Apple Mac Studio mit Wasserkühlung: Mehr als nur coole Show?

Wer sich für Technik rund um PC, Laptop und Smartphone interessiert, kommt am YouTube Kanal „Linus Tech Tips“ kaum vorbei. Mit fast 15 Millionen Abonnenten haben Kanalinhaber Linus und sein Team großen Einfluss in der Szene. Jetzt hat der Kanadier ein Video mit dem Titel „First Water Cooled Mac Studio“ hochgeladen. Er möchte herausfinden, ob ein Mac Studio mit externer Wasserkühlung Apples hauseigener Lösung überlegen sein könnte.

Apple Mac Studio

Apple Mac Studio, Bild: Unsplash

Warum eine aktive Kühlung sinnvoll ist

Zuerst klären wir die grundlegende Frage, wozu es eine Kühlung überhaupt braucht und welche Art hierzu am besten geeignet ist. Prinzipiell entwickelt jeder Rechner, ob PC, Laptop oder Smartphone während des Betriebs Hitze. Je nach Rechenleistung der CPU entsteht davon mehr oder weniger. Da die CPU ausschlaggebend für die abgesonderte Wärme ist, ist es sinnvoll, die aktive Kühlung an sie anzuschließen beziehungsweise neben ihr zu platzieren.

Sollte die CPU doch einmal überhitzen, drosselt das System automatisch die Leistung herunter. Rechenprozesse werden dadurch langsamer. Eine aktive Kühlung verhindert den Verlust von Leistung. Nutzende von Smartphones wissen außerdem, wie unangenehm ein heißes Handy in der Hand sein kann. Aufgrund von Platzmangel verzichten Smartphone-Hersteller auf aktive Kühlungen – und drosseln stattdessen die Leistung. Ein Umstand, der sich bei mehr Platz, also im Laptop oder PC, verhindern lässt.

Vor- und Nachteile unterschiedlicher Kühlungen

Das Rechenmaschinen während des Betriebs Wärme entwickeln, ist also vollkommen normal. Gerade bei großer Auslastung spielt die Kühlung dann aber eine wichtige Rolle, damit das Gerät nicht überhitzt. Diese eingebauten Varianten gibt es:

Luftkühlung

Bei einem luftgekühltem System gibt es einen Ventilator, der sich je nach Gebrauch ein- und ausschaltet. Dabei wird Luft in Richtung CPU geblasen, um diese abzukühlen. Für eine solche Kühlung spricht der geringe Platzverbrauch, weshalb sie oft in kleinen Geräten und Laptops verbaut wird. Leider sind diese Lüftungen auf der anderes Seite sehr laut.

Wasserkühlung

Bei einer Wasserkühlung wird eine Flüssigkeit über Schläuche durch das System geleitet, welche Wärme aufnimmt. Sie ist wesentlich effektiver, da Flüssigkeiten Wärme besser binden als Luft. Allerdings braucht eine Wasserkühlung enorm viel Platz, weshalb sie ausschließlich in großen PCs oder – wie in diesem Fall – Modifikationen verbaut werden.

Externe Kühlung

Streng genommen ist diese Wasserkühlung auch eine externe Kühlung. Mit extern ist in diesem Abschnitt aber gemeint, dass Geräte von außen per Lüfter gekühlt werden können. Für jeden Laptop existieren entsprechende Unterbauten mit Ventilatoren und auch für Gaming-Smartphones gibt es bereits solche Lösungen. An die Effizient eines fest verbauten Lüfters kommen diese jedoch nicht heran.

Apple hat dem Mac Studio aus Platzgründen einen gebräuchlichen Lüfter verpasst. „Linus Tech Tips“ haben darauf aufgebaut und ein durchaus imposantes Konstrukt erschaffen. Auf dem Mac Studio, welcher ästhetischer kaum sein könnte, thront nun eine Wasserkühlung, welche vom Look her großen Big-Block-Motoren aus amerikanischen Filmen nahekommt. Davon sollte sich jeder ein eigenes Bild machen.

Das Ergebnis

Das Ergebnis ist auf den ersten Blick – im wahrsten Sinne des Wortes – cool, auf den zweiten dafür umso enttäuschender. Durch die aufgesetzte Wasserkühlung wird der Mac Studio im Test 30 Grad Celsius kühler als die nicht modifizierte Version. Allerdings bleibt die maximale Leistung der CPU, welche durch die Kühlung besser arbeiten sollte, nahezu identisch. Im Benchmark-Test von Cinebench (Affiliate-Link) liegt die wassergekühlte Version mit 12056 Punkten nur marginal vor dem normalen Mac Studio (12016).

Das lässt folgenden Schluss zu: Mit einer zusätzlichen Wasserkühlung lässt sich der Mac Studio zwar runterkühlen, der von Haus aus verbaute Lüfter ist jedoch schon optimal auf die CPU eingestellt. Eine Leistungssteigerung ist nicht möglich. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass Apples eigene Chips sehr effizient und ressourcenschonend arbeiten, vor allem wenn man sich ähnliche Tests mit von Intel-Chips betriebenen Macs ansieht.
Wer sich für das Original interessiert, finde das Video hier:

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