Apple: Ex-Mitarbeiter über schlechte Arbeitsbedingungen

Bei einem der wohl geheimnisvollsten Konzerne weltweit unterliegen Apple-Mitarbeiter einer ganz besonderen Schweigepflicht. Über neue Produkte dürfen sie in keinem Fall etwas verraten, was sich beispielsweise am Fall der letzten Produktvorstellung niedergeschlagen hat. Die Apple Watch hatte in dem Look&Feel so keiner erwartet. Zwar war durch die funktionierende PR-Maschine schon lange spekulativ klar, dass das Unternehmen aus Cupertino eine Smartwatch an den Start bringen würde, aber wie sie aussieht und welche Funktionen dabei sein würden, war nicht bekannt.

Was geht bei Apple wirklich ab.

Ebenso wenig dürfen Apple-Angestellte über die Vorgänge hinter den Kulissen des Hauptquartiers in Cupertino sprechen. Dort werden weltweit vertriebene Produkte kreiert, die weltweit Lob und hohes Ansehen genießen. Doch offenbar ist die heile Welt, wie sie von außen zu sein scheint, gar nicht so blumig. Ben Farrell gibt in einem neuen Blogbeitrag an, dass er ehemals bei Apple gearbeitet habe, jetzt aber kündigt – und das mit saftiger Kritik: Dabei lässt er kein gutes Haar am Technik-Giganten hinter Mac, iPhone und iPad.

Apple Store

Die Firmen-Kultur sei vergiftend und aufreiben, die Grundstimmung negativ, gereizt. Lange Arbeitstage mit vielen unnötigen Besprechungen, fehlende Team-Arbeit, sogar Rassismus und fehlender Respekt für Freizeit plagten den Ex-Apple-Mitarbeiter nach eigenen Angaben sehr. Dabei schien Besserung niemals in Sicht, da auch das Management sehr fahrig gewesen sei.

Kaum Freizeit und viel Palaver.

16 Stunden am Tag müsse ein Angestellter arbeiten, viele davon vergeudete Zeit, berichtet Farrell:

Sixteen hour days are filled with meetings after meetings followed by more meetings. Whilst this is somewhat standard in most organisations, meetings at Apple wreaked of toxic agendas designed to deliberately trip people up, make fools of the less respected and call people out. Team spirit is non existent as ‘internal customers’ attack individuals and push agendas that satisfy their morning egos. Hours upon hours were wasted in meetings to prepare for meetings in preparation for other meetings to the point where little work actually got done.

Als Farrell, so führt er als Beispiel an, wegen einer Krankheit ins Krankenhaus musste, schickten ihm die Vorgesetzten sogar Arbeit mit ans Bett. Auch Nachrichten kamen im Minutentakt auf ihn zu – selbst am Morgen seiner Hochzeit. Viele davon einfach nur nachfragen, ob er gerade erreichbar ist – Nachfragen vom Management.

Wie wahr die Aussagen von Farrell sind, bleibt unklar. Es ist durchaus möglich, dass er die Zeilen nur aus Wut auf den ehemaligen Arbeitgeber verfasst hat. Apple hat sich bislang noch nicht dazu geäußert – wird dies aber wohl auch nicht tun.

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Philipp Tusch
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