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Fortnite im App Store gar nicht so ertragreich: Prozessunterlagen schwächen Epics Position

In wenigen Tagen beginnt der Prozess zwischen Apple und Epic. In dieser Verhandlung, die man durchaus als episch bezeichnen könnte, werden grundlegende Prinzipien des App Stores auf ihre Zulässigkeit abgeklopft. Für beide Parteien geht es um viel, beide Parteien versuchen, im Vorfeld und während der Verhandlungen ihre jeweilige Position so überzeugend wie möglich in Szene zu setzen. Einige der in diesem Rahmen öffentlich gewordenen Informationen sind indes von schwer einzuschätzender Wirkung auf die Verhandlung.

Apple möchte es Epic Games nicht erlauben, an iTunes und somit der eigenen 30%-Regel vorbei Zahlungen in seinem Top-Titel Fortnite von den Spielern zu akzeptieren. Die Einführung einer solchen Direktzahlungsmethode ist der Grund, warum Apple Fortnite aus seinem App Store für Mac und iOS warf und das ist auch der Kern der im Mai beginnenden Verhandlung.

Epic hatte stets argumentiert, die Umsätze mit Fortnite im App Store seien essenziell für das Geschäftsmodell des Spielepublishers. So zentral, wie immer behauptet, ist der App Store für Epic aber wohl nicht. Aus den Unterlagen, die im Vorfeld der Mega-Verhandlung öffentlich gemacht wurden, geht unter anderem auch hervor, dass der App Store und die darin mit Fortnite erzielten Umsätze nur rund 7% des Gesamtumsatzes ausmacht, den Epic mit Fortnite erzielt.

Ist der App Store für Epic nur ein kleines Licht?

Zum Vergleich: Die eigentliche Geldmaschine für Epic mit Fortnite war die Playstation 4. Rund 46,8% des Umsatzes mit Fortnite wurde von Epic zwischen März 2018 und Sommer 2019 auf der Konsole von Sony erzielt. Damit zeigt sich auch, dass Fortnite trotz aller anderslautenden Einschätzungen in erster Linie nicht mobil gespielt wird.

Die im App Store erzielten Einnahmen mögen also nicht vital für Epic gewesen sein, dennoch bleibt die Präsenz im App Store für das Unternehmen überragend wichtig. Sie ist der Beweis für die Multi-Plattform-Fähigkeit von Fortnite, das den Ruf besitzt, überall und auf fast allen Endgeräten gespielt zu werden. In einer weiteren Meldung haben wir über andere höchst interessante Erkenntnisse berichtet, die sich aus dem Studium der Gerichtsunterlagen zum Prozess ergeben.

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Roman van Genabith
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5 Kommentare zu dem Artikel "Fortnite im App Store gar nicht so ertragreich: Prozessunterlagen schwächen Epics Position"

  1. ohne Punkt und Komma 29. April 2021 um 19:44 Uhr ·
    Mit dem Kinderspiel Fortnite wird nur kleinen Kinder das Geld aus denn Taschen gezogen. Macht Apple bei uns Erwachsen zwar auch aber immerhin bekommt man was gescheites dafür. 😬🤗
    iLike 7
  2. Blub 29. April 2021 um 19:54 Uhr ·
    30% Marge ist Wucher. Punkt.
    iLike 4
    • Torro 29. April 2021 um 20:35 Uhr ·
      Blödsinn! Punkt!
      iLike 19
  3. superurmel 29. April 2021 um 20:58 Uhr ·
    Ist doch kein Wucher. Das ist freie Marktwirtschaft. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 138 Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher (1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig. (2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.
    iLike 9
  4. Wagnersjens 30. April 2021 um 22:58 Uhr ·
    @superurmel §138 BGB beschreibt etwas völlig anderes. Wie klar zu lesen ist.
    iLike 0

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