Zu teuer: Foxconn baut doch keine Fabrik in den USA

Foxconn Logo / Gebäude thumb

Foxconn wird nun doch keine riesige Fabrik in Wisconsin bauen, die tausende neuer Jobs bringt. Das Unternehmen hat seine diesbezüglichen Pläne überarbeitet und dramatisch verkleinert. Der Grund: In den USA ist es zu teuer.

Das dürfte bei der Trump-Administration auf wenig Begeisterung stoßen. Foxconn hat sich entschieden, keine Fabrik im US-Bundesstaat Wisconsin zu errichten. Wie Agenturen berichteten, habe der Fertiger seine Pläne für die neue Fertigungsstätte immer wieder revidiert und zuletzt gänzlich umstrukturiert. So wird nun überhaupt keine Produktionsstätte mehr in Wisconsin errichtet. Viel mehr wird man einen Technologie-Hub aufbauen, bestehend aus verschiedenen Forschungszentren und Fertigungseinrichtungen. Dabei dürfte es sich aber eher um eine sehr begrenzte Fertigung handeln, etwa zur Montage von Prototypen und Test-Samples.

Keine 13.000 neuen Jobs

Der Grund für die Absage an die große Fabrik ist auch schnell genannt: Die Lohnkosten in den USA sind schlicht zu hoch. Dieser Faktor war schon immer der ausschlaggebende Grund, der Firmen ihre Massenfertigung in Asien hat erledigen lassen. Louis Woo, Assistent der Geschäftsleitung, sagte das heute sehr deutlich: „In den USA ist kein Platz für uns. Wir können dort nicht mithalten.“

Ursprünglich hatte das Unternehmen, wohl auch vor dem Hintergrund des Drucks aus Washington auf amerikanische Tech-Konzerne, Pläne für verschiedene neue Fabrikkomplexe in den USA erstellt. Die Produktionsstätte in Wisconsin sollte zunächst große LCD-Displays bauen, etwa für Fernseher. Später dann wurde die Fertigung auch von kleineren Bildschirmen angestrebt, Apfelpage.de berichtete. Es sollten insgesamt rund 13.000 neue Jobs in den USA entstehen.
Auch Apple ist immer wieder bestrebt, der Politik durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu gefallen. So weist man in Cupertino regelmäßig darauf hin, wie viele Menschen etwa in der iOS-Entwicklung ein auskömmliches Einkommen gefunden haben.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "Zu teuer: Foxconn baut doch keine Fabrik in den USA"

  1. walbri 30. Januar 2019 um 16:21 Uhr · Antworten
    „…ein auskömmliches Einkommen…“ Da läuft es einem kalt den Rechtschreibrücken runter… :-(
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