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1.000 Songs in der Tasche: Nachrufe auf den iPod

iPod Nano - Apple

Der iPod ist Geschichte: Apple hat den Verkauf des iPod Touch der siebten Generation nun offiziell eingestellt. Nur noch Restbestände werden verkauft. Für viele war der iPod der Einstieg in die Apple-Welt. Auch in der Redaktion werden mit Apples MP3-Spieler viele Erinnerungen verbunden. Einige Nachrufe…

Für David Haydl bedeutete der iPod wie für viele den Einstieg in das Apple-Universum.

Musik für unterwegs

Der iPod, genauer gesagt ein blauer iPod shuffle und spätere ein iPod nano, begleitete mich besonders durch die jungen Jahre meines Lebens, wo ein Smartphone und Co noch kein Thema waren. Nicht nur halfen mir die darauf gespeicherten Hörbücher, lange und langweilige Fahrten in den Urlaub zu überbrücken, auch prägte die von meinem Vater darauf gespeicherte Musik meinen Musikgeschmack deutlich. Ein spannendes Gerät, das leider den Platz für die nächste Evolutionstufe, Streaming-Dienste auf Smartphones, räumen musste.

Der iPod als Impulsgeber für eine Karriere

Bei Lukas Gehrer aus dem Marketing hat der iPod ebenfalls einen festen Platz in den Erinnerungen. Auch er kam über den iPod zum Apfel.

Mit dem iPod geht kein geringerer Wegbegleiter als jenes Gerät, das mich zur Marke Apple brachte und meine komplette berufliche Laufbahn ebnete. Durch den iPod wuchs mein Interesse an kompakten Technikgeräten und damit an der Marke Apple. Durch den iPod gelangte ich zum Apple-Journalismus, was auch immer das genau sein mag.

iPod Touch von Lukas - Privat/Lukas Gehrer

iPod Touch von Lukas – Privat/Lukas Gehrer

Durch den iPod spülte es mich in ein Geschäftsumfeld, das es mir ermöglichte, heute Werbung und Apps als Dienstleistung zu verkaufen und davon nicht nur meinen Lebensunterhalt, sondern eine ganze Reihe an Mitarbeitern zu bezahlen. Das mag für viele absurd klingen, jedoch glaube ich in Hinblick auf manche Kollegen stellvertretend für viele schreiben zu können: Dieses Gerät hat eine Ära eingeläutet, die von manchen als lächerlichen Fan-Kult abgetan werden mag, jedoch zweifelsohne verschiedene Milliarden-Industrien hervorgebracht hat, die gar nichts mit dem Musik-Player selber zu tun haben. Doch wie alles im Leben ist auch er vergänglich: Ich werde ihn jedenfalls für immer aufbewahren: meinen ersten iPod touch.

Die Jahre der großen Auswahl

Das Jahrtausend ist noch jung. Smartphones sind gerade erst ein aufkommender Trend, Musik hören die meisten Menschen noch auf CD, doch langsam verbreiten sich MP3-Player. Es gibt sie in unübersehbar vielen Formen und Größen, als USB-Stick, als Schlüsselanhänger, als kleines Kästchen oder große Jukebox mit Platz für tausende Songs.

Ich hatte sie alle ausprobiert – gut, vielleicht nicht alle, aber einige Fabrikate hatte ich durch. Den kürzesten Auftritt hatte ein USB-Stick mit eingebautem Player und 256 MB Speicher irgendeiner Noname-Marke. Nach knapp einer Woche war Schluss. Plötzlich machte das Ding keinen Piep mehr – Müll.

An einem kleinen, handlichen Player mit Microdrive hatte ich am längsten Spaß, gute Verarbeitung, halbwegs intuitive Bedienung und… Aus: Eines Tages wollte auch dieses Teil nicht mehr richtig und spielte neu geladene Songs nicht mehr.

Der Hersteller zeigte sich kulant und schickte mir das Nachfolgemodell, dreimal so groß, 30 GB Speicher und mit einer Windows-artigen Oberfläche.
Die verhielt sich leider in vielen Aspekten wie das damalige Windows, Alben und Playlists bauten sich quälend langsam auf und manchmal blieb das Teil hängen, mitten beim Musik hören. Man musste dann eine Nadel in ein kleines Reset-Löchlein stoßen, anschließend eine Minute warten, dann… Frustrierend!

Der iPod Nano: Wirklich magisch

Ein Besuch im Mediamarkt, ich wollte endlich wieder einen vernünftigen MP3-Player. Freunde hatten mir von ihren iPods vorgeschwärmt und schließlich gab ich meinen Widerstand gegen Apple auf. Ein iPod Nano vierter Generation wurde es. Weniger Speicher als in meiner Jukebox, dafür keine Abstürze mehr. Nun, fast keine Abstürze. Denn Macken hatten die iPods auch, fairerweise muss man aber sagen, deutlich weniger als die Konkurrenten.

Das Bedienkonzept hat mich sofort geflasht, richtig begeistert. Das Click-Wheel war etwas, das es nirgends sonst und auch nie wieder gab. Damit durch die eigenen Songs und Podcasts zu wischen, tatsächlich magisch.

Dazu das iTunes-Konzept: Anfangs gewöhnungsbedürftig, hat es mich rasch für sich eingenommen. Meinen ersten Musikkauf erinnere ich noch gut: Kurze Vorschau angehört, einmal Kauf-Button klicken, fertig. Nirgends ging es einfacher. Auch die Preise für Singles und Alben waren okay, sie waren so, dass man darauf verzichten konnte, sich Musik aus Tauschbörsen zu laden.

Mit dem iPod hat Apple mich in sein werdendes Ökosystem gelockt. In vieler Hinsicht war der nun abgekündigte Player ein besonderes Produkt.

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Roman van Genabith
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5 Kommentare zu dem Artikel "1.000 Songs in der Tasche: Nachrufe auf den iPod"

  1. Apple ´ler 12. Mai 2022 um 19:14 Uhr · Antworten
    Danke toller Artikel
    iLike 6
  2. Lutz Fuchs 13. Mai 2022 um 07:16 Uhr · Antworten
    Habe noch einen der 6 Generation vom großen als Uhr auf dem Schreibtisch und die 7 und letzte Generation auf dem Nachtisch als Wecker
    iLike 1
  3. Dani H 13. Mai 2022 um 09:06 Uhr · Antworten
    Yayy der iPod nano war schon was feines. Meine Mutter hatte einen denn ich dann bekommen habe und feststellen durfte das die 4GB oder 8GB viel zu klein waren … trotzdem war das auch damals in meinen jungen Jahren der einstieg ins Apple Öko-System… Jetzt sitze ich da schreibe diesen Kommentar mit meinem iP12Pro mit 512 GB und 200GB davon nur Hörbücher und Musik 🤣
    iLike 2
  4. Fabio B. 13. Mai 2022 um 15:50 Uhr · Antworten
    Mega Artikel. Ich würde gerne öfter so Hintergründe zu eurem Team und bisschen was persönlicheres erfahren.
    iLike 1
  5. Mart 13. Mai 2022 um 16:42 Uhr · Antworten
    iPod Mini 4Gb dann iPod Photo mit 60Gb und dann der IPod Video mit 80Gb den ich noch heute besitze, aber nicht mehr wirklich verwende. War damals wirklich das Maß der Dinge
    iLike 1