Reden ist Gold: Wie Tim Cook Donald Trump von Dummheiten abhält

Donald Trump

Das iPhone wurde bislang noch nicht mit Strafzöllen im Handelskrieg zwischen den USA und China bedroht. Das birgt zwar für die Zukunft keinerlei Gewissheit, soll aber zu einigen Teilen auch auf das überlegte Taktieren von Tim Cook zurückzuführen sein.

Mit der Trump-Administration zu arbeiten, ist nicht leicht, eher aufreibend und nervenzehrend. Deutsche Banker, nach einer Einschätzung der US-Politik gefragt, verdrehen inzwischen schon unverhohlen die Augen, zu unbeständig und erratisch ist der Kurs, den der US-Präsident steuert. Das trifft auch auf die genaue Ausgestaltung der Strafzölle zu, mit denen er China traktiert, um die Führung in Peking in seinem Sinne auf Linie zu bringen.

Tim Cook auf September-Keynote 2018 - Apple

Tim Cook auf September-Keynote 2018 – Apple

Mal waren auch Apple-Produkte akut von Sonderzöllen bedroht, dann wieder nannte Trump Apple eine großartige Firma und versprach, sie von allen Strafzöllen freizuhalten, Apfelpage.de berichtete. Verlassen sollte man sich darauf nicht, doch ist es offenbar dem Einsatz von CEO Tim Cook zu verdanken, dass es bislang tatsächlich nicht zu Strafzöllen auf iPhones kam.

Apple hält den Draht nach Washington

Die Linie von Cook entspricht dabei dem, was Politiker immer wieder über die Beziehungen mit schwer zu handhabbaren Staaten sagen: Reden ist besser als alles andere. So lange man redet, gibt es zumindest die Chance auf Entwicklung. Und das tut der Applechef auch: Mal ein Abendessen im Weißen Haus, mal ein Treffen mit Trump und seiner Tochter, Cook versucht regelmäßig, die Bedürfnisse von Apple und der Tech-Branche in Washington zu erklären und das wirkt, wie ein US-Medienbericht nun ausführt. Zudem gilt Cook auch in China als gut vernetzt. Er hat einige Brocken der Sprache gelernt, sich mit der Kultur beschäftigt und gilt als unvoreingenommen – ob das immer so gut ist, steht auf einem anderen Blatt.

Damit bildet Apple eine Ausnahme im amerikanischen Tech-Sektor. Andere Unternehmen im Silicon Valley gehen eher auf Distanz zur Trump-Administration, um sowohl ihre eher progressiven und diversen Belegschaften, als auch die liberale Öffentlichkeit nicht zu verunsichern.

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Roman van Genabith
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7 Kommentare zu dem Artikel "Reden ist Gold: Wie Tim Cook Donald Trump von Dummheiten abhält"

  1. leo 7. März 2019 um 15:41 Uhr ·
    Ein Treffen mit Trumps Tochter 😏
    iLike 23
  2. Unkreativlos 7. März 2019 um 15:43 Uhr ·
    Tim Cook ist ein schlauer Mensch. Er weiß mit primitiv denkenden Menschen wie Trump umzugehen.
    iLike 32
    • Thorsten 7. März 2019 um 16:30 Uhr ·
      Definitiv
      iLike 8
  3. RAMPUNK 7. März 2019 um 18:35 Uhr ·
    Finde interessant, dass die Deutsche Bank so kritisch mit ihm ist, denn die sind doch mit seine größten Kreditgeber.
    iLike 3
  4. Niclas_K 7. März 2019 um 21:52 Uhr ·
    Tim Apple…😂
    iLike 3
  5. Wolfgang D. 8. März 2019 um 10:39 Uhr ·
    „gilt als unvoreingenommen“ Wenigstens klappt das Eigen-Marketing. Typisch Apple, und auch der Herr Cook macht da keine Ausnahme. Er ist also ein guter Vertreter für die Interessen seines Unternehmens, und das ist nun mal, Produkte verkaufen und Geld verdienen. Da setzt man sich doch gerne mit den Despoten und Mächtigen dieser Welt an einen Tisch und schleimt sie voll, so lange die Gewinne stimmen. Merke: „miteinander reden“ hat auch Grenzen.
    iLike 0
  6. Kimmi77 11. März 2019 um 07:27 Uhr ·
    Wer Poppen will, muss freundlich sein !
    iLike 0

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