Adobe Creative Cloud: Photoshop fürs iPad ist da

Nicht ganz überraschend hat Adobe nun die bereits angekündigte iPad-Version der Fotobearbeitungssoftware Photoshop für ausgewählte iPad-Modelle veröffentlicht. Wir haben einen ersten Eindruck für euch.

Photoshop? Quasi Branchenstandard bei Fotografen weltweit – ungeachtet des Abo-Modells, welches Adobe seit Oktober 2011 am Markt hat und dafür viel Kritik erntet. So gibt es seit Photoshop CC 2013 keine Kauf- sondern nur noch eine Abo-Version der Software, worauf hin in den Folgejahren mehr oder weniger Alternativen ihren Weg auf den Markt fanden. Mir persönlich sagen diese allerdings nicht wirklich zu, zumal ich auch für den Studentenrabatt der Creative Cloud berechtigt bin. Warum also gewohnte Programme aufgeben, wenn man sie für einen Bruchteil des Originalpreises weiter nutzen kann.

Doch damit sind wir auch schon bei einem weiteren Kritikpunkt der Nutzer, welche man seit gestern im App Store zu lesen bekommt: Photoshop für das iPad setzt nach einem Testzeitraum von 30 Tagen ein Creative Cloud-Abo voraus. Ein Schritt, welcher aber mehr als vorhersehbar war, denn Adobe ist natürlich gewillt die eigenen Gewinne so hoch wie möglich ausfallen zu lassen. Und zu verschenken hat in den heutigen Zeiten gleich gar Niemand etwas.

Noch kein vollwertiger Ersatz für die Desktopversion

Wer nun denkt die Photoshop-App wartet mit allen Möglichkeiten der Desktopversion auf, der wird an dieser Stelle (leider noch) enttäuscht. Nach Angaben von Adobe wartet die iPad-Version aktuell mit Möglichkeiten zur Komposition, Retusche und Maskierung auf. Weitere Funktionen sollen in künftigen Updates folgen. Adobe gab zudem bereits im Rahmen der Betaphase bekannt, dass man zum Start ggf. auf Funktionen verzichten werde, dafür aber ein stabiles Produkt veröffentlicht.

Die iPad-Version wartet mit den bekannten Abläufen und einer Touch-optimierten Oberfläche auf. (Grafik: Adobe)

Grundsätzlich kann ich diese aktuellen Einschränkungen bestätigen. So fehlen auf dem iPad zahlreiche Funktionen, welche ich von meiner „normalen“ Photoshop-Version kenne und gewohnt bin. So stoße ich aktuell (noch) relativ schnell an die Grenzen der App, was ich – sofern man Adobe glaubt – aber künftig ändern soll. Man darf also gespannt sein.

Zudem unterstützt die iPad-Version von Photoshop nur ausgewählte Modelle. So unterstützt man aktuell das iPad Air 2, das iPad mini 4, das iPad der 5. Generation und die iPad Pro-Serie.  Die beiden Generationen des Apple Pencil unterstützt man ebenfalls.

Kommentar: Affinity ist aus eurer Sicht die bessere App? Dann nutzt sie!

Nicht selten lese ich – besonders in Fotografiegruppen – wie toll doch die Affinity-Programme im Gegensatz zum quasi Monopolisten Photoshop mit seinem bösen Abo ist. Irgendwie erinnert ihr mich damit immer wieder an den typischen Linux-Nerd, für den abseits seiner Open Source-Software alles der weltgemachten Hölle entspricht. Es spricht ja nichts dagegen Affinity zu nutzen, wenn euch der Funktionsumfang reicht / anspricht – doch hört doch endlich auf wie Abgesandte der Kirche zu missionieren.

‎Adobe Photoshop
‎Adobe Photoshop
Entwickler: Adobe Inc.
Preis: Kostenlos+

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Bjørn Max Wagener
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13 Kommentare zu dem Artikel "Adobe Creative Cloud: Photoshop fürs iPad ist da"

  1. Huu 5. November 2019 um 10:33 Uhr · Antworten
    Ich hab gerade mal reingeschaut und kann die App im Moment noch nicht ganz ernst nehmen. Mir als CC Abonnenten kann’s egal sein, aber 11 € pro Monat finde ich maßlos übertrieben! Ich bin gespannt, wann Adobe den Funktionsumfang erweitert. Bis dahin bin ich weiterhin, und übrigens auch schon seit Jahren, begeistert von den Möglichkeiten, die Artstudio Pro zu bieten hat: https://apps.apple.com/de/app/artstudio-pro-draw-paint-edit/id1244142051 Ich finde übrigens Dein Gemecker über die Affinity Fans und sonstige Photoshop Nichtmöger unangemessen!
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    • Bjørn Max Wagener 5. November 2019 um 12:34 Uhr · Antworten
      Damit für den aktuellen Umfang 11 Euro / Monat durchaus happig ist, ist durchaus richtig. Doch wie auch im Text vermerkt ist, verspricht Adobe mit kommenden Updates mehr Funktionsumfang – man darf also gespannt bleiben. Und zum Thema Affinity-Fans: Dieser Abschnitt ist ganz klar als Kommentar gezeichnet und grenzt sich somit von der eigentlichen Berichterstattung zum Thema ab, spiegelt aber gleichzeitig meinen Unmut über die missionierenden Nutzer wieder – welche ich in meinem privaten wie beruflichen Umfeld leider Tag für Tag ertragen muss. Und sind wir mal ehrlich: Dir würde es doch garantiert auch auf die Nerven gehen, wenn man dir immer wieder sagt wie schlecht das CC-Abo doch ist und wie toll Affinity oder welch andere Software auch immer ist. Irgendwann ist da zumindest bei mir der Kanal voll.
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  2. Huu 5. November 2019 um 11:03 Uhr · Antworten
    Das mit den Kommentaren , die nicht ankommen ist echt nervig! Ich habe keine Lust den ganzen Text nochmal loszulassen! Könnt Ihr mal nachschauen, ob da noch ein Kommentar zu diesem Artikel von mir in der Pipeline dümpelt?
    iLike 0
    • Bjørn Max Wagener 5. November 2019 um 12:30 Uhr · Antworten
      Schon erledigt. :-)
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  3. Shiva 5. November 2019 um 15:21 Uhr · Antworten
    Schade unterstützt kein raw (canon). Da nutz ich liber affinity photo weiter fürs ipad.
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  4. nighty 6. November 2019 um 11:24 Uhr · Antworten
    Sehr enttäuschend. Viele Funktionen fehlen und 10€ im Monat finde ich leider viel zu viel. Bin zum Glück auch wenig Nutzer und brauche die App höchstens 2-3 mal im Monat. Da muss es halt der PC richtig. Eventuell kommen einige Funktionen nach, in den nächsten Monaten.
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    • Huu 6. November 2019 um 12:50 Uhr · Antworten
      Für 12 € bekommt man das Adobe-Foto Abo, mit Lightroom und Photoshop für Desktop und Pad. Damit sieht’s dann kostentechnisch schon wieder besser aus. Allerdings nur, wenn Photoshop für iPadOS wirklich zügig mit weiteren Funktionen ausgestattet wird.
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  5. nighty 6. November 2019 um 11:26 Uhr · Antworten
    Den Kommentar vom Autor finde ich irgendwie auch ziemlich unangebracht. Adobe muss sich halt auf dem iPad mit affinity messen und haben hier mit ihrer Version eigentlich komplett versagt.
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  6. Huu 6. November 2019 um 12:44 Uhr · Antworten
    Ich höre mir solche Kommentare auch immer wieder an. Als Profi, der CC täglich nutzt, ist das Abo keine schlechte Lösung. Für die vorherigen Versionen der Adobe Anwendungen musste man ja schließlich auch einen erheblichen (Einmal-)Preis bezahlen. Für Medienprofis ist Adobe seit Jahrzehnten die erste Wahl, was natürlich dem Workflow in der Adobe-Welt geschuldet ist. Das hat eben einen anderen Preis und wird auch nicht so schnell durch einzelne, in ihrer Funktionalität bestimmt gute Apps zu ersetzen sein. Wenn man natürlich lediglich ein Bildbearbeitungstools für den privaten Bereich sucht, sollte man wohl eher Affinity nutzen, ohne im gleichen Atemzug Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Solche Sprüche gehen mit eher am Arm vorbei..
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    • Huu 6. November 2019 um 15:48 Uhr · Antworten
      Diesen Kommentar hatte ich eigentlich als Antwort an Björn gepostet..
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  7. Huu 6. November 2019 um 12:50 Uhr · Antworten
    Für 12 € bekommt man das Adobe-Foto Abo, mit Lightroom und Photoshop für Desktop und Pad. Damit sieht’s dann kostentechnisch schon wieder besser aus. Allerdings nur, wenn Photoshop für iPadOS wirklich zügig mit weiteren Funktionen ausgestattet wird.
    iLike 0
  8. Huu 6. November 2019 um 13:10 Uhr · Antworten
    Ich habe hier vor ner halben Stunde noch zwei Kommentare gepostet. Was soll ich tun, damit ich sie mal zeitnah zu sehen bekomme? Das gleiche gilt auch noch für den Artikel um die zerkratzten Displays..
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    • Lukas Gehrer 6. November 2019 um 13:28 Uhr · Antworten
      Hey Huu, teilweise müssen wir Kommentare manuell freigeben. Das hat verschiedene Gründe, auch technische. Wir versuchen da, in Zukunft schneller zu sein! :) Danke für dein Feedback.
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