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21. August 2026

Roman van Genabith

Geldregen für die grüne Insel: Apple zahlt 17 Milliarden Euro Steuern an Irland

    • Der jahrelange Steuerstreit zwischen Apple, Irland und der EU erweist sich nachträglich für die grüne Insel als äußerst profitabel.
    • Rund 17 Milliarden Euro flossen letztes Jahr aus Cupertino über den großen Teich.
    • Damit zahlt Apple rund 40% seines jährlichen Steueraufkommens an das Land, in dem sich seine Europazentrale befindet.

Apple hat im vergangenen Jahr Steuern in Höhe von 17 Milliarden US-Dollar in Irland gezahlt. Damit entfielen rund 40 Prozent der weltweiten Steuerzahlungen des Konzerns auf das Land, wie die Financial Times unter Berufung auf Kommissionsunterlagen berichtet. Insgesamt führte Apple global rund 43 Milliarden Dollar an Steuern ab.

Die Zahlen wurden erstmals aufgrund neuer Vorschriften der Europäischen Union öffentlich. Diese verpflichten große Unternehmen dazu, ihre Finanz- und Steuerdaten nach einzelnen Ländern aufzuschlüsseln. Dadurch wird erstmals detaillierter sichtbar, welche Bedeutung Irland weiterhin für Apples europäische Konzernstruktur besitzt.

Riesige Milliardenüberweisung maßgeblich Folge von Sondereffekt

Allerdings ist die außergewöhnlich hohe Steuerzahlung in Irland nicht ausschließlich auf das laufende Geschäft zurückzuführen. Einen wesentlichen Einfluss hatte ein langjähriger Steuerstreit zwischen Apple und der EU.

Der Europäische Gerichtshof hatte 2024 abschließend entschieden, dass Irland Apple unzulässige staatliche Beihilfen gewährt hatte. Nach Auffassung der europäischen Wettbewerbshüter ermöglichten spezielle steuerliche Vereinbarungen dem iPhone-Konzern zeitweise eine effektive Steuerbelastung von weniger als einem Prozent.

Infolge des Urteils musste Apple rund 13 Milliarden Euro an Steuern nachzahlen. Diese Summe erhöhte die im vergangenen Jahr in Irland verbuchten Steuerzahlungen erheblich.

Der Fall beschäftigte Apple, die irische Regierung und die europäischen Behörden über viele Jahre. Irland hatte sich gemeinsam mit Apple gegen die ursprüngliche Entscheidung der EU-Kommission gewehrt. Der Europäische Gerichtshof bestätigte letztlich jedoch die Position der Kommission und verpflichtete Irland dazu, die ausstehenden Steuern von Apple einzuziehen.

Ohne diesen Sondereffekt wäre der Anteil Irlands an Apples weltweiten Steuerzahlungen im vergangenen Jahr entsprechend deutlich niedriger ausgefallen.

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