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21. Januar 2026

Patrick Bergmann

Sony plant TV-Neustart mit TCL: Joint Venture für Home-Entertainment angekündigt

Sony Corporation und TCL Electronics Holdings Limited haben eine Absichtserklärung zur Gründung eines gemeinsamen Home-Entertainment-Unternehmens unterzeichnet. Beide Konzerne bestätigen Gespräche über ein Joint Venture, das künftig Sonys weltweites TV- und Home-Audio-Geschäft bündeln soll.

Sony wird Minderheitseigner

Nach aktuellen Planungen wird TCL 51 Prozent der Anteile halten, Sony 49 Prozent. Das Gemeinschaftsunternehmen soll die komplette Wertschöpfungskette abdecken – von Entwicklung und Design über Fertigung und Vertrieb bis hin zu Logistik und Kundenservice. Zum Produktportfolio zählen Fernseher sowie Home-Audio-Geräte, die weiterhin unter den Marken Sony und BRAVIA verkauft werden sollen. Bis Ende März 2026 beabsichtigen beide Seiten verbindliche Verträge abzuschließen. Der operative Start steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und ist derzeit für April 2027 vorgesehen.

Sony seit geraumer Zeit unter Druck

Für Sony ist der Schritt keine Überraschung. Der Konzern fertigt seit Jahren keine Display-Panels mehr selbst und konzentriert sich stattdessen auf Bildverarbeitung, Software, Motion-Handling und das eigene TV-Ökosystem. Panels stammen unter anderem von AUO, LG, Samsung – und bereits heute von TCLs Tochter CSOT. Parallel dazu hat Sony sein TV-Portfolio zuletzt deutlich gestrafft, etwa durch den Rückzug aus 8K-Modellen und eine stärkere Fokussierung auf Mini-LED.

Der zunehmende Preisdruck durch Hersteller aus China und Korea macht es für Marken ohne eigene Panelfertigung immer schwieriger, Premium-Fernseher profitabel zu positionieren. Mit dem Joint Venture könnte Sony sein klassisches TV-Geschäft neu aufstellen, während TCL Zugang zur starken Marke BRAVIA und zum Premium-Segment erhält.

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