Sonos hatte die überarbeitete Navigation seiner App zunächst als Beta angeboten – nun steht sie mit Version 87.0.36 allen Nutzern offen. Aktiviert werden muss sie weiterhin manuell über die Einstellungen. Der Multiroom-Hersteller fährt damit einen deutlich vorsichtigeren Kurs als beim viel kritisierten App-Neustart im Mai 2024.
Drei feste Tabs statt versteckter Gesten
Kern des Updates ist eine klassische Tableiste am unteren Bildschirmrand mit den Bereichen Startseite, System und Suche. Die bisherige Navigation, die häufig genutzte Funktionen hinter proprietären Wischgesten und verschachtelten Inhaltskarten verbarg, wird damit durch ein Konzept ersetzt, das sich an den etablierten Bedienmustern von iOS und Android orientiert. Gerade für Einsteiger dürfte das die Einstiegshürde spürbar senken.
Neben der Navigation hat Sonos auch die Lautstärkeregelung angefasst: Dedizierte Plus- und Minus-Tasten ermöglichen eine feinere Steuerung einzelner Lautsprecher und ganzer Gruppen. Außerdem lassen sich Räume in der Systemansicht jetzt frei sortieren und wichtige Zimmer oben anheften – eine Kleinigkeit, die im Alltag mit vielen Speakern aber durchaus Unterschied macht.
Opt-in als bewusste Entscheidung
Die neue Oberfläche wird nicht automatisch aktiv. Nach dem Update auf Version 87.0.36 findet sich in den Einstellungen ganz oben ein Schalter, über den die überarbeitete Bedienung eingeschaltet werden kann. Wer sie testet und nicht überzeugt ist, schaltet einfach zurück. CEO Tom Conrad hatte genau dieses Vorgehen bereits im Juni angekündigt, als die Navigation zunächst im Beta-Programm bereitgestellt wurde. Auf Reddit warb das Unternehmen aktiv um Teilnehmer und stellte klar, dass der Opt-in-Schalter auch nach der Beta-Phase bestehen bleibe.
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Der behutsame Rollout steht in direktem Zusammenhang mit dem gescheiterten App-Neustart im Mai 2024. Damals fehlten zahlreiche zuvor verfügbare Funktionen auf einen Schlag, Nutzer berichteten über erhebliche Probleme bei der Steuerung ihrer Audiosysteme. Sonos musste über Monate hinweg entfernte Features nachreichen und Teile der Systemeinstellungen überarbeiten. Apfelpage berichtete. Dass der Hersteller diesmal auf Freiwilligkeit, Feedback-Schleifen und schrittweises Ausrollen setzt, dürfte auch als Signal an die eigene Community zu verstehen sein.
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