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20. Januar 2026

Patrick Bergmann

Amazon macht Fire TV Blaster per Update unbrauchbar

Amazon informiert derzeit Nutzer des 2019 vorgestellten Fire TV Blaster darüber, dass die Unterstützung des Zubehörs in den kommenden Wochen endet. Erstmals geht der Konzern dabei einen ungewöhnlichen Schritt für seine Fire-TV-Hardware: Die Geräte werden unabhängig von ihrem technischen Zustand per Software deaktiviert und funktionieren anschließend nicht mehr.

Hintergrund

Der Fire TV Blaster diente als Infrarot-Erweiterung für Echo-Lautsprecher und ermöglichte es, Fernseher, Soundbars oder AV-Receiver per Sprachbefehl zu steuern. Voraussetzung war die Kombination aus einem Fire-TV-Gerät und einem Echo-Lautsprecher mit Alexa. Über Infrarotsignale ließen sich Funktionen wie Ein- und Ausschalten, die Lautstärkeregelung oder der Wechsel von Eingängen auslösen. Den Verkauf des Zubehörs hatte Amazon bereits vor rund einem Jahr eingestellt. Neu ist nun, dass auch weiterhin genutzte Geräte aktiv per Software abgeschaltet werden. Damit verlieren bestehende Installationen ihre Steuerungsmöglichkeiten, obwohl die Hardware technisch noch funktionsfähig ist. In der Vergangenheit nahm Amazon Produkte zwar aus dem Sortiment, unterband den Betrieb bereits verkaufter Hardware jedoch nicht gezielt. Die geplante Abschaltung hebt sich daher deutlich von früheren Entscheidungen ab.

Abschaltung zum 31. Januar 2026 – Erstattung des Kaufpreises

Stichtag für das Ende der softwareseitigen Unterstützung ist auch in Deutschland der 31. Januar 2026. Amazon Deutschland bietet betroffenen Käufern jedoch keine Rabatte auf alternative Geräte an. Stattdessen können Nutzer den vollständigen Kaufpreis in Form eines Amazon-Gutscheins erstattet bekommen. Dieser ist frei einlösbar und nicht an bestimmte Produkte gebunden. Für die Rückabwicklung müssen sich Kunden direkt an den Support von Amazon Deutschland wenden.

Zubehör mit begrenzter Verbreitung

Der Fire TV Blaster war mehrere Jahre verfügbar und richtete sich primär an Nutzer älterer Fernseher und Soundbars ohne moderne Steuerungsmöglichkeiten. Technisch fungierte das Gerät als zentrale Infrarot-Sendeeinheit, die Sprachbefehle entgegennahm und an klassische Heimkino-Komponenten weiterleitete. Die Einrichtung galt zunächst als vergleichsweise aufwendig, wurde später aber durch Software-Updates vereinfacht.

Direkte Integration macht Zubehör überflüssig

Inzwischen unterstützen viele Fernseher und Soundbars die Steuerung direkt über HDMI-CEC oder haben Sprachassistenten teilweise bereits integriert. Dadurch ist das Marktpotenzial für separate Infrarot-Erweiterungen wie den Fire TV Blaster deutlich geschrumpft. Die nun angekündigte Abschaltung markiert damit das endgültige Ende eines Zubehörs, das vor allem als Übergangslösung gedacht war.

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