnenten seit Jahren als gesetzt ansehen. Besonders brisant: Der Streamingdienst hat innerhalb von rund 18 Monaten zweimal die Preise erhöht, während gleichzeitig hochwertige Bildformate verschwinden.

Kein temporäres technisches Problem

Zunächst lag der Verdacht nahe, es handle sich um ein vorübergehendes technisches Problem. Disney+ hatte in der Vergangenheit wiederholt mit Schwankungen bei der Streamingqualität zu kämpfen. Doch seit Mitte Dezember fehlen die dynamischen HDR-Formate Dolby Vision und HDR10+ vollständig. Auch Wochen später hat sich daran nichts geändert. Damit stellt sich zunehmend die Frage, ob es sich nicht um eine bewusste Entscheidung handelt.

Disney+ streicht Dolby Vision und HDR10+ – zumindest vorerst

Gegenüber Techbook.de äußerte sich eine Sprecherin von Disney+ auffallend schwammig und unkonkret zum aktuellen Status:

„Die Unterstützung von Dolby Vision auf Disney+ variiert je nach Gerät und Region. In Deutschland ist Dolby Vision derzeit nicht verfügbar. Disney+ erkennt automatisch das jeweils beste verfügbare Format basierend auf Gerät, Region und Abonnementtyp; dazu gehören HDR10 und UHD.“

Auffällig ist vor allem, was diese Aussage offenlässt: Weder nennt Disney+ einen konkreten Grund, noch gibt es einen Zeitrahmen für eine mögliche Rückkehr der Formate. In Nutzerforen wie Reddit häufen sich seit Wochen entsprechende Berichte. Auch der Kundenservice verweist offenbar zunächst auf klassische Troubleshooting-Schritte, bevor man einräumt, dass Dolby Vision und HDR10+ derzeit nicht verfügbar sind. Auch wir haben das Fehlen bemerkt und dafür verschiedene Abspielgeräte genutzt, darunter ein iPad Pro, ein iPhone 17 Pro Max, eine Apple TV-Box und ein LG OLED-Fernseher.

Mögliche Gründe und rechtliche Einordnung

Warum Disney+ diesen Schritt geht, bleibt offiziell unbeantwortet. Naheliegend ist eine Reduktion von Lizenzkosten, insbesondere bei Dolby Vision. Zwar ist HDR10+ grundsätzlich lizenzfrei, erfordert jedoch eine Mitgliedschaft in der HDR10+-Alliance. Ob Disney+ diesen Schritt als Druckmittel in Verhandlungen nutzt, bleibt Spekulation. Rechtlich ist der Dienst auf der sicheren Seite. In den Abo-Bedingungen räumt sich Disney+ ausdrücklich Spielraum bei der „viewing quality“ ein. Solange kein klar definierter Kernbestandteil – etwa der generelle Zugang zu 4K – entfällt, besteht keine Informationspflicht gegenüber Abonnenten.

Höherer Preis, weniger Leistung

Der Wegfall der HDR-Formate trifft Abonnenten auch deshalb besonders, weil Disney+ seine Preise zuletzt zweimal deutlich erhöht hat, wie eingangs angeklungen. Seit Oktober 2025 müssen alle Abonnenten für das Premium-Abo nun 15,99 Euro zahlen – der Startpreis lag mal bei 6,99 Euro. Schaut man sich dann die Neuzugänge der vergangenen Monate an, ist das nicht zu rechtfertigen. Was sagt ihr dazu?

4 Gedanken zu „Abo teurer, Dienst schlechter? Disney+ verliert Dolby Vision“

  1. Erst haben sich viele Kunden Großkonzernen mit ihren Streaming-Diensten anvertraut und zuvor artig die hauseigene Filmsammlung verkauft – nun beginnt der Katzenjammer. Immer mehr Preiserhöhungen, immer mehr Werbung. Die Kunden verlassen das lineare TV und Streaming wird wie eine Art Heilsbringer weiterhin genutzt. Anstatt zu sagen: Streaming ? Nein, danke! Viel zu sehr lassen sich die Kunden hin und her schieben.

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