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18. August 2026

Roman van Genabith

Noch nicht geupdatet? macOS-Lücke in Bildschirmfreigabe wird aktiv ausgenutzt

    • Ist euer macOS schon auf dem neuesten Stand?
    • Falls ihr die letzte Aktualisierung auf macOS 26.6.1 noch nicht geladen habt, solltet ihr das jetzt nachholen.
    • Die mit diesem Update gefixte Schwachstelle in Apples Bildschirmfreigabe wird bereits aktiv von Krypto-Schürfern ausgenutzt.

Eine von Apple Anfang August geschlossene Sicherheitslücke in der Bildschirmfreigabe von macOS wurde offenbar bereits aktiv für Angriffe eingesetzt. Das niederländische National Cyber Security Center (NCSC-NL) berichtet von mehreren kompromittierten Systemen, auf denen Angreifer Root-Zugriff erlangten und anschließend Software zum Schürfen der Kryptowährung Monero installierten.

Apple hatte die Schwachstelle am 6. August mit macOS Tahoe 26.6.1 geschlossen. Das Update erschien nur etwas mehr als eine Woche nach macOS Tahoe 26.6. Nach Angaben des Konzerns konnte die Sicherheitslücke dazu führen, dass sich Angreifer ohne gültige Zugangsdaten bei der Bildschirmfreigabe authentifizieren.

Damit war potenziell ein weitreichender Fernzugriff auf betroffene Macs möglich. Angreifer konnten nicht nur den Bildschirminhalt sehen, sondern auch Tastatur und Maus aus der Ferne kontrollieren.

Macs wurden zum Krypto-Schürfen missbraucht

Wie Ars Technica unter Berufung auf das NCSC-NL berichtet, blieb die Schwachstelle nicht bei einem theoretischen Angriffsszenario. Die niederländische Behörde wurde über tatsächliche Angriffe auf mehrere Systeme informiert. Gemeinsam war den betroffenen Macs, dass Port 5900 aus dem Internet erreichbar war. Dieser Port wird von macOS bei aktivierter Bildschirmfreigabe über die Firewall gezielt freigegeben.

Bei den untersuchten Angriffen verschafften sich die Täter laut NCSC-NL Root-Rechte auf den Macs und installierten anschließend einen Monero-Kryptominer. Die Rechenleistung der kompromittierten Computer wurde damit ohne Zustimmung der Besitzer zum Schürfen von Kryptowährung verwendet.

Apple zufolge wurde der zugrunde liegende Authentifizierungsfehler durch ein verbessertes State Management behoben. Neben macOS Tahoe 26.6.1 enthalten auch macOS Sonoma 14.8.9 und macOS Sequoia 15.7.9 die entsprechende Sicherheitskorrektur.

Nutzer, die eines dieser Updates noch nicht installiert haben, sollten ihr System daher möglichst zeitnah aktualisieren. Der aktuelle Softwarestand lässt sich auf dem Mac unter „Systemeinstellungen > Allgemein > Softwareupdate“ überprüfen.

Besondere Vorsicht ist bei Macs geboten, auf denen die Bildschirmfreigabe aktiviert und direkt über das Internet erreichbar ist. Auch nach Installation des Sicherheitsupdates empfiehlt sich für einen externen Zugriff eine zusätzliche Absicherung, beispielsweise über eine VPN-Verbindung.

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