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Unaufrichtigkeit schadet dem Namen: Apple-Aktionäre fordern bessere Reparierbarkeit von Geräten

Apple soll seine Geräte besser reparierbar machen, fordern Aktionärsvertreter. Andernfalls riskiere das Unternehmen, in der Nachhaltigkeitsfrage unglaubwürdig zu sein und dadurch das eigene Marken-Image und letztlich auch die eigenen Umsatzziele in Gefahr zu bringen.

Apple hat sich wie kaum ein anderes Tech-Unternehmen den Schutz des Klimas und den Kampf für mehr Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Bei der passenden und auch manchmal unpassenden Gelegenheit betonen Cook und Co. wie sehr man sich bei Apple um die Umwelt und die zukünftigen Generationen sorge. Dazu passt nicht, dass die eigenen Gerät schwer bis gar nicht zu reparieren sind, monieren Aktionärsvertreter. In einer Entschließung fordern sie Apple auf, die eigenen Geräte umgehend reparaturfreundlicher zu gestalten.

Ihre Forderung flankieren sie mit durchaus begreiflichen Argumenten, die gar nicht so sehr auf die Nachhaltigkeit an sich abzielen.

Fehlende Reparierbarkeit Gefährdet Apples Markenauftritt

Nachhaltige Unternehmenspolitik wird mehr und mehr auch zu einem Kriterium am Finanzmarkt. Fondsgesellschaften wählen etwa immer öfter Titel nach der Nachhaltigkeitsbilanz eines Unternehmens aus. Wenn die nicht günstig ausfällt, kann sich im schlimmsten Fall ein sogenannter „gestrandeter Vermögenswert“ aus einem Titel entwickeln. Diese Gefahr besteht bei Apple freilich nicht in dem Maße, wie etwa bei einem Ölriesen, dafür gibt es ein anderes Problem im Zusammenhang mit einer nicht einwandfreien Ökobilanz.

Apple hat durch seine jahrelang unverändert auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmenskommunikation eine Art Nachhaltikeitsversprechen für die eigenen Produkte abgegeben. Wenn das in der Praxis nicht eingelöst werden kann, etwa weil Produkte kaum repariert und bei Schäden zu oft komplett getauscht werden müssen, wirkt sich das am Ende eventuell nachteilig auf das Marken-Image aus und schadet damit dem Unternehmen, fürchtet der auf grüne Investments spezialisierte Fonds-Manager Green Century Funds.

Apple könnte sich mit dem Vorwurf unaufrichtiger Öffentlichkeitsarbeit konfrontiert sehen, so der Vermögensverwalter. Elektroschrott stehe einer langen Lebensdauer von Produkten entgegen und werde zur Belastung der Bilanz. Apple riskiere, seinen Ruf als Kämpfer gegen den Klimawandel zu verlieren.

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Roman van Genabith
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4 Kommentare zu dem Artikel "Unaufrichtigkeit schadet dem Namen: Apple-Aktionäre fordern bessere Reparierbarkeit von Geräten"

  1. Thorsten 19. September 2021 um 14:08 Uhr ·
    Apple sollte sowieso im Allgemeinen seine Aussagen überdenken, auch was Privatsphäre betrifft, sowie Gleichberechtigung.
    iLike 9
    • Petrillo 19. September 2021 um 15:23 Uhr ·
      Nicht die Aussagen, sondern die Handlungen sollten besser überdacht werden, allem voran die unsägliche Bildanalyse, die jetzt kommen soll. Auch würde ein zusätzlicher Fingerabdrucksensor, der alternativ zur Gesichtserkennung funktionieren kann, allen Geräten gut anstehen. Insbesondere, so lange Apple die grausame Notch nicht hinter das Display bauen kann…
      iLike 3
      • Piet 19. September 2021 um 15:53 Uhr ·
        Bis auf die Aussage zur Notch, volle Zustimmung!
        iLike 0
      • sonnydc43 20. September 2021 um 01:08 Uhr ·
        Ich sehe die notch seit Jahren nicht mehr und bin dennoch froh dass sie da ist ,so lange sie dafür sorgt dass mein iPhone nicht mit einem Foto geknackt werden kann !
        iLike 1

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