Siri, Alexa und Co. geraten ins Visier der EU-Kommission

EU Flagge

Die EU-Kommission hat eine Untersuchung wegen möglicher Bedrohungen des Wettbewerbs bei Sprachassistenten eingeleitet. Man wolle verhindern, dass große Akteure sich ein Monopol aufbauen, wie das in anderen Märkten zuvor bereits geschehen ist. Die Untersuchung startet zunächst mit einer allgemeinen Marktanalyse.

Die EU-Kommission sorgt sich um den Wettbewerb im „Internet der Dinge“. Dieser Bereich, in dem Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Google Assistant eine wichtige Rolle spielen, solle nicht durch wenige einflussreiche Akteure monopolisiert werden, erklärte die Kommission anlässlich der heute eingeleiteten Untersuchung.

Man habe diese Entwicklung in anderen Märkten zuvor gesehen und sehe nun die Chance, im Bereich der vernetzten Geräte rechtzeitig eingreifen zu können.

Große Datensammlungen werden zum Problem

Konkret sehe man die Gefahr, dass wenige große Akteure eine Art Gatekeeper werden könnten, die mit darüber bestimmen, welche Produkte sich am Markt durchsetzen. Bei der Nutzung von Sprachassistenten wie Alexa fallen große Datenbestände an, diese können schnell zu einem Übergewicht weniger Unternehmen beitragen und es kleineren Marktteilnehmern erschweren, ihre Produkte anzubieten. Auch wolle man dafür Sorge tragen, dass möglichst viele Produkte untereinander kompatibel seien. Es sei das Ziel dafür zu sorgen, dass Kunden nicht darauf achten müssen, von welchem Hersteller ein Produkt stammt. Möglichst sollte alles mit allem funktionieren.

Die Untersuchung steckt noch in einer sehr frühen Phase. Zunächst hat man Fragebögen zur allgemeinen Marktlage an 400 Unternehmen aus Europa und Asien verschickt, um sich einen grundsätzlichen Eindruck zu verschaffen. Was am Ende bei diesen Ermittlungen herauskommt, ist völlig offen.

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Roman van Genabith
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6 Kommentare zu dem Artikel "Siri, Alexa und Co. geraten ins Visier der EU-Kommission"

  1. Devil97 16. Juli 2020 um 19:56 Uhr ·
    „Es sei das Ziel dafür zu sorgen, dass Kunden nicht darauf achten müssen, von welchem Hersteller ein Produkt stammt.“ Und wie genau soll denn das Prinzip von „Konkurrenz belebt das Geschäft“ funktionieren? Sollen Alexa und Siri sich gegenseitig anpassen? Wie soll das gehen?
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    • Goetz 16. Juli 2020 um 20:56 Uhr ·
      Wie das geht, zeigt die Telekom mit ihrem hauseigenen Sprachassistenten. Auf diesem kann man zusätzlich Alexa aktivieren.
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  2. mööp 16. Juli 2020 um 20:41 Uhr ·
    Die Herren EU Kommissar kommen mir manchmal vor wie die Welt Polizei die alles kontrollieren und reglementieren wollen. Natürlich können Großkonzerne aufgrund ihrer Bekanntheit und dem entsprechenden Kapital schneller was am Markt platzieren als ein kleines Startup dem einfach die Bekanntheit, die werbe Möglichkeiten und das Kapital fehlt. Es ist nicht möglich für alle die gleichen Chancen zu schaffen, wie die sich das vorstellen. Liebe Herren EU Kommissare wir leben hier in der Realität und nicht in Narnia.
    iLike 9
  3. dirkmoennigmann 16. Juli 2020 um 22:16 Uhr ·
    Die Vestager ist nur angepisst, weil sie gegen Apple vor Gericht verloren hat. Die soll sich ihren Krieg gegen die US Firmen ganz tief irgendwo hinschieben!
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  4. Wagnersjens 19. Juli 2020 um 11:11 Uhr ·
    Sprachassistenten sollten nur auf den lokalen Geräten funktionieren und nur bei Bedarf die gewünschten Informationen aus dem Internet holen. Das Internet ist als solches schon heute einer der größten Energieverbraucher.
    iLike 1
  5. irgendwer🥳 20. Juli 2020 um 12:51 Uhr ·
    Es gibt zu Alexa und Siri keine Alternativen !!!!!!!!!!
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