Mit der Einführung der neuen MagentaMobil-Tarife am 4. Februar sorgt die Deutsche Telekom primär bei Nutzern von PlusKarten für Unmut. Was unter dem Marketingversprechen „Sorgenfrei in den Urlaub“ verkauft wird, entpuppt sich für viele Kunden als spürbare Verteuerung – und rückt paradoxerweise das eigene Prepaid-Angebot der Telekom stärker in den Fokus.
PlusKarten deutlich teurer
Konkret erhöht die Telekom die Preise für zusätzliche PlusKarten für Erwachsene erheblich. Zwar bleibt die erste PlusKarte weiterhin bei 19,95 Euro im Monat, jede weitere Zusatzkarte – künftig als PlusKarte+ bezeichnet – kostet nun jedoch 14,95 Euro statt bislang 9,95 Euro. Das entspricht einer Preiserhöhung von rund 50 Prozent. Auch die einmalige Bereitstellungsgebühr steigt deutlich, ebenfalls auf 14,95 Euro.
Unverändert bleiben lediglich die Konditionen für PlusKarten für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre. Für Haushalte mit mehreren erwachsenen Nutzern verliert das Modell damit jedoch deutlich an Attraktivität – ausgerechnet bei einem Tarifkonzept, das ursprünglich auf günstige Mehrfachnutzung ausgelegt war.
Bestandskunden nur eingeschränkt geschützt
Bestehende PlusKarten bleiben zwar vorerst zu den alten Preisen bestehen, doch dieser Schutz ist begrenzt. Jede neue Zusatzkarte, die ab dem 4. Februar gebucht wird, unterliegt automatisch den höheren Konditionen – selbst dann, wenn der Haupttarif noch aus einer älteren MagentaMobil-Generation stammt. Wer später erweitern möchte, zahlt also zwangsläufig mehr. Von echter Planungssicherheit kann kaum die Rede sein.
Mehrwert vorwiegend für Vielreisende
Die von der Telekom beworbenen Verbesserungen richten sich vorrangig an eine kleine Zielgruppe: Nutzer der großen MagentaMobil-Tarife L und XL, die regelmäßig außerhalb Europas unterwegs sind oder häufig ins Ausland telefonieren. Für sie werden Vorteile wie internationale Telefonie-Flatrates und kostenlose MultiSIMs auf die PlusKarte+ ausgeweitet. Apfelpage berichtete
Für die Mehrheit der Kunden, die sich überwiegend innerhalb der EU bewegen und PlusKarten aus Kostengründen nutzen, steht dieser Mehrwert jedoch in keinem sinnvollen Verhältnis zur Preiserhöhung.
Prepaid rückt in den Fokus
Als Nebenwirkung der Tarifänderung gewinnt das Prepaid-Angebot der Telekom deutlich an Attraktivität. Flexible Laufzeiten, transparente Kosten und großzügige Datenpakete machen Prepaid für viele Nutzer zur wirtschaftlich sinnvolleren Alternative – ohne Vertragsbindung und ohne Zusatzkosten für weitere Karten. Schlussendlich entfernt sich die Telekom mit den neuen MagentaMobil-Tarifen vom ursprünglichen PlusKarten-Gedanken. Statt Familien und Gruppen zu entlasten, wird das Modell spürbar verteuert – und stellt dessen Nutzen zunehmend infrage.


1 Gedanke zu „Telekom erhöht die PlusKarten-Preise: Das müsst ihr wissen“