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23. September 2026

Fabian Schwarzenbach

Neue Macs im Test: Mac mini M6 und Mac Studio überzeugen mit enormer Leistung

Apple hat seine Desktop-Macs umfassend erneuert. Der Mac mini bekommt erstmals den neuen M6-Chip, während der Mac Studio nun mit M5 Max und M5 Ultra angeboten wird. Die ersten Tests bescheinigen allen Modellen deutlich mehr Leistung. Gleichzeitig steigen jedoch auch die Preise.

Mac mini M6: Klein, schnell und effizient

Beim Mac mini bleibt Apple dem erst 2024 eingeführten kompakten Gehäuse treu. Die wichtigste Neuerung steckt im Inneren: Der M6 verfügt über zwölf CPU- und zwölf GPU-Kerne und soll insbesondere bei Grafik- und KI-Anwendungen deutlich schneller arbeiten. Das Basismodell besitzt 16 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher, maximal sind 32 GB möglich.

In den ersten Tests hinterlässt der neue Chip einen starken Eindruck. ComputerBase hebt insbesondere die sehr hohe Single-Core-Leistung hervor. WIRED lobt ebenfalls die Performance und sieht deutliche Fortschritte bei Spielen und lokalen KI-Anwendungen. Gleichzeitig kritisiert der Test, dass 16 GB Arbeitsspeicher für anspruchsvollere KI-Workloads schnell zum begrenzenden Faktor werden können.

Auch bei Anschlüssen und Konnektivität wurde nachgebessert. Das kompakte Gehäuse und die insgesamt umfangreiche Anschlussausstattung bleiben wichtige Pluspunkte. Kritik gibt es weiterhin für den fehlenden SD-Kartenleser und die kaum vorhandenen Möglichkeiten zur späteren Aufrüstung.

Der größte Unterschied zum Vorgänger ist jedoch der Preis. Der Mac mini mit M6 startet in den USA bei 899 US-Dollar und ist damit deutlich teurer als frühere Einstiegsmodelle. Gerade das traditionell starke Preis-Leistungs-Verhältnis des Mac mini wird deshalb in mehreren Tests kritischer bewertet. Auch in Deutschland kostet der Basis-Mac mini mit 1.049 Euro deutlich mehr als sein Vorgänger (699 Euro).

Mac Studio: M5 Max und M5 Ultra für Profis

Noch einmal erheblich mehr Leistung bietet der neue Mac Studio. Apple setzt hier auf M5 Max und M5 Ultra. Das Spitzenmodell erreicht bis zu 36 CPU- und 80 GPU-Kerne sowie bis zu 512 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher. Es richtet sich vor allem an professionelle Anwender in Bereichen wie Video, 3D, Softwareentwicklung und lokale KI.

Die ersten Benchmarks bestätigen den Leistungssprung. The Verge ermittelte beim getesteten M5 Ultra gegenüber dem vorherigen M3 Ultra rund 30 Prozent mehr CPU-Leistung und bei bestimmten Grafik-Renderings Steigerungen von bis zu 63 Prozent. Tom’s Hardware hebt zudem die enorme Speicherbandbreite hervor, die insbesondere für große lokale KI-Modelle interessant ist.

Auch der M5 Max legt spürbar zu. Macwelt misst unter anderem eine deutlich schnellere SSD und höhere CPU- und GPU-Leistung. Positiv bleiben zudem das kompakte Gehäuse, die geringe Lautstärke und die zahlreichen Anschlüsse. RAM und SSD lassen sich allerdings weiterhin nicht nachträglich aufrüsten.

Damit wird die Abgrenzung innerhalb von Apples Desktop-Angebot klarer: Der Mac mini M6 bietet bereits für die meisten Nutzer sehr viel Leistung, während der Mac Studio seine Vorteile vor allem bei dauerhaft rechenintensiven professionellen Anwendungen ausspielt. Der größte Kritikpunkt beider Baureihen bleibt die Preisentwicklung.

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