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Netflix-Logo - Symbolbild

4. April 2026

Patrick Bergmann

Netflix-Preiserhöhung in den USA: Deutschland dürfte folgen

Nach der gescheiterten Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix konzentriert sich der Streamingpionier aus Los Gatos wieder auf seine ursprüngliche Strategie – nämlich pro Abonnent mehr Umsatz zu generieren. Nach der Einführung von Werbung sollen die Kunden in den USA dafür tiefer in die Tasche greifen.

Netflix dreht in den USA an der Preisschraube

Netflix verfügt über etwas mehr als 300 Millionen zahlende Abonnenten, knapp 85 Millionen Abonnenten entfallen davon auf die USA und Kanada. Kunden in den USA müssen in tiefer in die Tasche greifen, und zwar in allen verfügbaren Tarifstufen:

  • Premium-Abo: 26,99 statt 24,99 US-Dollar
  • Standard-Abo: 19,99 statt 17,99 US-Dollar
  • Werbefinanziertes Abo: 8,99 statt 7,99 US-Dollar

Das Standard-Abo ohne 4k und ohne Dolby Atmos kostet dabei nun genauso viel wie das 4k-Abo vor rund einem Jahr. Denn diese Preiserhöhung ist die zweite innerhalb eines knappen Jahres. Überraschend kommt das nicht, denn der Streamingmarkt ist weitestgehend gesättigt und Zuwächse im Umsatz lassen sich nur mit beständigen Preiserhöhungen realisieren.

Deutschland dürfte zeitnahe folgen

Neben den USA und Kanada ist Deutschland einer der wichtigsten Märkte für Netflix und die Erfahrung zeigt, dass man solche Preissteigerungen auch zeitnah hierzulande einführt. Dabei ist uns neulich ein interessantes Detail ins Auge gefallen: Wer alle verfügbaren Videostreamingdienste in 4k-Qualität und Musikstreamingdienste abonniert, kommt auf monatliche Kosten von rund 150 Euro – vor der erneuten Preiserhöhung.

Wir gehen deshalb davon aus, dass der Markt weiter defragmentiert wird und Piraterie ihr Comeback fortsetzen wird. Allein die Piraterie ist ein spannendes Thema, da es fast unausweichlich ist. Der Grund dafür ist simpel, immer weniger Hersteller produzieren noch Blu-Ray-Player. Erst vor einem Monat gab Sony bekannt, diese Geräteklasse komplett einzustellen.

7 Gedanken zu „Netflix-Preiserhöhung in den USA: Deutschland dürfte folgen“

  1. Völlig falscher Weg. Wenn die Marktanteile gewinnen wollen, sollten sie eher den Preis senken. Gerade jetzt wo die anderen Player massiv aufholen, siehe HBO Max, Apple TV+, Disney+, Paramount und co. Dazu noch Prime RTL+ und Joyn… da wird man schnell mal den teuersten Dienst kicken, um Kosten zu sparen. Hab bisher das 5€ netflix Werbungs-Abo. Aber mehr als 5€ würde ich dafür auch nicht zahlen.

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