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30. Juli 2026

Patrick Bergmann

Apple Upgrade angekündigt – vorerst nur in den USA verfügbar

Wer sich aktuelle Hardware von Apple gönnen möchte, brauchte schon immer das passende Kleingeld. Insbesondere nach der Preiserhöhung vor einigen Wochen für Mac, iPad und verschiedene RAM-Konfigurationen will jede Anschaffung wohlüberlegt sein. In den USA stellte der Konzern nun am Mittwoch mit „Apple Upgrade“ die passende Lösung vor. Wir haben die Details dazu.

Wie das Programm funktioniert

Wer schon einmal ein Auto leaste, wird das Prinzip kennen: Wer ein Gerät über Apple Upgrade bezieht, zahlt monatliche Raten, am Ende der Laufzeit verbleibt ein offener Restbetrag als Ablöse. Kunden entscheiden dann selbst, ob sie das Gerät zurückgeben oder den ausstehenden Betrag begleichen und es behalten. Die Monatsraten fallen dadurch spürbar niedriger aus als bei einer klassischen Finanzierung. Günstigere Preise für Hardware sollte man sich davon jedoch nicht zwangsläufig erhoffen. Wer behält statt zurückgibt, zahlt unter Strich mindestens genauso viel – oder mehr. Entscheidend sind also stets die Gesamtkosten über die Laufzeit. Zinsen oder zusätzliche Vertragsgebühren sollen nach aktuellen Angaben jedoch keine anfallen.

Die Vertragslaufzeiten richten sich nach der Produktkategorie: iPhones und die Apple Watch gibt es mit 12 oder 24 Monaten, Macs und iPads lassen sich über 24 oder 36 Monate leasen. Anders als beim auslaufenden iPhone Upgrade Program ist AppleCare+ jedoch nicht mehr inklusive. Anbei eine Übersicht:

  • iPhone 17e: ab 17,99 Dollar monatlich
  • iPhone Pro: ab 31,99 Dollar monatlich
  • Apple Watch Series 11: ab 11,99 Dollar monatlich
  • MacBook Air: ab 24,99 Dollar monatlich
  • Pad Air: ab 11,99 Dollar monatlich

Entwicklung erfolgte mit Klarna

Wir bei Apfelpage sind immer besonders vorsichtig, bei solchen Newsmeldungen eine persönliche Einschätzung mit einfließen zu lassen. Doch der von Apple gewählte Partner ist kein unbeschriebenes Blatt, handelt es sich dabei doch um den schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna. Mehr noch, laut Apple habe man dieses Programm speziell mit Klarna zusammen entwickelt. In der Vergangenheit gab es zumindest in Europa diverse regulatorische Eingriffe nach Beschwerden von Klarnakunden. In den USA sind die Behörden jedoch deutlich laxer, was den fehlenden Start des Angebots in Europa erklärt.

Schlaues Konzept – für beide Seiten?

Für Apple bringt das Modell gleich mehrere handfeste Vorteile: Kunden bleiben enger ans Ökosystem gebunden, tauschen ihre Geräte möglicherweise häufiger und geben zurückgegebene Hardware zurück, die Apple aufbereiten und als Refurbished-Produkt erneut anbieten kann. Vor allem aber rücken die inzwischen vierstelligen Kaufpreise in den Hintergrund – wer auf den Monatsbetrag schaut, greift vielleicht eher zu. Das Abo-Prinzip, das Apple im Software- und Dienstleistungsbereich seit Jahren kultiviert, hält damit endgültig auch im Hardwaregeschäft Einzug. Ob das für Kunden wirklich die bessere Wahl ist, hängt ganz vom eigenen Nutzungsverhalten ab – wer ohnehin alle zwei Jahre das Gerät wechselt, könnte profitieren. So jemand begibt sich jedoch auch in ein sogenanntes Dauerschuldverhältnis und wer sein iPhone länger benutzt, fährt mit dem Einmalkauf weiterhin besser.

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