Apple-Zulieferer Dialog will Abhängigkeit von iPhone-Chipfertigung verringern

Dialog Semiconductor - Dialog Semiconductor

Apples Zulieferer Dialog Semiconductor ist aktuell noch stark von Aufträgen aus Cupertino abhängig, das soll sich ändern. Nachdem Apple letztes Jahr einige hundert seiner Entwickler eingekauft hatte, möchte sich das deutsch-britische Unternehmen nun neuen Betätigungsfeldern zuwenden.

Der Halbleiterspezialist Dialog Semiconductor, ein deutsch-britisches Unternehmen, hat es geschafft, mit einer negativen Umsatzerwartung den eigenen Aktienkurs zu erhöhen. Analysten gingen nämlich bislang von einem Rückgang des Umsatzes im laufenden Jahr um bis zu 9% voraus, tatsächlich wird er nach neusten Schätzungen bis Ende des Jahres aber nur um 4% einbrechen, wie Agenturen berichten. Hintergrund dieser positiven Entwicklung ist wohl, dass man versucht, von Apple unabhängiger zu werden und das soll mit neuen Produkten erreicht werden.

Apple kauft Kompetenz von Dialog

Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass Apple rund 600 Millionen Dollar in Dialog Semiconductor investieren will, Apfelpage.de berichtete. Dafür erhält das Unternehmen Standorte von Dialog in Italien, Deutschland und Großbritannien. Zudem arbeiten nun 300 Mitarbeiter des Halbleiterfertigers für Apple, das hauptsächlich die Power-Management-Chips von Dialog einkauft, die in den iPhones verwendet werden. Letztes Jahr schockte Apple Dialog aber auch, beziehungsweise besorgten von Apple natürlich nicht kommentierte Gerüchte diesen Schock. Danach arbeite Apple an einer eigenen Power-Management-Lösung, wie man so vieles gern selbst machen will. Für Dialog Semiconductor wäre das schlimm geworden, denn das Unternehmen hängt zu drei Vierteln seines Umsatzes von Aufträgen Apples ab.

Neue Ufer

Um diese in weiterer Zukunft zu erwartenden Verluste aufzufangen, hat man nun damit begonnen, sich neu auszurichten. Zwei neue Produktlinien sind hier ausschlaggebend: Neue Connected Health-Lösungen werden bereits in Zusammenarbeit mit Pharma-Konzernen entwickelt, sie sollen etwa bei der Blutdruck- und Blutzuckermessung verwendet werden. Auch arbeitet man mit Herstellern von Spielekonsole zusammen, in denen künftig auch vermehrt Dialog-Patente stecken sollen. Die Anleger wussten die vorausschauende Planung von Dialog zu würdigen, die Aktie stieg nach Bekanntgabe des Deals mit Apple im vergangenen Jahr kräftig und auch jetzt nach Veröffentlichung der neuesten Umsatzprognosen und Details über die Pläne mit dem eigenen Portfolio.

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Roman van Genabith
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