Apple und co. wären von möglicher Exportsperre auf Hightech-Produkte betroffen

Nationale Sicherheit - Symbolbild

Apple könnte von einer Exportsperre für bestimmte Technologien betroffen werden, die aktuell von der US-Regierung erwogen wird. Diese würde allerdings die gesamte Tech-Branche treffen und ihre Umsetzung ist auch noch fraglich.

Die US-Administration ist nicht nur wild entschlossen, einen Handelskrieg mit China zu führen und die Handelspartner im Pazifik-Raum zu verprellen, auch wird derzeit an einer weiteren Überlegung gearbeitet, die für Kunden außerhalb der Staaten relevant werden könnte. Im US-Handelsministerium wird derzeit an einer Möglichkeit gearbeitet, die Ausfuhren bestimmter Hightech-Produkte zu bremsen.

Dies betrifft unter anderem Prozessoren, maschinelles Sehen und rechnergestützte Verarbeitung von Sprache sowie KI-Technologien. Ziel der Initiative ist es, die Ausfuhr dieser Technologien in andere Länder zu begrenzen oder ganz zu verhindern, wie ein entsprechendes Dokument verdeutlicht.


Öffentlich gemacht wurde das Papier von dem ehemaligen nationalen Sicherheitsberater David Edelman.

Viele Tech-Firmen betroffen

Hintergrund des Vorstoßes ist offenbar die Dual-Use-Problematik, die besagt, dass viele Technologien sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Die Liste ist umfangreich und betrifft neben der IT-Industrie auch die Chemiebranche, Luft- und Raumfahrt und die üblichen Verdächtigen: Alles, was zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen taugt und im weiteren überhaupt alles, was dazu geeignet ist, die militärische Vorherrschaft der USA auf dem Globus zu schwächen.

Die aufgezählten zu blockierenden Teilbereiche in der IT allein reichen aber schon aus, um nicht nur Apple Probleme zu machen, das auch an Themen wie AI, Computer Vision und Spracherkennung arbeitet. Auch Amazon, Google und andere Tech-Konzerne könnten ihre Gadgets nicht mehr ausführen, sollte ein entsprechender Bann beschlossen werden.

Nun sind die USA ein großer Binnenmarkt mit einer kräftigen Nachfrage, doch würde den Tech-Firmen mit dem Auslandsgeschäft dennoch ein gewaltiger Absatzmarkt weg brechen.

Aktuell wird das Papier aus dem Ministerium diskutiert. bis Mitte Dezember können Kommentare eingereicht werden.

Wie dann weiter verfahren wird, ist unklar.

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Roman van Genabith
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9 Kommentare zu dem Artikel "Apple und co. wären von möglicher Exportsperre auf Hightech-Produkte betroffen"

  1. noendofdays 20. November 2018 um 11:48 Uhr · Antworten
    Ich bin voll dafür. Bitte alles nicht mehr ausführen, ich freue mich wieder auf das Sammeln von Beeren und Jagen. Lasst es uns wie die Neandertaler machen, 4h Arbeit pro Tag und der Rest ist Freude. Ok, ich kann dann die coole gefundene Beere nicht mehr liken lassen, und den Sonnenuntergang nicht mehr auf Instagramm posten, aber mit diesen Einschränkungen könnte ich mit der Zeit leben.
    iLike 8
  2. Devil97 20. November 2018 um 11:49 Uhr · Antworten
    Lächerlich, dazu wird es niemals kommen, und wenn wird der Schwarzmarkt blühen.
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    • Jan 20. November 2018 um 11:56 Uhr · Antworten
      In den USA ist derzeit alles möglich, wieso sollte es dazu nicht kommen?
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  3. Thorsten 20. November 2018 um 12:04 Uhr · Antworten
    Jetzt rächt es sich, dass wir uns komplett von den USA haben abhängig machen lassen.
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    • leo 20. November 2018 um 15:42 Uhr · Antworten
      Denke ich mir auch, wir können unsere Nachfrage nicht im geringsten Decken
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  4. Mike 20. November 2018 um 13:20 Uhr · Antworten
    Die USA sind wirtschaftlich genauso abhängig vom Rest der Welt.
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  5. mööp 20. November 2018 um 15:59 Uhr · Antworten
    Also der Trump wird den USA, wenn der so weiter macht (und das wird er) langfristig erheblichen Schaden zufügen. Nicht nur politisch sondern auch wirtschaftlich. Exporte sind gut für die Menschen im Land und nicht schlecht. Weniger Export weniger Arbeitsplätze. Ist eigentlich gar nicht so schwer, aber für Trump dann doch zu hoch was. Wo lebt der Typ eigentlich.
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  6. MarcelFox 20. November 2018 um 16:36 Uhr · Antworten
    Bei ausländischen Bleistiften bin ich auch immer skeptisch. Hier liegt ein klarer Fall von Dual-Use vor. Man kann sie zum zeichnen verwenden aber eben auch militärisch als Mordwaffe einsetzen. Eindeutig ein RIESEN Problem. 🤔 Besser sofort verbieten!!!
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  7. Nik 20. November 2018 um 18:07 Uhr · Antworten
    Lustig… Das Land (der Mensch) welcher der EU und auch China deren großes Export/Import Defizit vorwirft, will nun den eigenen Export auch noch begrenzen. Das nenne ich mal konsequente Politik :-)
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