Besser automatisierbar: Things 3.4 bringt URL-Interaktionen auf iPhone, iPad und Mac

In unserer Redaktion wird nicht nur geschrieben, wir haben auch alle ein Privatleben und versuchen, beides möglichst gut in Einklang zu bringen. Ich persönlich verwende dafür gerne Things für iPhone*, iPad* und macOS*. Mit dem Update auf Version 3.4 können sowohl die mobile als auch die Desktop-Version über ein eigenes URL-Scheme angesprochen und automatisiert werden. Wir haben uns die Integration für euch angeschaut und einige Anwendungsfälle gesammelt.

Die Entwickler von Things beschrieben das neue URL-Scheme mit drei Anwendungsbereichen: Erstens kann man damit Links zu Aufgaben oder Projekten in Things erstellen und damit aus anderen Apps oder Dokumenten direkt zu der entsprechenden Stelle in Things springen. Zweitens erlaubt das URL-Scheme eine sehr tiefgreifende Automatisierung von zahlreichen Things-Funktionen und drittens können andere Apps ihre Funktionen viel tiefer in Things integrieren.

Aufgaben und Projekte verlinken

Jede Aufgabe und jedes Projekt erhält mit Things 3.4 eine eigene URL, über welche das entsprechende Element direkt in der Anwendung, egal ob iPhone, iPad oder Mac, angezeigt werden kann. Interessant sein kann das zum Beispiel, wenn man in Apples Notizen-App Notizen für ein Projekt sammelt und die entsprechenden Punkte direkt zu Things verlinkt, um sie dort abzuhaken. Den Link zu einem entsprechenden Element kopiert man einfach über die Freigabeoption der Aufgabe oder des Projekts und fügt ihn dann in das entsprechende neue Dokument ein.

Denkbar wäre an dieser Stelle zum Beispiel auch, die URL eines Projekts zu einem Kalendereintrag zuzuordnen, damit man direkt in das entsprechende Projekt springen kann und nicht mehr lange suchen muss.

Things-Funktionen automatisieren: Workflow macht es möglich

Spannender als das einfache Kopieren von URLs finde ich die Möglichkeiten zur Automatisierung. Die App Workflow* dürfte den meisten Lesern ein Begriff sein, sie erlaubt das Zusammenfügen von verschiedenen Aktionen zu einem sogenannten Workflow. Direkt nachdem die Entwickler von Things mich per Mail über das kommende URL-Scheme informiert hatten, habe ich mich mit der Dokumentation und Workflow hingesetzt und zwei Arbeitsabläufe gebaut, die ich seitdem fast täglich verwende. Beide sind dabei über das 3D-Touch-Widget von Workflow sowie aus dem Notification Center zugänglich. Die Workflows können nach dem Download natürlich von euch verändert und angepasst werden. Meine Workflows kratzen jedoch nur an der Oberfläche der neuen Möglichkeiten, für mehr Details empfehlen wir einen Blick in die Things-Dokumentation.

Schnell eine Aufgabe mit Fälligkeitsdatum erstellen

Der erste Workflow, den ich erstellt habe, erlaubt das schnelle Erstellen einer Aufgabe mit Fälligkeitsdatum in einer ausgewählten Liste – ihr könnt ihn hier herunterladen. Sobald ihr den Workflow ausführt, werdet ihr nach der gewünschten Liste, einem Titel sowie dem Fälligkeitsdatum für die zu erstellende Aufgabe gefragt. Nach Eingabe dieser Daten landet ihr in Things bei der neu erstellten Aufgabe. Standardmäßig wird als Liste die Inbox ausgewählt, das Datum kann zum Beispiel als Heute eingetragen werden, freilassen darf man es allerdings nicht. Wenn man selbst keine Zeit für die Aufgabe einträgt, erstellt der Workflow automatisch eine Erinnerung für 12 Uhr.

Ich nutze den Workflow, um mir unterwegs schnell Dinge aufzuschreiben, um die ich mich dann später kümmern muss. Things selbst bietet über die 3D-Touch-Shortcuts eine ähnliche Funktion, allerdings muss man dort die Liste und das Datum in entsprechenden Menüs auswählen und kann beides nicht einfach eintippen, insgesamt komme ich mir mit meinem Workflow schneller vor.

Einkaufslisten schnell eintippen

Ein zweiter Anwendungsfall für die Workflow-Things-Kombi, den ich in den letzten Wochen sehr zu schätzen gelernt habe, ist das schnelle Erstellen von Einkaufslisten. In einer normalen Woche gehe ich alle zwei oder drei Tage einkaufen und mache mir bereits auf dem Weg zum Supermarkt möglichst ausgiebig Gedanken darüber, was ich einkaufen will. Da es mir, trotz meines jungen Alters, oft nicht reicht, mir einmal Gedanken über mögliche Einkäufe zu machen, schreibe ich diese mit meinem Workflow direkt in Things, herunterladen könnt ihr diesen Arbeitsablauf hier.

Der Workflow fragt euch zuerst nach den Dingen, die ihr einkaufen wollt, diese tragt ihr in das entsprechende Textfeld einfach mit Zeilenumbrüchen nach jedem Gegenstand ein. Danach tippt ihr, wie bereits oben, das Datum für die Aufgabe ein und Workflow leitet euch danach direkt zu der neuen Aufgabe in Things weiter. Der Workflow erstellt die Einkaufen-Aufgabe automatisch in eurem Eingang, im Workflow kann das jedoch bei Bedarf entsprechend angepasst werden.

Integration in andere Apps: Mindnode exportiert ganze Mindmaps mit Aufgaben

Die Integration des neuen URL-Schemes ist natürlich nicht nur den Workflow-Nutzern vorbehalten, auch andere Apps von Drittanbietern können darüber Aufgaben und Projekte in Things erstellen. Genutzt wird das unter anderem von den Mindnode-Entwicklern, die auch heute ein entsprechendes Update für ihre App veröffentlichen wollen. Die Integration mutet dabei einfach an, ist jedoch sehr nützlich: Über das Freigabefeld von Mindnode können alle Aufgaben inklusive der Struktur aus der aktuellen Mindmap in ein Things-Projekt exportiert und dort weiter bearbeitet werden. Besonders nützlich ist dabei, dass ein erneutes Exportieren der Mindmap nach Änderungen kein doppeltes Projekt in Things anlegt, sondern das bestehende Projekt aktualisiert und die Änderungen dort einpflegt.

Ab sofort verfügbar

Die drei oben beschriebenen Möglichkeiten des neuen URL-Schemes runden das Nutzungserlebnis von Things weiter ab und erlauben eine noch produktivere Nutzung der App. Die Updates sind ab sofort im App Store verfügbar, auch das Update für Mindnode ist bereits im Store verfügbar. Things für iPhone und die Apple Watch kostet 10,99€*, die iPad-Version kostet 21,99€* und die Mac-Anwendung kostet 54,99€*.

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Yannik Achternbosch
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