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18. August 2026

Roman van Genabith

Stellenausschreibung. Gibt es bald Live-Events auf Apple Fitness+?

Live-Veranstaltungen sind zuletzt das große Ding und die nächste Hoffnung vieler Streamingdienste. Mit diesen live gestreamten Events hoffen Netflix und Co., Zuschauer mit einer neuen Dynamik wieder verstärkt an den Schirm zu holen, die mehr an das lineare Fernsehen früherer Tage erinnert. Auch bei Apple möchte man diesen Trend offenbar nicht ignorieren.

Apple könnte sein Fitness+-Angebot künftig um Live-Inhalte erweitern. Darauf deutet zumindest eine aktuelle Stellenausschreibung des Konzerns hin. Apple sucht für sein Studio in Santa Monica einen Studio Producer, der ausdrücklich Erfahrung mit Live-Produktionen mitbringen soll.

In der Stellenbeschreibung verlangt Apple unter anderem fundierte Kenntnisse in Live- oder sogenannten Live-to-Tape-Produktionen mit mehreren Kameras. Gesucht werde zudem jemand, der sich dafür interessiere, wie sich Live-Inhalte künftig entwickeln. Der neue Mitarbeiter soll mit unterschiedlichen Formaten experimentieren und die Möglichkeiten von Live-Fitness-Inhalten erweitern.

Keine konkreten Hinweise auf baldigen Start

Die konkreten Aufgaben der Position entsprechen allerdings größtenteils dem klassischen Produktionsmanagement von Apple Fitness+. Einen eindeutigen Hinweis darauf, dass tatsächlich Live-Kurse geplant sind, liefert die Ausschreibung daher nicht. Erfahrungen mit Live-Produktionen lassen sich schließlich auch bei vorproduzierten Inhalten einsetzen.

Dennoch wäre ein Einstieg in Live-Formate für Fitness+ eine deutliche strategische Veränderung. Apple startete den Dienst 2020 mit vorproduzierten Trainings- und Meditationsvideos für iPhone, iPad und Apple TV. In Verbindung mit der Apple Watch können während eines Trainings unter anderem persönliche Fitnessdaten eingeblendet werden. Live-Kurse, feste Trainingstermine oder Echtzeit-Ranglisten nach dem Vorbild von Peloton bietet Apple bislang nicht an.

Bemerkenswert ist die Stellenausschreibung auch vor dem Hintergrund der Diskussion über die Zukunft von Fitness+. Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtete im vergangenen November, dass Apple den Dienst im Zuge einer größeren Umstrukturierung auf den Prüfstand stellen wolle. Fitness+ gehöre wegen einer hohen Kündigungsrate und vergleichsweise geringer Umsätze zu Apples schwächeren digitalen Angeboten.

Im Zuge der Neuorganisation übernahm Apples Gesundheitschefin Sumbul Desai zusätzlich die Verantwortung für Fitness+. Der Gesundheitsbereich wiederum berichtet inzwischen direkt an Services-Chef Eddy Cue.

Apple könnte laut Gurman erwägen, Apple Fitness+ stärker in Apple Health zu integrieren, die beiden Dienste greifen ohnehin schon auf die selben Gesundheitsdaten zurück. In diesem Rahmen wird auch immer wieder über einen erweiterten Aboplan für Fitnessdienste spekuliert.

Die neue Stellenausschreibung liefert nun erstmals einen konkreteren Hinweis darauf, dass Apple zumindest mit neuen Produktionsformaten für Fitness+ experimentieren könnte. Ob daraus tatsächlich regelmäßige Live-Workouts oder andere Echtzeitangebote entstehen, bleibt vorerst offen.

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