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iMessage ist harte Nuss: Secret Service hat Probleme bei Kapitolsturmermittlungen

iMessage Logo - Apple

Apples iMessage stellt die Ermittlungsbehörden in den USA aktuell vor einige Probleme: Die Natur des Dienstes von Apple sorgt dafür, dass den Behörden verschiedene Nachrichten vom 06. Januar 2021 nicht zur Verfügung stehen. An diesem denkwürdigen Tag kam es zum von Ex-Präsident Donald Trump provozierten Sturm auf das Kapitol.

Dass der Ex-Präsident Donald Trump seine Anhänger zu einer gewaltsamen Erstürmung des US-Kapitols anstachelte, führte in den USA zu einer nachhaltigen Erschütterung und brachte viele Politologen, Soziologen und Beobachter dazu, ernste Sorgen um die amerikanische Demokratie zu hegen. Um die Vorgänge um den 06. Januar 2021 aufzuklären, ermitteln diverse US-Behörden im Auftrag eines Ausschusses des US-Kongresses. Dabei kommt es vereinzelt zu Problemen technischer Natur. Apples Messenger iMessage spielt hierbei eine gewisse Rolle. Dessen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sorgte dafür, dass Nachrichten von Secret Service-Agenten teilweise nicht in die behördlichen Sicherungen der Kommunikationsaktivitäten von Bundesbeamten eingeflossen sind.

Anders als andere Nachrichtendienste, etwa solche, die von einer Organisation oder Behörde aufgesetzt und in eigenen Instanzen betrieben werden, verbleiben iMessage-Nachrichten bestenfalls im iCloud-Backup des Nutzers, sobald ein iPhone neu aufgesetzt wurde – manchmal auch dort nicht. So kam es offenbar dazu, dass der iMessage-Verlauf einiger Agenten nicht gesichert wurde, was nun die genaue Rekonstruktion der Vorgänge schwerer macht.

Behörden noch unschlüssig über iMessage-Nutzung

Wie US-Politiknachrichtendienste berichten, ist man sich beim Secret Service noch nicht schlüssig über eine mögliche Reaktion auf diese Problematik. Man könnte die Nutzung von iMessage auf beruflich genutzten Geräten der Agenten verbieten, würde dadurch aber eine Einschränkung der Kommunikation mit anderen Behörden riskieren. Agenten des Heimatschutzministeriums würden iMessage weiterhin nutzen können.

Die Schutztruppe des Präsidenten könnte auch auf andere Alternativen setzen, eine finale Entscheidung wurde aber noch nicht getroffen. Apple selbst hat sich in der Angelegenheit noch nicht geäußert, das Unternehmen betont immer wieder, wie sicher Unterhaltungen per iMessage vor fremdem Zugriff sind.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "iMessage ist harte Nuss: Secret Service hat Probleme bei Kapitolsturmermittlungen"

  1. Bambusradler 2. August 2022 um 13:06 Uhr · Antworten
    Hört sich für mich ziemlich chaotisch an, was die Dienste da treiben. Wieso setzen die einfach ihre iPhones zurück? Haben die kein MDM, um genau sowas zu unterbinden? Oder eben einen eigenen Chatserver aufsetzen, dann wäre auch die Sache mit dem Backup / Datensicherung unproblematisch. Aber klar, wenn man zu blöd für die elementarsten IT-Sachen ist dann kommt sowas bei raus (aber den potus beschützen wollen) :-(
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