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- Die Speicherkrise trifft nun auch Apple mit voller Wucht.
- Im Ergebnis dürfte es zu Lieferengpässen bei einigen Produkten kommen.
- Vor allem iPhone und Mac sind vermutlich in verschiedenen Konfigurationen während der kommenden Monate teils schwer zu kriegen.
Apple rechnet im laufenden Quartal mit deutlich stärkeren Auswirkungen von Lieferengpässen als bislang. Das erklärte CEO Tim Cook während der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen des dritten Quartals 2026. Betroffen seien vor allem iPhones, iPads und Macs.
Nach Angaben des Unternehmens bleibt die Nachfrage nach den Geräten auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig verfüge Apple derzeit über weniger Spielraum in der Lieferkette als üblich. Ursache sei insbesondere die begrenzte Verfügbarkeit moderner Fertigungsprozesse, auf denen die Apple-Chips produziert werden.
Cook: Nachfrage hat Apple überrascht
Cook betonte jedoch, dass die Engpässe nicht auf Probleme bei Zulieferern oder Fertigungspartnern zurückzuführen seien. Stattdessen habe Apple die Nachfrage unterschätzt. Vor allem iPhones und Macs verkauften sich deutlich besser als erwartet, wodurch die Produktionskapazitäten stärker ausgelastet seien als geplant.
Neben den Fertigungskapazitäten belasten auch steigende Speicherpreise das Unternehmen. Bereits im Juni-Quartal musste Apple nach eigenen Angaben höhere Kosten für Arbeitsspeicher tragen als im Vorquartal. Für das September-Quartal erwartet der Konzern einen weiteren deutlichen Anstieg.
Ein Teil der höheren Ausgaben könne durch Lagerbestände sowie sinkende Preise anderer Komponenten ausgeglichen werden. Dieser Effekt werde jedoch mit der Zeit nachlassen. Darüber hinaus rechnet Apple damit, dass die Preise für Speicherbausteine auch nach dem September-Quartal weiter steigen und sich zunehmend auf das Geschäft auswirken werden.
Cook verwies zudem auf die geringe Zahl von Anbietern im DRAM-Markt. Mehr Wettbewerb könnte die Versorgungslage verbessern und möglicherweise auch den Preisdruck verringern. Apple prüfe deshalb verschiedene Optionen, um die Situation langfristig zu entschärfen.
Trotz der angespannten Lieferlage plant Apple weiterhin die Vorstellung neuer iPhone-Modelle im September. Erwartet werden unter anderem das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max sowie das erste faltbare iPhone des Unternehmens.


