Mark Zuckerberg hat zu viel Macht bei Facebook: Ex-Sicherheitschef fordert Rückzug des Firmengründers

Mark Zuckerberg auf F8 2018 - Facebook

Facebooks ehemaliger Sicherheitschef Alex Stamos spricht sich für einen Rückzug von Mark Zuckerberg von der Unternehmensspitze aus. Der Ex-Facebook-Manager äußerte sich zugleich zur jüngst vermehrt aufgebrachten Forderung, Firmen von der Größe des Facebook-Netzwerks zu zerschlagen.

Facebooks Unternehmenskultur hat einen neuen, lautstarken Kritiker: Alex Stamos, früher Sicherheitschef bei Facebook, sprach auf einer Fachkonferenz im kanadischen Toronto über die Rolle von Facebook-CEO und Gründer Mark Zuckerberg. Laut Einschätzung von Stamos ist dessen Bedeutung für das Unternehmen zu allumfassend.

Man könne nicht umhin zu finden, dass Zuckerberg inzwischen einen derart massiven Einfluss auf Facebook und die Unternehmensstrategie habe, dass es möglicherweise zu viel des guten sei, so der frühere Sicherheitschef, der Facebook im letzten Jahr verlassen hatte, in einem Medienbericht.

Zuckerberg sollte eigenen Nachfolger benennen

Mark Zuckerbergs große Leidenschaft und Stärke sei es, die Produkte von Facebook weiterzuentwickeln und neue Dienste zu schaffen, so Stamos. Nicht umsonst bekleide er aktuell auch den Posten des leitenden Produktentwicklers, nachdem Chris Cox das Unternehmen kürzlich verlassen hatte. So wäre es am sinnvollsten, wenn Zuckerberg sich voll und ganz auf eben diese Tätigkeiten konzentriere, er solle am besten einen neuen CEO benennen. Dies würde zugleich auch nach innen und außen als ein deutliches Zeichen gewertet werden, dass die zuletzt viel gescholtene Unternehmenskultur bei Facebook sich ändern müsse und werde.

Zur Zerschlagung großer Tech-Konzerne, wie sie zuletzt wiederholt von amerikanischen und europäischen Politikern gefordert wurde, äußerte er sich zurückhaltend. Wenn ein Unternehmen in drei kleinere zerschlagen wird und diese dann die selben Probleme haben wie die große Firma zuvor, sei damit nichts gewonnen.

Facebook wurde schon zuvor von ehemaligen Mitarbeitern kritisiert. So hatte etwa ein weiterer Mitgründer des Netzwerks sogar schon die Aufspaltung des Konzerns gefordert, ein anderer Mitstreiter der ersten Stunde bezeichnete soziale Netzwerke wie Facebook gar als destruktiv und eine Gefahr für das Sozialverhalten.

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Roman van Genabith
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6 Kommentare zu dem Artikel "Mark Zuckerberg hat zu viel Macht bei Facebook: Ex-Sicherheitschef fordert Rückzug des Firmengründers"

  1. iPhoneX 22. Mai 2019 um 10:09 Uhr · Antworten
    Das ist schon lange überfällig 😡
    iLike 3
  2. Heinzelmännchen 22. Mai 2019 um 10:21 Uhr · Antworten
    Der Typ wird seinen Posten niemals abgeben. Leider. Und ja „soziale“ Netzwerke sehe auch ich als Gefahr fürs Sozialverhalten. Wie viele von den gehypten Influencern wüssten nichts mit ihrer Zeit und sich selber anzufangen, wenn das Internet eine Woche Tod wäre? Sie wären arbeitslos und bedeutungslos weil sie ihre operierten Körper und Gesichter nicht mehr der ganzen Welt mal eben zeigen könnten. Oder gefeiert werden, weil sie irgendeinen „healthy“ Salat essen…
    iLike 14
    • Freesen 22. Mai 2019 um 11:31 Uhr · Antworten
      du kennst dich aber gut aus 😉
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  3. Freeze86 22. Mai 2019 um 12:52 Uhr · Antworten
    Er hat doch das Unternehmen gegründet, wieso soll er nicht bestimmen können. Was gemacht werden soll. Und wer freiwillig jede Minute seines Lebens da hinein stellt. Der braucht sich nicht zu Wundern, wenn die Daten Missbraucht werden. Wer sagt denn was heutzutage noch Richtig oder Falsch ist. Wenn es einen nicht angeht, ist es den Leuten doch mittlerweile egal.
    iLike 5
    • Frank 22. Mai 2019 um 17:15 Uhr · Antworten
      Bin ganz deiner Meinung, er hat das Unternehmen gegründet und dann kann er damit machen was er will, solange es legal ist. Wer jeden scheiss da Postet und die ganze Welt erzählt wann er aufs Klo geht, ist selbst schuld. Das Leute immer die Schuld bei anderen suchen für ihr eigenes Fehlverhalten oder Leichtsinn…..
      iLike 9
      • Freeze86 22. Mai 2019 um 18:51 Uhr ·
        👍🏻
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