OpenAI bereitet offenbar den Einstieg in den Hardware-Markt vor. Gemeinsam mit dem Start-up io, das von Apples ehemaligem Chefdesigner Jony Ive mitgegründet wurde, arbeitet das Unternehmen an einem neuartigen KI-Gerät. Damit erweitert OpenAI seine bisher klar softwarezentrierte Strategie um eigene Hardware. Bereits im Mai des vergangenen Jahres hatte OpenAI angekündigt, io für rund 6,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen.
Neues Bedienkonzept statt klassischer Hardware
In einem Interview aus dem November 2025 beschrieben OpenAI-CEO Sam Altman und Ive erstmals ihre gemeinsame Vision. Geplant sei ein „revolutionäres“ KI-Gerät mit einem vollständig neuen Bedienkonzept, das sich bewusst von bestehenden Produkten absetzt. Konkrete technische Details blieben offen, allerdings bestätigten beide, dass bereits ein funktionsfähiger Prototyp existiert. Dieser sei „einfach, wunderschön und verspielt“ sowie „naiv in seiner Einfachheit“.
Ankündigung noch 2026 denkbar
Neue Hinweise zum Zeitplan lieferte nun Chris Lehane, Chief Global Affairs Officer von OpenAI, bei einer Veranstaltung des Weltwirtschaftsforum in Davos. Demnach sei man „auf Kurs“ und plane, in der zweiten Jahreshälfte Neuigkeiten zu verkünden. Ob das Produkt noch 2026 erscheint, ist offen. Eine Vorstellung in diesem Jahr mit Marktstart 2027 gilt als realistisch.
Weder Handheld noch Wearable
Zur Geräteklasse äußerte sich OpenAI zurückhaltend. Branchenkreise halten klassische Handhelds oder Wearables für unwahrscheinlich. Stattdessen werden ein neuartiger Smart Speaker oder ein KI-Pin diskutiert – möglicherweise ganz ohne Display. Ziel sei es, KI natürlicher in den Alltag zu integrieren.
Apple-Designkompetenz an Bord
Passend dazu verstärkt OpenAI sein Designteam: Mit Janum Trivedi wechselte ein früherer Apple-Designer zu OpenAI und zu Ives Studio LoveFrom. Er war unter anderem an Split View, Gestensteuerung und Drag-and-drop auf dem iPad beteiligt. Die Personalie unterstreicht OpenAIs Anspruch, leistungsfähige KI mit hochwertigem, intuitivem Design zu verbinden.

