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100% nachhaltig: Augsburger Startup „Vegan&Smart“ baut Apple-Watch-Armbänder aus Apfel und Kaktus (+Kurztest)

bezahlte Kooperation mit vegan&smart

Wäre es nicht spannend, wenn Apple-Zubehör existieren würde, das gleichzeitig qualitativ, schick, umweltfreundlich und leistbar wäre? Genau das haben sich die Gründer von „vegan&smart“ aus Augsburg auf die Fahne geschrieben! Wir haben uns das Startup aus Augsburg sowie deren Produkte angesehen.

Alleine 2020 sollen weltweit über 55 Millionen Tonnen Elektroschrott angefallen sein. Was kaum bekannt ist: Lederzubehör, Cases und Apple-Watch-Lederbänder haben auch horrende Auswirkungen auf die Umwelt. 500 Liter Wasser und Unmengen an CO2 braucht die Gewinnung und das Gerben von nur einem Quadratmeter Leder. Und das für ein „schickeres Armband“.

Vegan&Smart: Lederalternative aus Apfel und Ananas

Ist das nötig? Nein, glaubt zumindest Florian Hilzendeger, der Gründer von vegan&smart. Er möchte beides schaffen: „Schicke Bändchen“ und ökologisches Zubehör. Und das mit innovativen Ansätzen. Seine Firma stellt Armbänder für die Apple Watch aus Apfel, Kaktus und Ananas her. Aus den Stoffen werden Lederalternativen gemischt, die echtem Leder in nichts nachstehen, genauso aussehen und günstiger sind!

„Gute Lederalternativen existieren bereits, wir sollten ihnen eine Chance geben und uns bewusst für unsere Umwelt einsetzen.“ – Florian Hilzendeger, Gründer vegan & smart

Und wie sieht ein Apfel-Armband aus? So zum Beispiel:

Lederarmband? Nein, dieses Armband besteht aus Apfelresten.

Öko-Zubehör: Ein zweischneidiges Schwert

Einen Unterschied kann der Verbraucher aber trotzdem machen. Zum Beispiel durch die Wahl des richtigen Zubehörs. Wir beobachten eine wachsende Anzahl an ökologischen Firmen auf dem Zubehörmarkt, diese verkörpern jedoch in vielen Fällen Lifestyle-Marken für Besserverdiener. In anderen Fällen werden massive Abstriche bei Haltbarkeit oder Design gemacht. Am Ende ist die gehäkelte Handyhülle von nebenan oft nur gutgemeint.

Vegan & Smart will Markt umwälzen

Als „Vegan & Smart“ auf uns zukam mit ihren veganen Lederarmbändern aus Apfel, Kaktus und Ananas war unsere Redaktion hellhörig und skeptisch zugleich. Die Bänder sollen also vegan sein, 100% nachhaltig, nur 49 Euro kosten und dabei in Deutschland hergestellt werden? Wenn sie am Ende noch qualitativ etwas hergeben, wäre es eine der Marken, für die man richtig gerne Werbung macht. Und wir wurden nicht enttäuscht.

Was ist Vegan & Smart?

Das Konzept der jungen Firma aus Augsburg ist schnell erklärt: Durch vollkommen neuartige Herstellungsmethoden und Materialien, die laut Angaben der Gründer vorher noch nie gemischt wurden, stellen sie Lederarmbänder für die Apple Watch her, die vollkommen vegan sind.

Allein mit dem Abfall der 10 größten Ananasanbauländer wäre es schon jetzt möglich, 50% der weltweiten traditionellen Lederproduktion zu ersetzen, ohne auch nur eine einzige Ananas anzupflanzen. – Florian Hilzendeger, Gründer vegan&smart

Armband aus Kaktus

Dafür kommen 3 verschiedene, innovative Materialien zum Einsatz, die Mensch, Tiere und Umwelt schonen.

  • Apfel: Ein Armband aus einer Lederalternative, die aus die aus den Schalen- und Kernabfällen der Apfelindustrie hergestellt wird. Das Ergebnis ist ein Material auf Zellulosebasis mit einer Vielzahl von Texturen und Stärken.
  • Ananas: Zur Herstellung dieser Armbänder werden nur Ananasblattfasern genutzt, die ein Nebenprodukt der Agrarindustrie sind. Zur Herstellung des Rohmaterials werden kein zusätzliches Land, Wasser oder Pestizide benötigt.
  • Kaktus: Für dieses Armband wird der Kaktus selbst nicht beschädigt, so dass er alle 6-8 Monate erneut geerntet werden kann. Für die gesamte Anbauphase wird kein Bewässerungssystem verwendet, denn zum Wachsen reichen dem Nopal-Kaktus Regenwasser und die vorhandenen Erdmineralien.

Ein Armband aus Apfel.

PETA zeichnete Vegan&Smart für diese neuartigen Herstellungsprozesse übrigens mit dem „PETA Approved Vegan“-Siegel aus. Es steht für 100% vegane Produkte aus der Modewelt, bei der Umwelt und Tiere in besonderem Maße geschützt werden.

Kurztest: Was taugen die Armbänder?

Wir haben alle drei Materialien seit 2 Wochen in der Redaktion und konnten mit den Armbändern nun etwas rumspielen. Das ist viel zu kurz, um einen Langzeittest zu machen. Wir können aber dennoch ein paar Eindrücke mit euch teilen: Zunächst sehen die Armbänder „echtem“ Leder wirklich zum Verwechseln ähnlich. Man sieht in keiner Weise, dass es sich hierbei um veganes Leder handelt.

Spüren tut man das aber: Die Armbänder von Vegan&Smart sind deutlich weicher als etwa Armbänder aus teurem und echtem Leder. Das war im Alltag jedoch eher angenehm. Die klassische „Anpassphase“ von Leder fällt total weg. Schon am ersten Tag ist es angenehm, das Band am Handgelenk zu haben. Die Verarbeitung ist hervorragend, hier haben wir nichts zu beanstanden. Was jedoch wegfällt ist der typische Ledergeruch und das Gefühl der Rückseite von Lederarmbändern. Wer also auf echtes Leder steht, der wird hier vor allem optisch einen Ersatz finden. Teilweise sind sogar winzige Fasern sichtbar, die bei normalem Leder gar nicht da sein könnten.

Geliefert werden die Armbänder übrigens in einem ökologischen Stoffsäckchen mit einer kleinen Visitenkarte, unterschrieben vom Gründer selber. In dieser Preisklasse von unter 50 Euro ist solche Liebe zum Detail absolut einzigartig. Zum Vergleich: Für den Preis von Apples Lederarmbändern bekommt ihr bei Vegan & Smart mehr als 3 Armbänder und tut dabei Umwelt und Tieren etwas Gutes.

Online Shop: Vegan & Smart unterstützen

Wenn ihr das Konzept von Vegan & Smart ebenso interessant findet, schaut doch einmal auf deren Homepage vorbei. Ihr findet dort viele interessante Hintergründe zu den Materialen sowie einen Konfigurator, mit dem ihr an eure Apple Watch virtuell die ganzen Armbänder der Firma ausprobieren könnt. Natürlich können die Bänder für alle verfügbaren und auch alten Apple-Watch-Modelle gekauft werden.

Über einen Einkauf freuen sich die Kollegen natürlich sehr. Die Pläne des Startups sind groß und zusammen mit ersten Unterstützern könnte die Zukunft der Zubehörindustrie maßgeblich ökologisch beeinflusst werden.

Wir danken vegan&smart für die Bereitschaft zur Kooperation und werden künftig gerne öfters darüber berichten, was an der Front der umweltfreundlichen Apple-Gadgets passiert.

Legt ihr Wert auf umweltfreundliche Gadgets und Zubehör eurer Produkte? Was interessiert euch zu den Armbändern im Detail? Wir beantworten gerne eure Fragen und Diskussionen unten in den Kommentaren.

 

Kooperation mit vegan&smart: Testprodukte kostenfrei bereitgestellt

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Lukas Gehrer
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13 Kommentare zu dem Artikel "100% nachhaltig: Augsburger Startup „Vegan&Smart“ baut Apple-Watch-Armbänder aus Apfel und Kaktus (+Kurztest)"

  1. EinFred 6. März 2021 um 16:10 Uhr ·
    Schade, dass es das nicht mit Magnetverschluss gibt. Diese klassischen Uhrenverschlüsse sind mir immer zu umständlich.
    iLike 6
    • Lukas Gehrer 6. März 2021 um 19:31 Uhr ·
      Feedback leiten wir gerne mal weiter ;-)
      iLike 4
  2. Hugo 6. März 2021 um 16:17 Uhr ·
    Der Meinung bin ich auch. Es gibt viele schicke Armbänder aber alle mit dem umständlichen alten Verschluss. Was ich suche ist eine vernünftige Fallschließe wie an meiner Solar-Funkuhr von Citizen.
    iLike 4
  3. Stefan 6. März 2021 um 17:11 Uhr ·
    Trägst du auch nur Schuhe mit Klettverschluss? 😜😜
    iLike 4
    • EinFred 6. März 2021 um 21:24 Uhr ·
      Ja, am liebsten in der Farbe Rentnerbeige 😉
      iLike 5
    • Hugo 9. März 2021 um 09:09 Uhr ·
      Bevor man solche Antworten raushaut sollte man über den Tellerrand blicken. Es gibt viele Gründe, wer zB. auf Dienstreisen (derzeit zwar nicht möglich) mit dem Flieger von Flugplatz zu Flugplatz und an diversen Sicherheitskontrollen alles wiederholt ablegen und die Schuhe ausziehen muss, das unter Zeitdruck wenn der Nachfolgeflug gleich abheben will, der wird Falltschließen und Slipper zu schätzen wissen. Auch gibt es Menschen mit Handicap welche zB. aufgrund von MS diese Armbänder nicht geschlossen bekommen. Das sind nur ein paar Beispiele.
      iLike 0
  4. Carpe Diem 6. März 2021 um 17:12 Uhr ·
    Wie ist denn der Vergleich mit Leder? Wie lange hält so ein Band im Vergleich zu einem Lederband? Gibt es keinen Alterungseffekt wie bei Leder?
    iLike 1
    • Lukas Gehrer 6. März 2021 um 19:30 Uhr ·
      Leider wollte ich nichts dazu schreiben, weil ich die Bänder zu kurz im Test hatte. In einigen Monaten ist ein Follow-Up geplant :-) Danke für die Frage.
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  5. Mario 6. März 2021 um 17:40 Uhr ·
    Und ganz interessant: kann man die essen, wenn man Hunger hat?
    iLike 2
    • Lukas Gehrer 6. März 2021 um 19:30 Uhr ·
      Ja, als Notvorrat! ;-)
      iLike 2
  6. Thomas 6. März 2021 um 19:01 Uhr ·
    Schade, das man deren Seite, obwohl Zubehör für Apple hergestellt wird, nicht mit Safari auf dem iPad anschauen kann…aber die Idee finde ich super.
    iLike 3
    • Lukas Gehrer 6. März 2021 um 19:30 Uhr ·
      Leiten wir gerne mal weiter ;-)
      iLike 5
  7. Bambusradler 7. März 2021 um 10:17 Uhr ·
    Natürlich bleibt es abzuwarten, wie so ein Armband nach 5 Jahren am Handgelenk aussieht. Aber das Konzept geht auf jeden Fall in die richtige Richtung. Was ich allerdings schade finde ist das versucht wird, etwas bekanntes tierisches nachzuahmen, ohne gleichzeitig etwas völlig eigenständiges und neues zu kreieren. Nichts gegen einen Lederlook, der ökologisch deutlich unproblematischer ist, als das Original. Zur Ergänzung aber noch etwas wirklich neues aus den Materialien schaffen (was sicher nicht einfach ist) fände ich auch spannend. Beim lesen des Artikels hab ich schon gedacht, iPhone-Hüllen wie meine (Leder + Filz, in die das iPhone für den Transport gesteckt wird) wären auch vorstellbar. Und siehe da, im Shop gibt es Hüllen. Zwar nicht die, an die ich gedacht hab, aber zumindest welche, die immer dran bleiben, aber eben nur die Seiten und die Rückseite bedecken.
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