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27. Juli 2026

Patrick Bergmann

Samsung Galaxy Unpacked 2026: Die neuen Foldables und Watches im Überblick

Unlängst hat Samsung in London sein jährliches Sommer-Unpacked abgehalten und dabei gleich fünf Geräte auf einen Schlag vorgestellt – darunter eine Neuheit, die es in der Fold-Linie so noch nie gegeben hat und die als indirekte Bestätigung für den Formfaktor von Apples erstem faltbaren Smartphone gelten dürfte. Wir geben einen kompakten Überblick.

Zwei Folds statt einem

Bislang gab es bei Samsung Jahr für Jahr genau ein neues Book-Style-Foldable. 2026 ist das anders: Samsung spaltet die Fold-Linie erstmals in zwei Geräte auf, die beide unter dem Namen Galaxy Z Fold 8 laufen – allerdings mit unterschiedlichem Konzept. Das Galaxy Z Fold 8 übernimmt dabei den vertrauten Namen, bringt aber einen völlig neuen Formfaktor mit. Es ist breiter und kürzer als alle bisherigen Fold-Generationen, erinnert aufgeklappt eher an einen kleinen Tablet-Querformat-Screen.

Das neue Samsung Galaxy Z Fold 8

Das Cover-Display misst 5,5 Zoll, innen sind es 7,6 Zoll. Samsung hat hier bewusst auf ein Teleobjektiv verzichtet – zwei 50-Megapixel-Kameras (Weitwinkel und Ultraweitwinkel) reichen dem Hersteller für dieses Modell. Ab Werk sind 12 GB RAM verbaut, wer die 1-TB-Variante wählt, bekommt 16 GB. Chip ist der Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy. Beim Scharnier setzt Samsung auf das neue Armor Flex Hinge, der in Kombination mit der hauseigenen Flex-Titanium-Technologie die Faltkante im Display deutlich reduzieren soll. Samsung gibt das Scharnier mit einer Lebensdauer von 500.000 Faltbewegungen an, allerdings kann man das Foldable nicht mehr im halb aufgeklappten Zustand nutzen.

Das Fold 8 Ultra ist der eigentliche Nachfolger des Fold 7

Wer das bisherige Fold-Konzept kennt und liebt, findet es unter neuem Namen wieder: Das Galaxy Z Fold 8 Ultra ist faktisch der Nachfolger des Z Fold 7. Samsung übernimmt das gewohnte schmale Hochformat, schickt das Gerät aber mit einer deutlich aufgewerteten Kamera ins Rennen. 200 Megapixel bringt der Hauptsensor mit f/1.7-Blende und optischem Bildstabilisator, dazu ein 50-Megapixel-Ultraweitwinkel mit Autofokus und ein 10-Megapixel-Tele mit dreifachem optischen Zoom. Der Akku wächst auf 5.000 mAh, das Hauptdisplay misst 8,0 Zoll. Bemerkenswert ist die Dicke: Aufgeklappt kommt das Ultra auf gerade einmal 4,1 Millimeter – dünner als jedes Galaxy Fold zuvor. 

Samung Galaxy Z Fold 8 Ultra

Softwareseitig laufen beide Fold-Modelle ab Werk mit One UI 9 auf Basis von Android 17 – als erste Geräte überhaupt mit der stabilen Version. Samsung hat die Oberfläche dabei spürbar auf die großen Displays zugeschnitten: Beim Fold 8 erscheint das Control Panel als schwebendes Fenster, Split-Screen-Multitasking läuft flüssiger, und der Seamless-Screen-Modus passt Inhalte beim Drehen des Geräts nahtlos an. Das Fold 8 Ultra bekommt zusätzlich Cine-LUT-Unterstützung für cinematisches Color Grading direkt in der Kamera-App. KI-seitig hält Gemini Intelligence Einzug, unter anderem für komplexere Automatisierungen und das überarbeitete AI Assistant Activity Dashboard. Beide Modelle sollen sieben große Android-Updates erhalten. S26-Besitzer müssen sich mit dem stabilen One-UI-9-Rollout indes noch bis Ende August oder September gedulden.

Galaxy Z Flip 8: Mehr FlexWindow, sonst gewohnt solide

Das dritte Foldable im Bunde ist das Galaxy Z Flip 8 – und hier fällt das Update am nüchternsten aus. Samsung hat das Klapphandy etwas abgespeckt: Mit 180 Gramm und 6,1 Millimetern Dicke im aufgeklappten Zustand ist es das leichteste und dünnste Flip-Modell bisher. Das Hauptdisplay misst weiterhin 6,9 Zoll mit 120 Hz, auch Akku (4.300 mAh) und Kamera (50 Megapixel Hauptsensor, 12 Megapixel Ultraweitwinkel) bleiben gegenüber dem Vorgänger unverändert. Beim Speicher können Kunden zwischen 256 GB oder 512 GB auswählen, mehr ist nicht vorgesehen. Der eigentliche Unterschied steckt im FlexWindow: Das 4,1-Zoll-Cover-Display unterstützt nun deutlich mehr Apps direkt im zugeklappten Zustand, Google Gemini lässt sich per Seitentaste auch ohne Aufklappen aufrufen, und die Galaxy-AI-Funktion Now Brief bringt Wetter, Termine und Benachrichtigungen strukturiert aufs Außendisplay.

Samsung Galaxy Z Flip 8

n Deutschland läuft das Flip 8 mit dem Exynos 2600 – der Snapdragon 8 Elite Gen 5 aus den Fold-Modellen bleibt anderen Märkten vorbehalten. Beide Speichervarianten sind mit 12 GB RAM bestückt.

Galaxy Watch Ultra 2: Endlich genug Akku

Das war der größte Kritikpunkt am Vorgänger – die Laufzeit. Die Galaxy Watch Ultra 2 adressiert das direkt: Der Akku wächst von 590 auf 800 mAh, ein Plus von 35 Prozent. Samsung gibt die Laufzeit mit bis zu 80 Stunden ohne Always-on-Display an. Gleichzeitig ist das Gehäuse dank überarbeiteter Konstruktion 12 Prozent dünner geworden als bei der ersten Ultra. Das Titangehäuse bekommt ein 1,52-Zoll-Display, das mit bis zu 5.000 Nits leuchtet.

Samsung Galaxy Watch Ultra 2

Exklusiv für die Ultra 2: ein Trail-Run-Modus, der Höhenmeter, Aufstiegsfortschritt und Belastung erfasst sowie einen Trinkalarm auf Basis des geschätzten Flüssigkeitsverlusts gibt. Dazu kommt eine SOS-Sirene per Schnellbutton mit bis zu 86 dB. Wer taucht, bekommt später im Jahr noch mehr: Samsung kooperiert mit Mares für eine dedizierte Tauch-App. Mares ist einer der bekanntesten Hersteller im Tauchsport und zählt bei Ausrüstung wie Atemreglern, Tauchcomputern und Jackets seit Jahrzehnten zu den Marktführern – eine Partnerschaft, die über ein bloßes Software-Feature hinausgeht. Die App soll Tauch- und Auftauchgeschwindigkeit überwachen und sichere Belastungsgrenzen im Blick behalten, die Uhr damit also zum vollwertigen Tauchcomputer am Handgelenk machen.

Galaxy Watch 9: Neuer Chip und größerer Akku

Die Galaxy Watch 9 ist die zweite neue Smartwatch und kommt wieder in 40 und 44 Millimeter, verabschiedet sich aber erstmals vom hauseigenen Exynos-Chip und setzt stattdessen auf Qualcomms Snapdragon Wear Elite Plattform. Die Akkus wachsen gegenüber dem Vorgänger um rund 20 Prozent auf 390 beziehungsweise 445 mAh, Samsung verspricht bis zu 40 Stunden Laufzeit. Das Display leuchtet mit maximal 3.000 Nits.

Screenshot

In Deutschland kostet die kleine Variante ohne LTE 409 Euro, die 44-mm-Version mit LTE schlägt mit 489 Euro zu Buche – jeweils rund 30 bis 50 Euro mehr als bisher. Samsung bietet zur Watch 9 neue Sport-, Silikon- und Stoffarmbänder an, die sich einzeln kaufen lassen; konkrete Einzelpreise hat Samsung bislang nicht kommuniziert. Wer bei der Vorbestellung bis zum 6. August ein zweites Armband mitbestellt, bekommt immerhin 30 Prozent Rabatt darauf.

Preise und Verfügbarkeit

Alle neuen Produkte können ab sofort bei Samsung vorbestellt werden; beim h Hersteller sind zudem auch für jedes Smartphone eine exklusive Sonderfarbe verfügbar. Der offizielle Verkaufsstart ist für den 07. August 2026 vorgesehen. Die Preise zieht Samsung bei jedem Gerät spürbar an: Das Galaxy Z Flip 8 startet bei 1.299 Euro, das Galaxy Z Fold 8 bei 1.999 Euro und das Galaxy Z Fold 8 Ultra bei 2.199 Euro – jeweils für die 256-GB-Basisvariante. Bei den Watches beginnt die Galaxy Watch 9 ab 409 Euro (40 mm, Bluetooth), das 44-mm-Modell mit LTE schlägt mit 489 Euro zu Buche. Die Galaxy Watch Ultra 2 ist ausschließlich in 47 mm mit LTE erhältlich und kostet 749 Euro. Wer ein Altgerät eintauscht, kann im Samsung-Shop je nach Modell bis zu 980 Euro sparen – die attraktivsten Trade-in-Konditionen gelten allerdings nur während des Vorbestellzeitraums.

 

 

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