Apple wird tiefer in einen Kartellstreit mit OpenAI und xAI, der Firma hinter X und inzwischen auch SpaceX, hineingezogen. Craig Federighi wird dabei zu einer zentralen Figur der Auseinandersetzung.
Im Kartellrechtsstreit zwischen xAI, Apple und OpenAI muss Apple nun weitere interne Unterlagen offenlegen. Ein US-Gericht hat entschieden, dass Apples Softwarechef Craig Federighi als sogenannter „Document Custodian“ in das Verfahren aufgenommen wird, wie zuerst 9to5Mac anhand von Gerichtsunterlagen berichtete.
Damit muss Apple bis zum 17. Juni 2026 potenziell relevante Dokumente und Kommunikationsinhalte aus Federighis Verantwortungsbereich bereitstellen. Hintergrund ist die Klage von xAI, dem KI-Unternehmen von Elon Musk, das inzwischen zu SpaceX gehört.
xAI wirft Apple und OpenAI vor, durch die Integration von ChatGPT in Siri konkurrierende KI-Anbieter zu benachteiligen. Zudem behauptet das Unternehmen, die Zusammenarbeit beeinflusse die Platzierung von Apps im App Store. Apple weist die Vorwürfe zurück und betont, dass keine Exklusivvereinbarung mit OpenAI bestehe.
Wieso die Rolle von Craig Federighi jetzt so wichtig ist
Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass Federighi als Softwarechef wahrscheinlich an wichtigen strategischen Entscheidungen rund um Apple Intelligence und die Integration von OpenAI beteiligt gewesen sei. Für Apple-Chef Tim Cook sah das Gericht dagegen keine ausreichende Grundlage. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Cook über zusätzliche relevante Informationen verfüge, die nicht bereits über Federighi zugänglich wären.
Ebenfalls genehmigt wurde ein eingeschränkter Antrag von xAI auf Einsicht in Dokumente zur Partnerschaft zwischen Apple und Google. Dabei geht es insbesondere um mögliche Exklusivitätsklauseln im Zusammenhang mit KI-Diensten auf Apple-Geräten.
Teilweise erfolgreich war auch OpenAI. Das Gericht verpflichtete Elon Musk dazu, E-Mails und Nachrichten aus verschiedenen Accounts offenzulegen, darunter Kommunikationsdaten von Tesla, SpaceX sowie Text- und XChat-Konten. Die Unterlagen müssen bis zum 3. Juni 2026 bereitgestellt werden.
Abgelehnt wurde hingegen ein Antrag von xAI auf Herausgabe interner Informationen darüber, wie Apple KI-Technologien im Unternehmen selbst einsetzt. Das Gericht sah darin keinen direkten Bezug zu den Kartellvorwürfen.
