Tesla Model 3 Probefahrt: Ein paar Eindrücke

Vorab: Wir sind kein Auto Blog. Ich bin kein Auto Experte. Und ihr interessiert euch nicht alle für Elektroautos. Ja wissen wir! Trotzdem dachten wir, dass ein kurzer Beitrag aus gegebenem Anlass ganz spannend wäre. Ich saß nämlich diese Woche im neuen TESLA Model 3. Meine Eindrücke führe ich hier zum Sonntag einmal kurz aus.

Tesla und vor allem ihr Model 3 werden in Tesla Gruppen und Kreisen im Moment gehyped wie kaum zuvor. Gleichsam wird der Elektroautobauer und sein günstigeres Auto von vielen europäischen Zeitungen, Fans deutscher Firmen, Anleger und Investoren sowie Lobbyisten und Verbrenner-Experten aus aller Welt gehasst.

Wir bilden uns einmal eine eigene Meinung. Ich bin im Model 3 für knapp 15 Minuten durch Wien gefahren. Freundlicherweise stellte sich ein Mitarbeiter vor Ort auch meinen Fragen. Eine Zusammenfassung gibt es jetzt.

Vorneweg: Es geht hier rein um ein paar Eindrücke. Wir möchten uns gar nicht in die Debatte rein bewegen, ob sich der Wagen lohnt. Ob er umweltfreundlich ist oder, ob der Strombedarf gedeckt werden kann.

Tesla Model 3 Design und Verarbeitung

Das Auto sieht schon verdammt schick aus! Das Model 3 hat von vorne mit den großen Lichtern etwas von Porsche, wenn ihr mich fragt. Dieser Porsche Hype verpufft jedoch, sobald man sich die Spaltmaße und das Design von der Nähe ansieht. Dann wird schnell klar: Ein Ami-Wagen. Sei das der Spalt zwischen Motorhaube und der Front von außen, sei das die Verarbeitung des Stoffs an der A- und B-Säule innen. Alles wirkt eher lieblos zusammengebaut.

Zum Vergleich hatte ich einen neuen 7er Golf sowie einen neuen 5er BMW angesehen. So etwas fällt da eben nicht auf. Aber hey, darum geht es bei Tesla schließlich nicht. Doch für eine ehrliche Bewertung muss so etwas einfach erwähnt werden.

Tesla Model 3

Tesla Model 3

Tesla Model 3 Komfort und Fahrgefühl

Auch hier muss ich sagen: Man sitzt etwas hart. In einem Tesla Model S sitzt es sich dank der Luftfederung deutlich besser. Ebenso schätzte ich das im 7er Golf ein. Aber das ist alles im Rahmen und definitiv nichts, das besonders negativ auffiel.

Und dann kam, für was Tesla und Elektromotoren berühmt sind: Die Beschleunigung. Ich saß übrigens im Allradmodell Performance Modell, das in 3,4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Nun, was soll ich sagen: Ach du Schande, ist das schnell. Ich gehe soweit, dass es schon ziemlich gefährlich ist, wenn ihr mich fragt. Spaß machen tut es aber definitiv. Und es ist im Stadtverkehr manchmal sogar angenehm, da man schnell in Lücken reinkommt. Man lässt zudem 99% aller Wagen an der Ampel stehen. Das schließt auch die meisten AMGs oder Porsche ein, deren Verbrennungsmotoren erst einmal eine Weile brauchen, bis genügend Dampf entwickelt wird. Das volle Drehmoment steht beim E-Motor nämlich bereits beim Anfahren zur Verfügung steht.

Model 3 im Tesla Store Wien

Tesla Model 3 Reichweite

Tesla gibt auf seiner Homepage an, dass man 560 Kilometer weit fahren kann. Dann ist der Akku leer. Meine Frage an den Tesla Mitarbeiter war also:

Seien Sie mal ehrlich, wie weit kommt man jetzt damit? Also, auch wirklich im Alltag ohne darauf zu schauen!?

Seine Antwort verblüffte mich, da ich im Alltag von deutlich weniger ausging…

450 bis 500 Kilometer sind kein Problem. Ich habe es mehrfach ausprobiert. Auf der Autobahn sind 500 Kilometer drinnen.

Das Ding ist, dass verschiedene Messnormen sogar eine Reichweite von 600 Kilometer nahelegen. Diese werden im Alltag nicht erreicht, doch 450 bis 500 Kilometer sind immer noch eine Ansage. Auch das günstigere Modell sollte also gut 350 bis 400 Kilometer schaffen.

Tesla Model 3 Technik und Details

Abgesehen von den Motorinnovationen fiel mir auf:

  • Unglaublich tolle Lautsprecher, auch weil der Motorsound komplett weg fällt
  • Extrem aufgeräumtes Infotainment-System
  • Touchscreen, Bildschirmauflösung und Performance ist auf Niveau meines iPad Air 2
  • Die Lüftungsschlitze und deren Anpassung über den Touchscreen sind richtig cool gelöst:

Der fehlende Motorsound wirkt sich auch auf das Wohlbefinden aus. Alleine, dass man völlig normal mit dem Beifahrer sprechen kann und sogar die Lüftung hört ist extrem angenehm. Man wird süchtig danach. Verbrenner fühlen sich anschließend an wie alte Kisten, auch wenn man sich wiederum an deren Motorsound schnell gewöhnt.

Fazit

Gibt es von mir keines! Mir fehlt jede Expertise, eine Kaufempfehlung oder sogar abschließende Bewertungen über das Model 3 zu verbreiten. Auch wenn dies viele YouTuber und Blogs anders handhaben, stehen wir zu unseren Kernkompetenzen und sehen diesen Artikel eher als netten Sonntagsbeitrag an.

Übrigens habe ich von der Probefahrt auch im neusten Podcast erzählt. Gerne mal reinhören:

Der Apfelplausch auf Apple Podcast

Wer von euch ist schon einmal Tesla gefahren (oder mitgefahren)?

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Lukas Gehrer
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13 Kommentare zu dem Artikel "Tesla Model 3 Probefahrt: Ein paar Eindrücke"

  1. Bernd 5. Mai 2019 um 18:17 Uhr ·
    Da denkt man, man kennt seine Pappenheimer und dann fährt der Lukas Tesla 😳
    iLike 8
    • Lukas Gehrer 5. Mai 2019 um 18:19 Uhr ·
      ;-) #reinausinteresse
      iLike 3
    • Ich 5. Mai 2019 um 18:31 Uhr ·
      Nein, ist er nicht. Wegen seines zarten Alters war er nur Beifahrer 😉 Weswegen die Aussage: Ich saß im Model 3 sehr geschickt gewählt ist 😀In einem halben Jahr dann die nächste (eigene) Testfahrt.
      iLike 7
      • Lukas Gehrer 6. Mai 2019 um 12:19 Uhr ·
        Also drinnen gesessen bin ich, haha. :D
        iLike 2
  2. Carsten 5. Mai 2019 um 20:17 Uhr ·
    Im Winter ab 0 Grad bis 300 Km sonst bis 400Km ! Na schon den Knopf der Warnblinkanlage gefunden?
    iLike 7
    • maci 6. Mai 2019 um 10:09 Uhr ·
      Immer dieses gefährliche Halbwissen 🤨
      iLike 5
    • MarcelFox 6. Mai 2019 um 10:40 Uhr ·
      Klar, weil man ja jeden Tag über 300 km fährt. Wer kennt es nicht?
      iLike 7
  3. Pyrotechnik95 5. Mai 2019 um 21:49 Uhr ·
    Allso meiner wird bald geliefert und ich freu mich Mega drauf 😍
    iLike 7
  4. Tomiiz 5. Mai 2019 um 22:41 Uhr ·
    Ich durfte auch erst Tesla (mit-) fahren -Model X bei LEW. War megastark und ich kann den Bericht mit meinen Erfahrungen nur bestätigen. BMW i3 habe ich dann selbst gesteuert – auch der beschleunigt (elektroautotypisch) ganz ordentlich und macht Spaß zu fahren.
    iLike 3
  5. hnk24211 6. Mai 2019 um 07:35 Uhr ·
    Tellerrand und so…interessant! :)
    iLike 6
  6. MarcelFox 6. Mai 2019 um 07:53 Uhr ·
    Wer Tesla fahren will sollte sich mal bei den Fahrschulen in der Nähe informieren. :) Meine alte Fahrschule hat einen Tesla und bietet auch Testfahrten an. Bin im letzten Sommer Model S gefahren. Macht schon Spaß :D
    iLike 4
  7. adhoc 6. Mai 2019 um 12:29 Uhr ·
    Bin im Model S mitgefahren und erpobe demnächst das Model 3 in USA. Scharf finde ich, wenn die Oarklücke seitlich zu eng für die großen Türen ist, kann man sein Fahrzeug mittels App herausfahren und dann bequem einsteigen! Außerdem App-Kontrolle über Akkustand etc. Das funktioniert sogar von Deutschland zu dem geparkten Fahrzeug am Flughafen in den USA! Auch der BMW I3 ist spritzig. Leider mit noch ungenügender Reichweite!
    iLike 4
    • Fanboy 6. Mai 2019 um 19:28 Uhr ·
      Finde ich gut geschrieben….Lukas. Auch wenn ich persönlich dem Auto bzw der Marke nichts abgewinnen kann,war ich positiv überrascht von dem Beitrag. (PS: ich kenne die Marke und bin auch schon mitgefahren) trotzdem kam keine Begeisterung auf…für mich sind die Auto steril und völlig emotionslos.
      iLike 1

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