Mit dem MacBook Neo hat Apple den Einstieg in die Welt von macOS mit einem sehr attraktiven Preisschild versehen. Das gelingt unter anderem durch den Einsatz eines zwei Jahre alten iPhone-Prozessors und weiteren kleinen Limitierungen. In ersten Benchmarks schlägt sich das Einsteiger MacBook aber dennoch sehr gut.
In einem spannenden Versuch hat ein Blogger das neue MacBook Neo mit Aufgaben getestet, die ansonsten von Cloud-Servern mit deutlich mehr Leistung bearbeitet werden. Zwei Benchmarks zeigen: Das MacBook Neo hält trotz Hardware-Nachteilen gut mit.
Konkurrent: Cloud-Server mit 4-mal mehr Speicher
Gábor Szárnyas von DuckGB hat das MacBook Neo mit 512 GB SSD-Speicher zwei Tests unterzogen: ClickBench und TPC-DS. Im ersten Fall werden 43 Abfragen simuliert, die Daten aus einer einzelnen Tabelle mit 100 Millionen Zeilen bezieht. Je nach Format belegt der Datensatz bis zu 75 GB Speicherplatz. Komplexer ist die Abfrage im TPC-DS-Benchmark. Dabei werden laut Blogeintrag mit dem Titel „Big Data on the Cheapest MacBook“ 24 Tabellen in 99 Abfragen genutzt.
In beiden Fällen werden normalerweise Cloud-Server benutzt, die mit teilweise vier Mal so viel Arbeitspeicher auskommen. Im MacBook Neo verbaut Apple 8 GB RAM, das Mindestmaß, um Apple Intelligence ausführen zu können.
Im Test war das MacBook Neo nach Kaltstart bis zu 2,8-mal schneller als die Server, was auf einen Vorteil zurückzuführen ist: Das MacBook greift auf eine lokale SSD zurück, während die Server „netzwerkgebundene Festplatten“ nutzen und verfügbaren Speicher erst anfragen müssen. Warmgelaufen war das MacBook Neo zwar 10 Prozent schneller als im „kalten“ Zustand, kommt aber nicht ansatzweise an die Zeiten der Server heran.
Dennoch ist der Test ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass das MacBook Neo auch umfangreiche Aufgaben bewältigen kann. Die Erkenntnis deckt sich mit ersten Benchmarks im Vergleich zu MacBook Air und iPad Air mit M-Prozessoren.


