Im Test: Anker SoundBuds Digital IE10 – Kopfhörer mit Lightninganschluss

Nachdem der Kopfhöreranschluss am iPhone weggefallen ist, musste sich auch eine gesamte Industrie umstellen. Kopfhörer mit Klinkenanschluss sind mir mittlerweile etwas fremd geworden, denn erstens trage ich sowieso meist kabellose Kopfhörer oder eben Lightningkopfhörer – mit dabei ein ganz neues Modell.

Die SoundBuds Digital IE10 von Anker sind brandneu im Sortiment und die ersten Lightningkopfhörer des Herstellers. Verpackt sind sie in einer mattschwarzen Kiste, die beim Auspacken wirklich sehr edel wirkt. Beim Hochheben des Deckels kommen einem direkt die im Karton eingelassenen Kopfhörer entgegen.

Im Lieferumfang befinden sich einmal die Kopfhörer selbst, vier unterschiedliche Silikonaufsätze für in das Ohr, drei unterschiedliche Silikonaufsätze um die Kopfhörer in der Ohrmuschel zu fixieren, ein Klipp um das Kopfhörerkabel am Hemd befestigen zu können und eine kleine Tasche um alles verstauen zu können. Anker hat somit an alles gedacht und liefert damit ein rundes Gesamtpaket ab. Durch die unterschiedlichen Ohreinsätze findet jeder seinen passenden Sitz. Ich habe eher mittelgroße Ohren, aber einen kleinen Ohrtunnel – dadurch sitzen bei mir Kopfhörer meist mit den kleinsten Ohreinsätzen am besten. Hier muss sich aber jeder selbst etwas probieren und die unterschiedlichen Einsätze austesten. Fakt ist, dass auch bei längeren Tragezeiten nichts drückt oder unangenehm wirkt.

Der Kopfhörer wird einfach in die Lightningbuchse des iOS-Gerätes gesteckt und kann direkt genutzt werden. Es ist ratsam, dass man die Kopfhörer mit iOS 10 nutzt, da hiermit neue Treiber zum Einsatz solcher Kopfhörer zum Einsatz kommen. Das gesamte Zubehör trägt übrigens ein MFI-Logo und ist damit offiziell lizensiert. Ebenfalls tragen die Kopfhörer ein IPX5-Zeichen, das eine bestimmte Wasserfestigkeit deklariert. Das Audiokabel ist verstärkt und damit robust gegen Kabelbruch gerüstet. Mir fiel auf, dass das Kabel sich nicht so sehr ineinander verdreht, wenn man die Kopfhörer verstaut. Bei anderen Kopfhörerkabeln holte man an sich immer einen einzigen Kabelsalat aus der Hose – egal mit welcher Taktik man die Kopfhörer auch aufwickelte. Das Gehäuse der Ohreinsätze ist aus Aluminum gefertigt und grau eloxiert.

Das Bedienfeld wirkt wie ein Touchbedienfeld, ist es aber nicht. Es muss ein Druck ausgeübt werden, um eine Aktion auszulösen. Play, Pause, Titel vor, Titel zurück, lauter und leiser – lässt sich alles über dieses Bedienfeld steuern. Hält man den Play-Knopf gedrückt, ruft man Siri auf. Das Mikrofon dazu sitzt oberhalb des Kabels zum linken Ohreinsatz in einem kleinen, grauen Aluminiumzylinder und sitzt hier in der Nähe des Mundes. Hier werden Sprachbefehle am besten aufgenommen und dadurch auch Siri verständlich zugespielt. Zeitgleich kann man so aber auch Telefonate annehmen und hochwertig durchführen. An dem Bedienfeld sitzt seitlich ein länglicher Knopf, welcher dem Powerknopf des iPhone ähnelt. Mit diesem kann man durch Drücken durch drei Modi wechseln. Balance, Klare Stimme und Super Bass. Damit wechselt man in schneller Reaktionszeit durch eine Equalizereinstellung hindurch und kann so zwischen Musik und Podcastgesprächen unterscheiden. Bei Musik fällt bei mir die Wahl auf den Modus „Super Bass“ und bei Podcastunterhaltungen auf den Modus „Klare Stimme“. Der Ton klingt durch die 10mm-Treiber und den DAC-Prozessor übrigens sehr hochwertig. Höhen klingen detailliert und Bässe kraftvoll aber nicht übersteuert.

Das Audiokabel der SoundBuds IE10 ist insgesamt 120 cm lang, wodurch auch große Menschen die Kopfhörer gut nutzen können und das angeschlossene iPhone problemlos in der Hosentasche verstaut werden kann. Das Mikrofon hängt ab einer länge von 15 cm am Ohr in der Höhe des Mundes herunter. Das Bedienfeld ist 5 cm lang und 0,7 cm breit – dadurch stört es auch unter eine Jacke oder einem Hemd nicht. Die Anker SoundBuds Digital IE10 sind derzeit für ca. 49€ erhältlich. Der aktuelle Preis ist bitte dem unten hinterlegten Link zu entnehmen.

Das vorgestellte Zubehör kann online erworben werden: Klick hier

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Matthias Petrat
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11 Kommentare zu dem Artikel "Im Test: Anker SoundBuds Digital IE10 – Kopfhörer mit Lightninganschluss"

  1. Schmitty 22. April 2017 um 08:17 Uhr ·
    Kabelsalat ?
    iLike 19
  2. Nala 22. April 2017 um 09:14 Uhr ·
    Kann man diese Kopfhörer auch ohne den Haken für die Ohrmuschel nutzen?
    iLike 1
    • . 23. April 2017 um 08:06 Uhr ·
      Naja
      iLike 0
  3. Pat 22. April 2017 um 10:19 Uhr ·
    Schade dass man sich jetzt neue kaufen muss, da der Adapter von Apple so grottig ist, dass man ihn eigentlich nur entsorgen kann! Wenn jemand einen Adapter gefunden hat der qualitativ hochwertig ist und ohne Verluste daherkommt… bitte bescheid geben ?
    iLike 1
  4. Didius, 22. April 2017 um 13:53 Uhr ·
    Ich vermute mal, dass immer noch die absolute Mehrheit aller Kopfhörer Klinkenanschluss haben. Das reality distortion field in der Apple Welt enorm mächtig ist…
    iLike 2
  5. Ja klar! 22. April 2017 um 14:28 Uhr ·
    Verwurschteln sich die Kabel oder nicht? ? Bei beats ist das halt super gelöst, hatte hier noch nie Kabelsalat. Egal wie wenig ich beim Aufwickeln aufpasse.
    iLike 1
  6. Bsumhdfkjv 22. April 2017 um 17:54 Uhr ·
    Kann man auch direkt die von  nehmen! und wer braucht eine 5 Zentimeter lange vernbeingung?
    iLike 2
  7. Jürgen 22. April 2017 um 18:25 Uhr ·
    Probiert es doch mal mit einem Digital/Analog-Wandler, den man über den Fotoadapter mit usb anschließen kann. Mit einem hochwertigen Wandler kann man die nicht optimalen Audiokomponenten des iphones umgehen. Ich benutze seit einiger Zeit den Dragonfly red. In Verbindung mit einem hochwertigen Kopfhörer klingt die Musik viel ausgeglichener, wird differenzierter durchgezeichnet und macht eine große Bühne auf. Kein Vergleich zu vorher. In guten Hifi-Geschäften kann man das vor Ort selbst testen.
    iLike 1
    • Pete 23. April 2017 um 07:56 Uhr ·
      Fragt sich nur ob der hier getestet Anker In-Ear überhaupt die Vorteile eines D/A-Wandlers umsetzen kann. Immerhin sollte doch hierfür ein hochwertigeres Gerät genutzt werden. Und dann ist man schnell beim 10fachen Preis von 50€. Hinzu kommt der Dragonfly mit 200€. Was wäre denn ein alternativer bezahlbarer Kopfhörer um diesen mit dem Dragonfly sinnig zu nutzen?
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      • Jürgen 23. April 2017 um 12:06 Uhr ·
        Hallo Pete, ich benutze als Kopfhörer den RHA T10i. Ist ein klassischer in-ear-Kopfhörer. Er hat zahlreiche Silikonformen für unterschiedliche Ohrgrößen, denn die Passform ist ja enorm wichtig für den Klang und auch den Tragekomfort. Habe damals € 180 bezahlt, ihn müsste es aber inzwischen günstiger geben. Musik ist mein großes Hobby, und dafür gebe ich gerne mal was aus. Ich kann aber gut verstehen, wenn einem das zuviel Geld ist. Letztendlich muss man sich immer fragen, was einem die Sache Wert ist…
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  8. Mimijet 23. April 2017 um 08:00 Uhr ·
    Anker ist unbestritten eine gute Firma. Aber diese Kopfhörer und auch andere kommen bei mir nicht ins Ohr. Längere Zeit ist das einfach unbequem. Dann doch lieber die klassischen Kopfhörer ? mit Bügel. Für Sportsangelegenheiten natürlich weniger geeignet. Sehr gut fand ich mal die Ohrstecker vom Nokia N8, die ich noch habe, sehr angenehm.
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