Apple sieht sich in den USA mit einer Sammelklage wegen seiner Datenschutzfunktion „Hide My Email“ konfrontiert. Der Kläger wirft dem Unternehmen vor, die Funktion trotz einer bekannten Sicherheitslücke weiterhin als zuverlässigen Schutz der Privatsphäre beworben zu haben.
Die Klage stützt sich auf einen Fehler, der es unter bestimmten Umständen ermöglichen soll, die echte E-Mail-Adresse hinter einer anonymisierten Alias-Adresse zu ermitteln. Auslöser der Klage sind die Erkenntnisse des Sicherheitsforschers Tyler Murphy. Er hatte Apple bereits im Juni 2025 über die Schwachstelle informiert.
Vorwürfe: Apple wusste seit über einem Jahr von der Lücke
Nach seinen Angaben blieb das Problem trotz mehrfacher Meldungen bestehen. Anfang Juli 2026 wurde die Sicherheitslücke öffentlich bekannt, nachdem Apple sie nach Angaben des Forschers noch immer nicht vollständig behoben hatte.
Der Kläger argumentiert, Apple habe Nutzer weiterhin mit dem Versprechen einer sicheren Anonymisierung ihrer E-Mail-Adresse zum Kauf von iCloud+-Abonnements und Apple-Geräten bewegt, obwohl das Unternehmen die Einschränkungen der Funktion gekannt habe. Laut MacRumors wirft die Klage Apple unter anderem irreführende Werbung und Verstöße gegen Verbraucherschutzgesetze in Kalifornien vor.


