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3. Juli 2026

Patrick Bergmann

Auch Komoot baut Parterschaft aus: 14.000 neue Bike-Routen angekündigt

Nach Strava baut nun auch Komoot sein Portfolio an Aktivitäten aus und möchte eine der ersten Adressen für Radler werden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und die Navigations-App Komoot haben eine gemeinsame Kooperation angekündigt. Ausgewählte Tourentipps der ADFC-Gliederungen sollen als eigene Collections in der App landen – inklusive Karten, Offline-Navigation und Erfahrungswerten geschulter Tourenleiter

Kooperation angekündigt

Wie Komoot am Dienstag mitteilte, erhalten ADFC-Gliederungen künftig die Möglichkeit, ihre lokalen Routen als eigene Collections auf der Plattform abzubilden. Komoot steuert dafür Premium-Zugänge für Tourenleiter, Schulungen zur digitalen Routenplanung sowie Funktionen zur Organisation von Gruppentouren bei. Die Gliederungen können zudem themenspezifische Sammlungen anlegen, pflegen und direkt auf der eigenen Vereinswebsite einbinden.

Der Umfang des potenziellen Materials ist beachtlich: Der ADFC organisiert bundesweit jährlich rund 14.000 geführte Touren – von kurzen Ausflügen in die Stadt bis zu mehrtägigen Reisen durch die Natur. Komoot bringt es auf über 50 Millionen Nutzerinnen und Nutzer, der ADFC zählt mit rund 240.000 Mitgliedern zu den größten Radfahrer-Interessenvertretungen weltweit. Von Komoot-Seite heißt es dazu, man mache diesen Erfahrungsschatz nun gemeinsam zugänglich, da lokales Wissen den Kern guter Radtouren ausmache.

Was Komoot-Nutzer davon haben

Für die Community bedeutet das vor allem: geprüfte Strecken mit vollständigen Informationen zu Routenführung, Schwierigkeitsgrad, Sehenswürdigkeiten und Insider-Tipps der jeweiligen Tourenleiter. Da sich die Touren auch offline nachfahren lassen, dürfte das besonders auf mehrtägigen Fahrten abseits stabiler Mobilfunknetze praktisch sein – ein Punkt, der uns bei Komoot in der Vergangenheit ja durchaus schon mal Kopfzerbrechen bereitet hat.

Noch offene Fragen

Wie viele Touren am Ende tatsächlich auf Komoot landen, steht allerdings noch nicht fest. Die Teilnahme ist für die einzelnen ADFC-Gliederungen freiwillig, die Entscheidung liegt bei den Gruppen selbst und nicht beim Bundesverband, wie unter anderem heise online berichtet. Dieser will die regionalen Gliederungen aber aktiv zur Teilnahme ermutigen und begleitet die Umsetzung. Ein konkreter Starttermin für die ersten Collections wurde bislang nicht genannt.

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