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Sieht gut aus: Nicht M1-optimierte Apps laufen auf neuen MacBooks offenbar trotzdem flüssig

Die neuen MacBooks mit Apple Silicon dürften auch Apps, die nicht für den neuen Chip optimiert sind, flüssig ausführen, das zumindest deuten Benchmarks an, die auf den neuen MacBooks gelaufen sind. Es scheint damit so, als hätte Apple die letzten Monate gut genutzt, um eine zuvor eher dürftige Performance noch deutlich zu steigern.

Die auf der Keynote vorgestellten neuen MacBooks sehen zwar genau so aus, wie ihre Vorgänger, laufen aber mit einem komplett anderen Prozessor: Der M1 ist der erste Chip der Apple Silicon-Reihe und basiert auf der ARM-Architektur, die auch in Smartphones weit verbreitet ist. Anders als dort, bedeuten diese Prozessoren für Desktops und Notebooks allerdings einen tiefen Einschnitt und die größte Herausforderung für die Hersteller ist, die Kompatibilität der Software für die Endkunden sicherzustellen. Apple setzt hier auf eine Neuauflage von Rosetta, so hieß schon die Kompatibilitätsschicht beim Wechsel zu Intel-Prozessoren und Rosetta 2 soll für einen reibungslosen Wechsel von Intel- zu ARM-CPUs sorgen.

Als die ersten Entwickler-Geräte vor Monaten ausgegeben wurden, deutete sich hier allerdings ein eher zähes Nutzererlebnis an: Um rund 50% sackte damals dem Vernehmen nach die Performance ab, wenn Apps unter Rosetta 2 liefen, das wäre für die Alltagsnutzung ein ungutes Vorzeichne gewesen, dabei ist es aber wohl nicht geblieben.

Rosetta 2 bremst Apps kaum aus

Wie sich nun anhand von Läufen mit dem Tool Geekbench gezeigt hat, das gern hierfür herangezogen wird, werden auf einem MacBook Air mit acht GB RAM unter Rosetta 2 noch 1.013 Punkte im Single-Core-Lauf und 5.888 Zähler im Multi-Core-Benchmark erzielt. Dies zeigt: Es gibt nach wie vor einen Performanceverlust, dies wäre auch kaum anders möglich, allerdings laufen Apps unter Rosetta 2 nun offenbar mit 80% der nativen Geschwindigkeit. Das bedeutet zwar noch immer rund 20% Performanceverlust, allerdings übertreffen die neuen Apple Silicon-Macs alle MacBooks mit Intel-Prozessor inklusive der Spitzenkonfiguration, dem MacBook Pro 2019 16 Zoll mit Intel Core i9-CPU und 3,6 GHz Takt, hier unsere Meldung zum Vergleich.

Merkbare Einbrüche sollten somit unter Rosetta 2 nicht zu beobachten sein, allerdings sind Benchmarks noch immer Benchmarks und zeigen nicht den Alltag. Wir werden daher in den nächsten Wochen selbst ausgiebige Tests mit den neuen Geräten durchführen und über unsere Erfahrungen in der täglichen Nutzung berichten.

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Roman van Genabith
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2 Kommentare zu dem Artikel "Sieht gut aus: Nicht M1-optimierte Apps laufen auf neuen MacBooks offenbar trotzdem flüssig"

  1. mplusm 17. November 2020 um 09:07 Uhr · Antworten
    Ja hoffentlich
    iLike 0
  2. Bambusradler 17. November 2020 um 10:49 Uhr · Antworten
    Man könnte jetzt zwar diskutieren, ob die Verbesserungen auf Fortschritte bei Rosetta zurückzuführen sind oder doch eher darauf, das der M1 deutlich schneller ist als der A12Z aus dem Developer Transition Kit. Egal, Hauptsache es wuppt richtig, und genau das scheint der Fall zu sein.
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